Mystery Babylon II (Bill Cooper) – 04 – Die hermetische Hochzeit


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04.10.1994

Die hermetische Hochzeit, oder die Hochzeit von Sonne und Mond, dem Ursprung der hermetischen Philosophie, wird euch verblüffen. Ihr werdet heute Abend einige Dinge über euch selbst lernen, über Religion und über Walt Disney.

Der gute alte Walt. Ihr führt eure Kinder in seinen Unterricht der Mysterien der  philosophischen Indoktrination in die Philosophie des Feuers seit vielen Jahren. Und ihr habt es nichtmal gewusst.

Square_compasses.svgToth – Hermes – der Ibisköpfige, war der ägyptische Gott der Weisheit, des Lernens, der Literatur und der Wissenschaften – „Gnosis„, wenn man so will.

Das „G“ in der Mitte von Winkel und Zirkel des Freimaurer-Emblems steht nicht für „Gott“ oder „Geometrie“. Es bedeutet „Gnosis“ – Wissen. Diejenigen, die wissen.

Toth – Hermes – wird zugeschrieben, dass er der erste war, der die Kunst des Schreibens der gegenwärtigen menschlichen Rasse lehrte. Nach den verfügbaren Aufzeichnungen lebte er in Ägypten als ein Zeitgenosse von Moses. Manche Historiker behaupten sogar, dass Moses und Hermes ein und dieselbe Person waren.

Der griechische Name „Hermes“ kommt von der alten Wurzel „herm“, was das aktive, positive und strahlende Prinzip der Natur bedeutet. Manchmal übersetzt als „Lebenskraft“ oder „generative Kraft“, ist es der alten Freimaurerei – oder den Söhnen des Lichts, den freien Maurern – als „kosmisches Feuer“ bekannt, Hiram, und später als Hiram Abif.

Hermes Trismegistos, oft „Mercurius Termaximus“ genannt, dominierte die philosophischen und literarischen Gedanken der antiken Welt. Schon sein Name, meine Damen und Herren, wurde zu einem Synonym für Weisheit. In der Tat wurde er verehrt als die Personifikation der Philosophie und Gelehrsamkeit. Er gilt als der erste Kabbalist, der erste Arzt, der erste Alchemist und der erste Historiker. Das eigentliche Leben dieses Demagogen und Königs des alten Doppelreichs am Nil wird durch die Dämmerung verdunkelt, die die Herkunft aller Völker verdunkelt. Und diejenigen, die denken sie wissen es, ihr könnt euch sicher sein, dass ihr es nicht wisst.

Aufgrund seiner großen Weisheit und seiner magischen Kräfte wird Toth bis heute als Gott gelistet, von dem viele glauben, dass er außerhalb der Mythologie nie existierte. Doch wenn Aktion und Reaktion gleich sind, dann muss etwas größeres als eine bloße Legende das Fundament der überragenden Super-Struktur der hermetischen Kunst sein.

Während der frühen Perioden des menschlichen Wachstums, als die Intelligenz des Menschen kaum über der eines Tieres lag – nach der Evolutionstheorie – wurde alle Erziehung und Ausbildung von der Priesterschaft gesteuert, wie ich es euch schon in vielen Episoden von The Hour of the Time skizziert habe.

Die alten Priester wurden „die Hirten der Menschheit“ genannt – die Analogie ist, dass die Menschen Schafe oder Rinder sind – denn die Hirten haben die Herden von primitiven Menschen bewacht wie der Hirte seine Schafe bewacht.

Blitzt langsam das Verständnis in euch auf?

Sowohl Wissenschaft und Philosophie waren Auswüchse der Religion. Tatsächlich kam ursprünglich die gesamte heutige Weisheit in die Welt durch die Säulen der Heiligtümer, der Tempel, was man heute Kathedralen und Kirchen nennt. Und sie kam von der Priesterschaft, von den Priestern.

Hermes war für die antike Philosophie was Jesus für das Christentum ist: Ihr Licht, ihre Inspiration und natürlich ihr Impuls.

