Pfarreraufstand – Kommt es zur Kirchenspaltung?


Nachdem die Im Zentrum Folge von letzten Sonntag mit dem Namen „Pfarreraufstand – Kommt es zur Kirchenspaltung?“ gestern im anonymen katholischen Propagandablog Bellfrell doch ziemlich einseitig abgehandelt wurde, erlaubt sich viefag ebenfalls, dazu Stellung zu nehmen. Worum gehts bei diesem Thema eigentlich? Bei der Pfarrer-Initiative rufen 300 österreichische Pfarrer zum Ungehorsam gegenüber dem Vatikan auf. Sie haben einen 7-Punkte Forderungskatalog erstellt, den sie umsetzen wollen. Wohl mit ein Grund für diese Forderungen sind die immer kleiner werdenden Kirchengemeinden und dass man Menschen nicht ausschließen dürfe, das Wort Gottes zu verkünden. (z.B. weibliche Pfarrer) Was manche schon als Reformation 2 ansehen, ist dem Vatikan natürlich gar nicht recht, und schickt Nationalratsabgeordnete und Malteserritter, um den Pfarreraufstand niederzuprügeln. Sehen wir uns einmal die Diskussionsteilnehmer an und gehen dann zum Inhalt über. Ein Transskript findet sich hier.

Wie schon oft im ORF zu sehen, werden die Gäste ihrer Meinung entsprechend gruppiert gegenübergesetzt, so auch letzten Sonntag. In der linken Ecke hätten wir:

Anja Appel - Generalsekretärin katholische Frauenbewegung

 „Erst wenn Pfarrer aussprechen, was Frauen schon lange fordern, rückt das Thema in die Öffentlichkeit.“

und

Gerald Gump - Pfarrer in Schwechat, Pfarrer-Initiative

„Wir möchten die Kirche wieder an Jesus heranreformieren“

und in der rechten Ecken haben wir:

Peter Schipka - Generalsekretär Bischofskonferenz

 „Wirkliche Reform muss bei der Frage der Christusnachfolge beginnen“

sowie

Ewald Stadler - Nationalratsabgeordneter BZÖ, "wehrhafter Christ"

„Mit Ungehorsam füllt man keine Kirche“

und schließlich

Christof T. Zellenberg - Banker und Mitglied des Malteserordens

„Was gespalten ist, kann keinen Bestand haben, aber wehe dem, der diese Verführung verschuldet, er wäre besser mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen.“

Thurnher fragt Gump, warum er denn katholisch sei, bei den Protestanten hätte er mit den meisten Forderungen kein Problem. Gump meint, dass das seine Kirche sei und er wechselt sie nicht wie ein Hemd oder anderes. Er liebt seine Kirche und ist deswegen in manchen Fragen sehr kritisch, weil er denkt, wir sollten da auf der Fährte Jesu bleiben.

Thurnher fragt Stadler, mit was man sonst Kirchen füllen könnte, außer als mit Ungehorsam. Stadler reitet auf dem Eid herum, dass Gehorsam und Ehrfurcht bei der Priesterweihe gelobt wurden, und durch den Bruch desselbigen hätten die Personen jede Glaubwürdigkeit verspielt. Und er hat sich das Ritual zu Priesterweihe extra heute nochmal angeschaut. Dass es zu keiner Kirchenspaltung kommen wird, macht er an 3 Punkten fest:

  1. Den Leuten ist es eh wurscht, weil es so wenig Katholiken gibt.
  2. Den Leuten ist es eh wurscht, weil die Menschen andere Sorgen haben.
  3. Wenn Priester heiraten dürfen, muss der Kirchenbeitrag angehoben werden weil sie eine Familie ernähren müssen, und mehr Geld wollen die Leute nicht zahlen.

Stadler zu Gump: „Wenn Sie mit ihrem Leben nicht fertig werden, müssen Sie andere Hilfe suchen.“

Dann kommt Schipka zu Wort, der gerade von der Bischofskonferenz kommt, lange darüber erzählt, wie lange man dort nicht über die Anliegen gesprochen hätte, … blabla … (TL;DR)

Appel ist der Priesterinitiative dankbar, soviel Öffentlichkeit zu schaffen für Anliegen, die auch von der katholischen Frauenbewegung schon lange gefordert werden.