Die ägyptischen Eingeweihten des Tempels der Isis behaupteten daher, dass Hermes eigentlich der Schriftsteller aller Bücher über philosophische und religiöse Themen war, dass die vermeintlichen menschlichen Autoren nur Sekretäre waren, die auf Pergament die Gedanken niederschrieben, die die Götter ihnen ins Bewusstsein einprägten. So ähnlich wie Channeling. In biblischen Begriffen waren sie die Stifte, und Er, der immer bereite Schriftsteller.

Im Laufe seines Lebens – wenn er tatsächlich gelebt hat – soll Hermes Trismegistos tatsächlich 42 Bücher geschrieben haben. Manche sind jedoch wahrscheinlich das Werk der alten ägyptischen Priester, denn in ihrer ganzen Pracht vertraten diese schlangengekrönten Hierophanten die weiseste Gruppe von Philosophen, die jemals auf diesem Planeten gelebt hatte.

Clemens Alexandrinus stellt fest, dass diese hermetischen Bücher in sechs Teile aufgeteilt waren, wovon jeder einen eigenen thematischen Schwerpunkt unter solchen Überschriften wie Astronomie (und seinen unzertrennlichen Begleiter – Astrologie), Medizin, Geographie, die Hymnen an die Götter, und natürlich anderen Titeln hatte.

Während der vergangenen Zeiten wurde Hermes als der Pate der Wissenschaften anerkannt, insbesondere ihrer chemischen und medizinischen Verzweigungen. Und sogar nach der christlichen Zeitrechnung wurden ihm zahlreiche Arbeiten über philosophische und religiöse Themen gewidmet, und zwar ihm allein. Und der allgemeine Begriff „hermetische Kunst“ wurde praktisch auf alle abstrusen Wissenschaften der antiken, mittelalterlichen und modernen Welt angewandt.

„Der Göttliche Pymander“, besser bekannt als „Der Hirte der Menschheit“ und die „Smaragdtafel„, die im Tal von Hebron gefunden wurde, sind die bekanntesten der hermetischen Fragmente.

Als Referenz gebe ich euch das Buch von Manly P. Hall mit dem Titel „The Lost Keys of Freemasonry„.

Und diese zwei Arbeiten sind wahrscheinlich authentisch und enthalten viele Schlüssel zur universellen Wissenschaft des Lebens, wie es von den Mysterien bewahrt wird – nicht unbedingt von mir oder sonst jemanden – von denen Hermes ein Meister war.

Fast alle hermetischen Gedanken waren eine Ausarbeitung des Grundsatzes der Analogie, die im großen hermetischen Axiom enthalten ist – und ich habe euch sehr viel davon erzählt – und ich zitiere wörtlich:

„Das, was oben ist, ist dem gleich, was unten ist. Und das, was unten ist, ist wie zu dem, was oben ist.“

Nun, zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird von fast allen sogenannten hermetischen Schriften gesagt, dass sie verloren seien. Nur ein paar vereinzelte Reste von dem, was eine großartige Sammlung von philosophischen, medizinischen und religiösen Weisheiten gewesen sein muss.

Während des Mittelalters kam ein besonderer Zweig der hermetischen Philosophie – Alchemie – allmählich in den Vordergrund und domierte für mehrere 100 Jahre alle anderen Zweige, und manifestierte sich in den Rosenkreuzern – für diejenigen unter euch, die mit den Themen dieser Sendungen nicht vertraut sind.

Alchemie war die androgyne Muttergesellschaft der Chemie.

Beachtet, ich habe „androgyn“ gesagt. Dieser Elternteil der Chemie, der von ihrem Vater getrennt wurde durch die Spekulationen von Roger Bacon und Baal. Während die Chemie eine Wissenschaft ist, die sich nur mit Mineralien, Medikamenten und Essenzen befasste, meine Damen und Herren, kämpfte die Alchemie mit tiefgreifenderen Elementen der makro- und mikrokosmischen Beziehungen, und hat absolut nichts damit zu tun – nichts – mit dem, was man euch traditionell darüber gelehrt hat.

Die Alchemie hat ihren Ursprung zweifellos in Ägypten; denn dort, denn dort — der alten Legende nach — wurden die Geheimnisse, um unedle Metalle in Gold zu verwandeln und die Lebensdauer des physischen Körpers auf unbestimmte Zeit zu verlängern vom Priesterhandwerk sehr gut verstanden. Doch diese Erklärung ist die exoterische, nicht die esoterische Bedeutung, welche bedeutet, dass es buchstäblich um die Seele ging und nicht um den Körper oder das Metall.

Es ging darum, sich selbst über das Tier zu erhöhen, über die Niedrigkeit der conditio humana, zur Reinheit des Bewusstseins der Seele, und dadurch eine direkte Kommunikation mit Gott.

Alte Aufzeichnungen sagen uns, dass die chaldäischen Weisen wussten, wie sie ihre Körper wiederaufbauten, viele von ihnen lebten über 1000 Jahre lang — und dies ist wieder eine Metapher.

Viele der Prozesse, mit denen dies erreicht wurde, wurde versteckt in den heiligen ägyptischen Ritualen, wie „The Book of Coming Forth By Day„, das E.A. Wallis Budge „The Book of the Dead“ genannt hat. Der korrekte Titel ist „The Book of Coming Forth By Day“, nicht „The Book of the Dead“.

Im Mittelalter, als sich die Religion von der Philosophie abwandte und mit dem blinden Glauben vermählt wurde, gab es eine Renaissance der alchemistischen und hermetischen Künste. Sie wurden wiederbelebt von der Art von Leuten, die Vernunft, Logik und Philosophie forderten, genauso wie Lieder und Gebete.

Die Alchemie gewann zahlreiche Anhänger in Deutschland, Frankreich und England. Die lange ignorierten Werke der arabischen Magier — oder der Magi — genossen breite Popularität und daraus wurde der größte Teil der modernen Astrologie extrahiert. Die alten Philosophien der jüdischen Patriarchen wurden ebenso wiederbelebt und die Kabbala wurde ein universelles Thema der Betrachtung.

Paracelsus, der große Schweizer Arzt (manchmal auch „der zweite Hermes“ genannt), entdeckte zweifelos die alte ägyptische Formel des Steins der Weisen und des Elixier des Lebens wieder und um ihn herum scharte sich eine Clique von mittelalterlichen Philosophen, die heute stark hervorstechen gegen den grauen Hintergrund der mittelalterlichen Kultur. Sie sind in der Tat einige der interessantesten Männer aus dieser Periode der Geschichte.

Im Hintergrund dieser Wiederbelebung des Interesses an altägyptischer Philosophie können wir die Drahtzieher und führenden Hände von drei großen philosophischen Bewegungen finden, die jetzt die Welt beherrschen:

1. Eine ist bekannt als der Orden der Illuminati, repräsentiert durch Muhammad, der Prophet des Islam; Roger Bacon, Vater der Chemie; und Paracelsus, Vater der modernen Medizin. Denkt daran, die Mysterien — oder die Religion des Illuminismus — kam aus dem Nahen Osten, und gehört dadurch genau dorthin, wo sie platziert ist, repräsentiert durch den Propheten Muhammad, der Prophet des Islam. Denn es war vom islamischen Glauben, von dem die Tempelritter die Mysterien aus dem Nahen Osten nach Europa brachten. Es ist eine interessante Tatsache, dass die heutige Gebäude und Schulen von Rudolf Steiner, dem deutschen Mystiker, auf dem Gelände des alten Anwesens von Hohenheim stehen, wo Paracelsus gelebt hat.

2. Der Orden der Freimaurerei, vertreten durch den großen Robert Fludd, ein Meister der Symbolik und der Alchemie, und Elias Ashmole, der einzigartige Philosoph.