Gump meint, dass schon lange nur geredet wird aber leider nur gegen eine Wand. Er will die Kirche wieder mehr zurück auf Jesus Christus besinnen. Er prangert an, dass in Deutschland immer mehr Gemeinden in Großverbände aufgespalten werden und Großpfarren geschaffen werden, wo das Verbindende und Persönliche von Gemeinden, ein Ursinn des Christlichen, verloren geht. Aus lauter Angst, eine kirchenrechtliche Forderung, nämliche die Vorgaben für die Priesterweihe aufzulösen, wo ja die meisten allesamt nicht so einfach aus der Bibel zu erklären sind.

Schwenk zu Zellenberg, der sich sehr bei Kath.net (Katholische Online-Nachrichten) engagiert, und seinen Eingangsstatement: Was gespalten ist, kann keinen Bestand haben, aber wehe dem, der diese Verführung verschuldet, er wäre besser mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen. Zellenberg meint, dass das ein Zitat von Jesus Christus sei, und mit Verführern hat Jesus auch vor falschen Propheten, die auftreten werden und falsche Lehren verkünden werden, gewarnt. Er pflichtet Gump bei, sich mehr auf Jesus Christus zu konzentrieren und meint, im Gegensatz zu Gump liest er viele Dinge, die heute von der Amtskirche vertreten werden, aus der heiligen Schrift heraus. Dann erzählt er noch, dass er sich am Weltjugendtag in Madrid sehr wohl gefühlt hat, als er mit 2 Millionen Jugendlichen und dem Papst auf einem verregnetem Flugfeld verweilte. Die Sicherheitsleute wollten den Papst schon 3 mal zum Gehen ermutigen, aber der Papst wollte unbedingt bei seinen Schäfchen bleiben. Er schließt mit einem Bibelzitat ab mit dem er bekräftigen will, dass der Papst, als Stellvertreter Christi, die Worte des ewigen Lebens hat. Nach der Meldung, jeder Katholik sollte bibelfest sein sein, wird Zellenberg gefragt, womit Gump denn die Menschen verführe. „Er bringt Spaltung in die Kirche hinein.“ Es seien immer die selben Forderungen seit dem frühen 16. Jahrhundert. Damals haben sie ihre eigene Gemeinschaft gegründet. Wie Spaltpilze, aus denen dann die Calvinisten, die Mathodisten, die Baptisten und in Österreich dann Beginn 20. Jahrhundert die Alt-Katholiken entstanden sind. Einwurf Stadler: „Die haben sich auch schon gespalten.“ Zellenberg meint nochmal, dass am Weltjugendtag soviel los war und die evangelischen Kirchen noch viel mehr Probleme mit Gottesdienstbesuch hätten als die katholischen. Er fragt Gump, warum er nicht einfach evangelisch wird. Er hat doch bei der Priesterweihe Gehorsam versprochen.

Gump meint, dass Jesus Christus selbst in manchen religiösen Vorschriften zutiefst ungehorsam gewesen sei. Und so ein Weltjugendtag sei eine gute Auffrischung, aber das Wichtigste ist der soziale Rückhalt, den die Menschen aus dem Sakrament des Miteinander in der Pfarrgemeinde erhalten, wie er es im Alltag in seiner Gemeinde jeden Tag erlebe. Vor diesem Erfolgsmodell hat Gump riesige Achtung. Zellenberg unterbricht: „Sie gehen auf ein vollkommen anderes Thema. Sie wollen Protestantismus! Sie wollen Protestantismus!“ Zum Verführer meint Gump, dass ein Hinhorchen auf Gott einen nicht automatisch zum Verführer abstempelt. Der Gehorsam sei wichtig, aber er solle nicht bis zur sklavischen Folgsamkeit degradieren, was Zellenberg offenbar darzustellen versucht. Miteinander streiten und zu diskutieren seien noch keine Ungehorsamkeiten. Stadler meint, dass Jesus gehorsam bis zum Kreuz war, was ihn von Gump unterscheide. Gump: „Ja, Gott gegenüber, nicht den kirchlichen Autoritäten.“ Stadler sagt, dass aber Jesus niemandem versprochen hat, Ehrfurcht zu üben, wie es Gump bei der Bischofsweihe [sic!] getan habe. Gump sagt: „Ich glaube dann doch, dass der Gehorsam Jesu Christi Gott gegenüber war und nicht den religiösen Ordnungen.“ Jetzt zuckt Stadler aus: „Bitte tun sie das nicht, das ist ja unglaublich! Jedem Katholiken muss es ja jetzt das Geimpfte ins Gesicht spritzen!“