3. Die Rosenkreuzer, eine heilige Organisation, die vom geheimnisvollen Vater C.R.C. gegründet wurde, nachdem er aus Arabien zurückkam. Ihr seht, in der mythologischen Stadt Demcar wurde er von arabischen Adepten in Alchemie und Astrologie unterrichtet, laut der Geschichte. Nach ihm kam Sir Francis Bacon, der Reformator des britischen Rechts. Und dann Graf Cagliostro, der erhabene Abenteurer. Und der letzte und größte von allen, der große Compte de St. Germaine, wahrscheinlich der größte politische Reformer der Welt und Feueralchimist, und einer der größten Betrüger, der jemals gelebt hat.

Diese brillianten Köpfe säuerten den Laib der Materialität. Und laut denen, die die Mysterien studieren, hielten sie die Flamme des Hermes während der mittelalterlichen Jahrhunderte der religiösen Intoleranz und Bigotterie am Leben.

Verborgen in der Chemie — die Wissenschaft von Chemikalien und Elementen — entdeckten diese Köpfe das alte ägyptische Arkanum, lange verborgen durch die listigen Priester des Ra und Amon, und später nocheinmal verdeckt durch die große Mysterienschule, bekannt als der Vatikan. Die Alchemie wurde daraufhin die Chemie der Seele. Denn unter dem materiellen Symbol der Chemie war The Mystery of the Coming Forth By Day versteckt.

Nun, diese alten Weisen lehrten, dass die Welt ein großes Laboratorium ist und lebende Elemente die Chemikalien; und dass die Lebensspanne eine Zeitspanne wäre, die dem Geist gegeben wird, in der er mit den großen Gewalten der Natur experimentieren kann; und dass zu den Nachdenklichen die Weisheit kommt aus ihrer Arbeit, während das Leben für die Gedankenlosen nur Torheit und Trauer bereithält.

In diesem großen Laboratorium lernte der Mensch, wie er die lebenden Chemikalien des Denkens, Handelns und Begehrens kombiniert und durch das Erlernen der Wege der Natur er zum Meister der Natur wird.

Laut denen, die daran glauben, wurde er zu einem Gott, während er eigentlich zu einem Mensch wurde. Ihr seht, in den Worten des großen Paracelsus, und ich zitiere:

„Der Anfang von Weisheit ist der Beginn einer übernatürlichen Macht.“

Von all den hermetischen Mysterien ist keines verwirrender als die sogenannte „hermetische Hochzeit“. Eine post-christliche Interpretation eines alten ägyptischen Rituals, angeblich 200 Jahre früher geschrieben, wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter dem Namen „The Chemical Nuptials of Christian Rosencruits“ veröffentlicht. Wenig, wenn überhaupt, konnte entdeckt werden über den Ursprung dieses Buches oder der „Fama Fraternitatis“, die etwa zur gleichen Zeit erschien.

Der erhabene Orden der Rosenkreuzer-Philosophen, der heute als Rosy Cross bekannt ist, wurde sehr zurückhaltend in Bezug auf seine Mitglieder oder ihre Werke. Und sogar heute ist es schwer zu beweisen aus einer streng materiellen Sichtweise heraus, dass der Orden je existierte — es sei denn natürlich, ihr hört The Hour of the Time, denn wir haben es wiederholt bewiesen und Buch, Absatz, Kapitel und Vers daraus zitiert.

Verdeckt unter diesem malerischen Wortlaut der alchemistischen Hochzeit können deutlich eine Reihe von geheimnisvollen Formeln zurückverfolgt werden, bei denen es um die Transmutation von unedlen Metallen zu Gold geht. Und ich habe euch bereits die esoterische Bedeutung davon erklärt.

Die Alchemisten lehrten, dass der Mensch in sich alle Elemente der Natur trägt, sowohl das Menschliche als auch das Göttliche, und dass durch besondere Kultur die Basiselemente seiner Natur in das spirituelle Gold umgewandelt werden können, auch „die Seele“ genannt.

Bei dieser Erörterung macht Paracelsus klar, dass diese Philosophen nicht den Eindruck hinterlassen möchten, dass etwas aus Nichts erschaffen werden könnte, sondern sie betonten die Tatsache, dass jedes einzelne Ding alle anderen Dinge enthält, und dass der alchemistische Prozess der Herstellung von Gold mehr das Kultivieren des Goldkeims ist, der in jeder Grundsubstanz enthalten ist — ihn an die Oberfläche zu bringen, sozusagen — über die Niedrigkeit der menschlichen Natur.

Die moderne Wissenschaft belegt den alchemistischen Standpunkt, indem sie angibt, dass sie erwartet, Gold aus Quecksilber zu extrahieren, indem man das Gold-Elektron herausnimmt oder isoliert, das ein Bestandteil von jedem Quecksilber-Atom ist.

Wenn man die Chemie der menschlichen Beziehungen dafür als Grundlage nimmt, haben wir folgende These über die wahre Herstellung eines Stein der Weisen und das Lebenselixir bereitet, nach den Grundlagen, die von Hermes und der alten ägyptischen Priesterschaft festgelegt wurden. Es ist als die hermetische Anatomie bekannt.

Eine Theorie der natürlichen Schöpfung wurde in der Regel von den Religionen der Welt akzeptiert, mit der möglichen Ausnahme des Christentums. Ihr seht, für die Menschen der Antike war alles in der Natur am Leben. Daher akzeptierten sie den menschlichen Körper als Symbol für das Universum.

Die Hebräer nannten diesen Prototyp „adam-qadmon„, oder, übersetzt, der „ursprüngliche Mensch“ [grand man], in dessen Form alle Dinge erschaffen wurden. Jedes System der Kosmogonie, mit Ausnahme der christlichen, macht aus dem Universum ein lebendiges Wesen.

Statt einem Gott, der von seiner Schöpfung getrennt ist, erdachten die Brahmanen, die Juden, die Perser und die Chinesen einen Gott, der vollständig in seine Schöpfung integriert ist. Sie haben buchstäblicher als die Christen die Idee akzeptiert, dass der Mensch in Gott wohnt, dass er eigentlich in Gott lebt, sich bewegt und sein Dasein hat. Sie nannten diesen Gott „Macroprosopis“ — oder übersetzt, „der Geist des großen Mannes“, oder besser bekannt als „die Seele“. Aus seinem Körper wurde der Makrokosmos geschaffen, der aus Sonnen, Monden, Planeten, Meteoren, Ether, Gasen und den sonstigen Teilen der Schöpfung besteht.

In den skandinavischen Edda wurde das Universum aus dem Körper des Emir geformt, dem Frostkönig.

In Indien wurde das Universum von der Person des Brahma konstruiert, dessen Mitglieder die verschiedenen Körper des sichtbaren Kosmos wurden.

Die Hermetiker sagten daher, Zitat:

„Mensch, erkenne dich. Denn du, wie Gott, bist alle Weisheit, und alle Macht, und der Schatten legt Zeugnis für die Ewigkeit ab.“

Zitat Ende. Ein anonymer Alchimist, der im Mittelalter schrieb, erwähnte, und ich zitiere wieder:

„Gott hat dem Menschen drei Möglichkeiten gegeben, wie er den unendlichen Willen lernen kann: (1) Die Natur, denn in den Sternen, die am Himmel funkeln, in den Planeten in ihrem donnernden Marsch und in der Erde mit ihrer Vielzahl an Gesetzen, sind die Gesetze Gottes verborgen; (2) die Heilige Schrift, die inspirierten Worte der unzähligen Weisen und Heiligen; und (3) die Anatomie, die Struktur unserer eigenen Körper, in denen die Struktur des Universums verborgen ist, denn alle Dinge wurden aus einer Form gemacht.“

Zitat Ende.

Das Elektron, das sein nebulöses Zentrum umrundet gehorcht dem gleichen Gesetz, das Planeten um die Sonne bewegt. Darin sehen wir die Wahrheit des großen hermetischen Axioms:

„Wie oben, so unten. Wie im Kleinen, so im Großen.“

Dies wurde von allen der antiken Philosophen geglaubt.

Die Hermetiker verbrachten viel Zeit damit, den komplizierten Aufbau des Menschen zu studieren und, wie die Brahmanen von Indien, teilten sie ihn in drei große Teile.