Gump sagt, dass Gehorsam in der Kirche viel diffiziler und befreiender sein kann, als die einfache Reduzierung auf: Einer sagt was, alle gehen im Gleichschritt nach – Marsch! Gott sei Dank nicht! Zellenberg wirft ein, dass Gump gerade bewiesen hätte, dass er nicht katholisch ist. Es tut ihm zwar wahnsinnig leid, aber er hat es gerade bewiesen weil er sagt, er will keinen sklavischen Gehorsam, und beweist das mit einem Bibelzitat. Gump kontert: „Mann muss Gott mehr gehorchen als den Menschen, ist auch Zitat Jesus Christi.“ Zellenberg besteht dann mehrmals darauf, dass Gump eigentlich Protestant sei und dass er ehrlich sein solle, was Gump natürlich nicht stehenlassen kann. Thurnher sagt: „Punkt!“, und wechselt das Thema zur Bischofskonferenz, genauer was Kardinal Christoph Schönborn dort gesagt hat: „Ein Aufruf zum Ungehorsam durch einige Priester hat bei vielen Katholiken nicht nur Kopschütteln, sondern tiefe Sorge und Traurigkeit ausgelöst. Ungehorsam ist ein Kampfwort, das so nicht stehenbleiben kann.“

Schipka sagt, dass die Bischöfe Wert darauf legen, differenziert mit der Sache umzugehen und „dass die Kirche in einer Gestalt, wie wir sie gewohnt waren zu Ende geht und wir jetzt auch in einer Unsicherheit leben, wie wird denn das weitergehen?“ Sonst sagt Schipka, obwohl er viele Worte dafür gebraucht, nicht viel aus.

Thurnher zu Gump: „Sie sagen ja nicht nur: Wir fordern, wir fordern… sondern sie sagen: Wir werden das tun und wir werden das tun.“ Gump verstärkt das indem er sich dazu äußert, dass in vielen Fällen diese Dinge bereits praktiziert werden. Und zwar aus Verantwortung dem Christus gegenüber, und nicht aus Jux und Tollerei. Diese Realitäten kann man nicht leugnen. Appel fordert selbst auch mehr Weihe, denn wenn es mehr geweihte Menschen gibt, dann gibt es auch mehr Priester oder Priesterinnen, die Eucharistiefeiern abhalten können. Gump merkt an, dass man dafür momentan aus einem ganz engen Potential an Christen und Christinnen schöpft, die

  1. männlich
  2. akademisch ausgebildet
  3. zölibatär

sind. Das würde dazu führen, dass manche Pfarren keine vollständige Leitung mehr hätten und Gott viel kreativer dazu beruft, als es das Kirchenrecht im Moment vorsehe.

Stadler findet, man müsse das Weichspüler-Gerede beenden und zum Handeln übergehen. Der Geduldsfaden seie hier zu Ende und wenn die gleichen Rebellen in einem Unternehmen das Gleiche machen würden wie hier im ORF, dann würden sie rausfliegen. Gump kontert, dass dort auch die Spitze demokratisch legitimiert ist. Stadler, wieder kurz vorm Auszucken unterstellt Gump als nächste Forderung, für einen demokratische legitimierten Papst zu sein. Gump darauf: „Der demokratisch gewählt wird von den Kardinälen, so ist es. So bös ist Demokratie auch nicht.“ Stadler nochmals, dass Gump aus einer Firma fliegen würde, wenn er wie hier zu Ungehorsam dem Chef gegenüber aufrufe und dass er das im geschützen Bereich machen könne, finanziert von braven Kirchenbeitragssteuerzahlern. Für Stadler sind die Sonntagsmesse-Besuche entscheidend, nicht irgendwelche Umfragen. Und die bessern sich nicht, weil ein Gump heiraten darf. Gump: „Nein, es geht überhaupt nicht um mich. So einfach ist die Welt auch nicht.“

Thurnher verweist auf einen Bericht, der vor der heutigen Sonntagsmesse vor der Kirche in Maria Hietzing gedreht wurde, wo die Kirchgänger zum Thema befragt wurden, die eine überwiegende Zustimmung gegenüber der Pfarrer-Initiative an den Tag legten. Nach dem Clip werden 2 Jugendliche (17 und 18 Jahre alt) aus der Sir Karl Popper Schule in Wien befragt. Auch die jungen Burschen scheinen die Pfarrer-Inititiative zu unterstützen.