In Indien wird diese Dreifaltigkeit „Adeh“, „Buddhi“ und „Manis“ genannt, was wörtlich soviel bedeutet wie „Geist“, „Seele“ und „Körper“. Ihr Trimurti entspricht der Trinität der Christlichen Theologie. Jeder dieser drei wesentlichen Teile eines Gottes, eines Menschen oder eines Universums wurde einzeln personifiziert.

„Adeh“, oder der Geist, wurde „die göttliche Ursache“ oder „der Vater“ genannt.

„Manis“, oder die Materie, wurde „die göttliche Kraft“ genannt, was in Indien als „Shiva“ und im Christentum als „der Heilige Geist“ bekannt ist. Zwischen diesen zwei stand „Buddhi“, der Mediator, der Gott-Mensch, der Merkur der Lateiner, der Götterbote. Von manchen wird dieser Vermittler als Synonym für die Seele betrachtet. Von anderen wird er „Geist“ genannt, weil der Geist die Vereinigung zwischen Leben und dem Gefühl für Energie und Tod und dem Gefühl der Trägheit ist. Und für die Heiden und Hermetiker waren alle Dinge in der Natur, die Ether, die Luft, Mineralien und sogar die Erde selbst mit Intelligenz, Bewusstsein und Gefühl ausgestattet.

Alles war verbunden und führte zu dem, was ihr heute von der New Age-Bewegung kennt, das Gaia-Prinzip.

Die Adeh-Buddhi-Manis Verfassung des Menschen, wie es von den Alchemisten in der Symbolik des Stein der Weisen und seinen drei wichtigen Bestandteilen repräsentiert wird: Salz, Schwefel und Quecksilber.

Laut der Alchemie ist Salz die Substanz aller Dinge. Es ist der Körper, die Form, die dichten kristallinen Teilchen, aus denen alle physikalischen Dinge hergestellt sind.

Schwefel ist symbolisch für Feuer, den göttlichen Stoff. Feuer wird von den Hermetikern als das Leben aller Dinge definiert und ist das „Adeh“ des Trimurti der Brahmanen.

Quecksilber, das universelle Lösungsmittel, steht für „Buddhi“, den Geist, das Ding, dass alle Erfahrung in sich aufnimmt, die Verbindung zwischen Gott und Natur.

Und jetzt beginnt ihr vielleicht zu verstehen, wie all diese esoterischen Gedanken, die Religion der Mysterien, hinter Symbolik versteckt werden können.

Diejenigen von euch, die ein Buch über Alchemisten im Mittelalter lesen, hätten tatsächlich geglaubt, dass sie versuchten, aus Blei Gold herzustellen. Und ihr hättet die exoterische Interpretation erhalten, die die wahre esoterische Bedeutung des Verses verbirgt, oder wieder verschleiert.

Und wir sind noch nicht fertig.

Bevor diese Stunde um ist, werdet ihr absolut und total erstaunt sein, denn ich habe gerade erst begonnen.

All die großen Retter der Welt, so scheint es, sind als Personifikationen des Buddhi gekommen, wie ich gerade seine Bedeutung erklärt habe. Oder als universelle Mediator.

Wie der indische Vishnu, haben sie versucht, Gott und Mensch näher zusammenzubringen, ob als Christus, Prometheus, Zoroaster, Krishna oder Buddha, sie kamen als Zeuge des Vaters und, da sie als Menschen gemacht waren, die mit dem Geist Gottes erfüllt waren, wurden sie zu Personifikationen des universellen Lösungsmittels, repräsentiert durch Quecksilber.

Die Hermetiker hielten den Menschen schon immer für androgyn. Und sie erschufen den Gott, Hermaphroditos, um die Dualität aller lebenden Dinge zu repräsentieren.

Dieses Wort stammt von „Hermes“ ab, Feuer oder Vitalität, und Aphrodite, die Göttin des Wassers. Das große hermetische und alchemistische Sprichwort ging so, Zitat:

„Mach das Feuer, dass es im Wasser brennt und das Wasser, dass es das Feuer nährt. Darin liegt große Weisheit.“

Zitat Ende.

Es war das Ziel des Verschüttens des geschmolzenen Meeres.