Danach meint Thurnher zu Schipka, dass die Umfrage vor der Kirche und das Interview mit den Schülern zwar nicht repräsentativ, aber auch nicht gesteuert sei. Zufällig haben sie die Kamera vor der Kirche aufgestellt und zufällig haben sie heute diese Schülergruppe da. Ob Schipka sich deswegen Gedanken macht, dass da eine neue Generation an Katholiken heranwächst, die den Lehrern mitgeprägt werden. Schipka: „Die Kirche fühlt sich dem Auftrag der gegeben ist verpflichtet. Sie möchte das Evangelium verkünden, in einer Gestalt, die ihr aus ihrem Selbstverständnis heraus mitgegeben ist.“ Gump hakt ein, dass ein zentraler Punkt wäre, dass das Evangelium nie dafür da war, sich gänzlich an die Zeit und die Situation anzupassen, sondern ein Auftrag an die Zeit ist.

Thurner meint zu Gump, dass sich die Pfarrer-Initiative ein wenig nach gewerkschaftlichen Arbeitskampf anhört, worauf Gump sagt, dass sie natürlich streiken könnten, sie das aber wegen der Leute sicher nicht machen würden. Es geht Gump um die Realität, nicht darum, ob er heiraten möchte oder eine Frau sei, er ist ein Mann. Es geht Gump um „die Weiterentwicklung der Kirche zu dem hin, was Jesus uns mitgibt. Dass wir im Namen der Kirche wirklich an den Menschen dran sein können. Im Moment verhindern wir das selber in vielen Bereichen.“

Thurnher meint weiters zu Gump, dass wenn immer weniger Menschen in die Messe gingen, es normal sei, über Rationalisierungsmaßnahmen wie in der Wirtschaft nachzudenken, dass 1 Pfarrer 3 oder 4 Gemeinden betreut. Gump macht sich für das Gegenteil stark: „Wir brauchen mehr Leute, nicht weniger. Wir sind die Welt, und nicht das Rückzugsgefecht. Ein Downsizing bis zum Punkt Null ist nicht der Auftrag, wie ich Jesus verstehe. Wir sollen in die Welt gehen, diese Welt bewegen. Da brauchen wir mehr Kraft, nicht weniger.“

Darauf Zellenberg: „Also, wir sind wieder nur in den Nebelwerferthemen unterwegs…“

Gump: „Bitte?“

Zellenberg: „Wir sind wieder nur mit den Nebelwerfern unterwegs. Wir müssen tatsächlich das Evangelium…“

Gump: „Nein, nein, ich meine das sehr konkret. Bitte?“

Zellenberg: „Darf ich mal ausreden. Wir müssen tatsächlich das Evangelium verkünden.“ … blabla … Er meint, wenn man in anderen Pfarren fragen würde, würde man andere Antworten bekommen. Dann sagt er, dass ihm die armen Bischöfe leid täten, weil sie nämlich vollkommen zerissen wären. Sie müssen es allen Recht machen und tun ihm wie gesagt sehr sehr leid. Dann tut ihm noch leid, dass der Herr Pfarrer Gump soviel heute erzählt hat, das nicht in der heiligen Schrift drinsteht und erzählt irgendwas von einem schmalen Grad und weiteren Bibelzitaten. Darauf Thurnher: „Bei aller Wertschätzung für ihre Bibelfestigkeit, sagen sie uns doch bitte ihre Meinung, statt sich hinter Zitaten zu verstecken!“ Zellenberg erzählt uns dann, wie er zum Glauben gekommen ist und ihm „die Augen aufgegangen sind“ (Erleuchtung?)

Stadler sagt, dass er aus genau diesem Grund seine Kinder aus dem Religionsunterricht genommen hat, weil man dort nichteinmal mehr lernt, ein Credo zu beten. Der Glaubensunterricht sei in einem furchtbaren Zustand. Schipka tut leid, dass die Forderungen so priesterzentriert sind und denkt, dass hier alte Machtstrukturen aufrechterhalten werden sollen. Gump darauf: „Es geht nicht um die Priester, es geht um die Gemeinden vor Ort, die wir im Moment eucharistisch aushungern. Wir müssen sicherstellten, am Herz Jesu Christi dranzubleiben und nicht wie ein Großkonzern zu agieren.“

Thurnher leitet über auf eine Studie, die von der ORF-Sendung Kreuz & Quer in Auftrag gegeben wurde, in der 7 von 10 Pfarrern den Forderungen grundsätzlich zustimmen. Der Studienautor, Professor für Pastoraltheologie Paul Zulehner wird dazu befragt. Von 3500 Pfarrern wurden 500 befragt, was mehr als komfortabel sei. Das Wort „Ungehorsam“ könnte diplomatisch ungeschickt gewählt worden sein, man müsse aber abwarten. Interessanterweise stimmen mehr ältere Pfarrer als junge den Forderungen zu, weil der Zeitgeist wieder mehr zur Unterwerfung vor Autorität gehe. Außerdem ist die Gruppe der Jungen sehr klein. Weiters käme Kritik von Helmut Prader, dass Suggestivfragen gestellt wären auf Fußgängerumfragenniveau. [Zwischenruf Zellenberg: „Genau so ist es.“] Zulehner beruft sich auf den guten Ruf der Umfrageunternehmen und sagt, dass man mit 15.000 € die Studie jederzeit wiederholen könne. Thurnher möchte mehr darüber wissen, ob es zu einer Kirchenspaltung kommt. Zellenberg: „… es wird keinen neuen Luther geben. Das sagen 61% und die Bevölkerung glaubt das auch nicht. Also, Kirchenspaltung ist so leid es mich freut nicht in Sicht.“ Zulehner möchte dazu abschließend, dass sich alle an einen Tisch setzen und eine friedliche Lösung ausdiskutieren.

Gump glaubt nicht, dass es dabei bleibt, dass sich am Ende nur der Umgang mit den wiederverheirateten Geschiedenen ändert. Er betont, dass die Kirche viel mehr Reformkraft in sich trägt, weil da Jesus Christus viel stärker mitgeht, als man von außen wahrnimmt.

Zellenberg regt sich drüber auf, dass die Studie vollkommen verfälscht sei und das man bei dem Institut anrufen solle, wieviele Pfarrer das Interview abgelehnt hätten, weil sie die Studie für tendenziös und suggestiv empfunden haben. Thurnher: „Das können sie jetzt behaupten, Herr Zellenberg, ja“ Laut einer Kath.net Umfrage hätten sich 600 Priester geweigert, daran teilzunehmen. „Nur weils auf Kath.net steht, muss es nicht stimmen“, sagt Thurnher. Zellenberg zuckt wieder mal aus: „Das ist ganz einfach: Diese Studie ist, die können sie in den nächten Mülleimer kübeln, und dort passt sie gut hin.“ Stadler und Zellenberg regen sich im Duett drüber auf, wie scheiße die Studie doch ist. Dann zückt Zellenberg Die Geschichte aus dem Ärmel, wie Jesus am Palmsonntag in Jerusalem angekommen ist.“ Appel verdreht die Augen: „Ja, das kennen wir schon, das Beispiel.“ Zellenberg ist das wurscht und fängt an zu erzählen. Appel: „Sie sind redundant!“ Zellenberg meint, man solle mehr auf Jesus Christus hören. Gump darauf: „Aber auf Jesus Christus hören ist mehr als Bibel-Zitate in den Raum zu werfen, das muss man jetzt auch dazu sagen.“

Thurnher stellt die Aussage von Bischof Kapellari zur Diskussion, dass Priester, die nicht nach dem Zölibat leben, mit einer saftigen Geldstrafe belegt werden sollten. Gump will garnicht drauf eingehen, es war ein eher unbeholfenes Beispiel, von dem er schon viel zurückgenommen hat. Das könne nicht der Weg sein. Zellenberg weist nochmal darauf hin, dass es eine schwere Sünde sei, gegen den Codex Iuris Canonici zu verstoßen. Schipka will Kapellari auch nicht interpretieren und wirft lieber mit Worthülsen um sich.

Dann gehts um die revoltierenden Katholikinnen, laut Stadler durch Kirchenbeitragsgelder bezahlte Revolutionäre. Appel meint, dass die katholischen Frauen insgesamt die Kirche tragen, Tag für Tag in ihrem Alltag. Zellenberg wieder mal „entweder sie sind katholisch oder protestantisch“. Zellenberg war mal Protestant, ist aber konvertiert, weil er das Christentum in Fülle leben wollte. Thurnher fragt Zellenberg, warum er denn nicht Pfarrer geworden ist, wenn sie ihm so zuhört. Zellenberg fühle sich dazu nicht berufen, Jesus Christus habe ihn nicht in die Position eines Priesters gerufen. Appel: „Gott sei es gedankt!“ <Applaus im Publikum> Zellenberg unterstellt Gump, dass er meint, der Papst rede nicht vom richtigen Jesus. Gump darauf: „Ich habe es ihnen unterstellt.“

Zellenberg: „Die dogmatische Erklärung von Herrn Gump und Frau Appel: Christus ist anders als die Kirche.“

Gump wünscht sich abschließend, dass sich das Rechtliche und manche Entwicklungen in der Kirche wieder mehr an Jesus Christus annähern, der ein zutiefst Barmherziger war, der die Offenheit, der die Vielfalt des Lebens geliebt hat, befördert hat – gefördert hat, gefordert hat, und nicht einen sehr engen Grad von dem was manche glauben, dass es die einzige Möglichkeit der heilselig machenden Katholizät wäre.

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Ordenswappen Mercedarier

Exkurs Stadler: Hält gerne katholische Vorträge über die Freimaurerei. Sonst hält er seinem Kumpel, dem wilden Abgeordneten im Nationalrat Gerhard Huber, den Rücken frei, wenn dieser wieder mal Scheiße gebaut hat. Schreibt für kreuz.net und gehört dem Männerbund der Mercedarier an, ein Orden, der 1218 als katholischer Ritterorden gegründet wurde. Außerdem ist er Mitglied im Vertretertag akademischer Korporationen, einer schlagenden Studentenverbindung, wo auch Jörg Haider und Gottfried Küssel dabei waren/sind.

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Wappen des souvärenen Malteserorden

Exkurs Zellenberg: Mag. Christof T. Zellenberg ist seit 1999 bei der Deutsche Bank AG, Filiale Wien und seit 2005 Director – Head of PWM REE / Russia & CIS. Er ist mit seinem Team verantwortlich für die Betreuung von HNWI Kunden aus Russland, Zentral- und Osteuropa. Seine Aufgabe umfasst alle Managemententscheidungen für sein Team, die Marktsegmentierung und -entwicklung sowie Veranlagungsentscheidungen für seine Kunden. Vor der Deutschen Bank war er Investmentbanker im Bereich M&A, sowie Privatisierungen in der Ukraine, Zentral- und Südosteuropa für die Raiffeisen Investment AG. Außerdem ist er Mitglied im souveränen Malteserorden, weitere Mitglieder gibts hier. Der Eid findet sich hier. Weitere Malteserritter waren unter anderem Amschel Mayer von Rothschild, Kurt Waldheim, Frank Sinatra, Silvio Berlusconi um nur einige zu nennen. Auch Licio Gelli war dabei, der Typ der der italienischen Freimaurer-Loge Propaganda Due (P2) zum Erfolg verhalf. George H.W. Bush ist ebenfalls Malteserritter, der auch die Rote Khmer unterstützt hat, eine Dikatur, in der sich die Bevölkerung aus Kambotscha gegenseitig abgeschlachtet hat. Von 3.000.000 Opfern sind offiziell die Rede. Mit Anerkennung der Vereinten Nationen und Waffenunterstützung der Amerikaner ging das Morden lange nach der vietnamesischen Invasion weiter. Die Malteser sind die Banker des Vatikans und den Jesuiten unterstellt. In einer Initiation in den Malteserorder sehen wir Marco Nicovic und Mike Faraone, beide sehr aktiv bei IBSSA (International Bodyguard & Security Services Association), und beide Spezialisten für asiatische Kampfkünste.

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viefag wünscht Gerald Gump alles gute mit seiner Pfarrer-Initiative und hofft, dass er weiterhin so mächtigen Gegnern tapfer die Stirn bietet.

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