Es ist das Ziel der Mysterien, das Feuer mit dem Wasser zu versöhnen: Der Konflikt zwischen Gott und Luzifer.

Beginnt ihr, zu verstehen? In diesen Metaphern sind tiefe Bedeutungen enthalten.

Der Öffentlichkeit wurde eine Bedeutung gegeben. Der Priesterschaft wurde die Wahrheit gegeben.

Die alten Rosenkreuzer lehrten, dass das ewig Weibliche nicht aus der Natur des Mannes extrahiert wurde, wie Moses uns glauben machen wollte; sondern sie wurde vielmehr der gegenüberliegenden Seite der eigenen Natur dienstbar gemacht. Denn ihr seht, sie glaubten, dass jedes Geschöpf im Wesentlichen weiblich und männlich war. Aber aus Gründen, die wir später besprechen werden, manifestiert sich nur eine Phase dieser Natur zu einem Zeitpunkt.

Durch Feuer, lehrten diese Philosophen, dass es nur eine Lebenskraft im menschlichen Körper gibt; dass er im wesentlichen seine Nahrung mit der gleichen Energie verdaut, mit der er dachte, und dass er sich mit den gleichen Kräften fortpflanzt, die er bei körperlicher Bewegung benutzte. Von dieser personifizierten Kraft wird gesagt, dass sie der Erbauer des ewigen Tempels ist. Sie wurde zum Hiram Abif der Freimaurerei, der Erbauer des ewigen Tempels.

In Ägypten wurde diese Kraft durch eine Schlange symbolisiert, und es ist bemerkenswert, dass im alten Hebräisch, die Worte „Schlange“ und „Retter“ synonym sind. Und das sollte für viele von euch da draußen eine große Offenbarung sein.

Nun, denkt daran, ich verlange nicht, dass ihr irgendwas davon glaubt. Ich enthülle nur die esoterische Bedeutung hinter den Geschichten, die ihr in eurer Ausbildung, auf der Universität, im Privatleben, in Filmen, euer ganzes Leben gehört und gelesen habt. Und ja, sogar in euren Kirchen.

Im alten Hebräisch sind „Schlange“ und „Retter“ gleichbedeutend.

In den Strophen von Diezen (sp?), ein altes tibetisches Fragment, wird darauf hingewiesen, dass zu einer Zeit ein Schlangenregen auf die Erde niederging. Nun, dies wird esoterisch verstanden um das Kommen der großen Weltlehrer zu repräsentieren, die schon lange „Schlangen“ oder „das Geschenk der Intelligenz an den Menschen“ durch Luzifer durch seinen Agenten, Satan, genannt wurden.

Ihr seht, die Basis all dieser esoterischen Mysterien-Religionen ist die luziferische Philosophie.

Der Retter der Atzeken und Inkas wurde „Quetzalcoatl“ genannt, und dieser Name bedeutet „gefiederte Schlange“. Von den Schlangen-Königen aus Ägypten bis zu den gefiederten Schlangen aus Tibet, die Schlange ist symbolisch für Lebenskraft-Energien des menschlichen Körpers und ist, in der Tat, eine Metapher für den Intellekt, Wissen, Gnosis.

Moses erhob die eherne Schlange [brazen serpent] in der Wüste und alle, die auf sie starrten, lebten. Diejenigen, die Erkenntnisse gewannen, die gelernt haben, überlebten. Diejenigen, die das nicht taten, wurden vernichtet.

Christus, den sie die „wiedergeborene Schlange“ nannten, sagte, Zitat:

„… und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ [Johannes, 12:32; Schlachter2000]

Zitat Ende. Das Gleichnis, Leute, ist offensichtlich, und doch werden es nur wenige je verstehen. Für die Menschen der Antike war der Zauberstab der Wirbelkanal. Durch diesen Kanal fließt eine heilige Flüssigkeit, die sie in jenen Tagen „Feueröl“ nannten.

Denkt daran, dies sind die Philosophen des Feuers.

Im griechischen, „Christos“, der „Retter“ oder „Heiland der Dinge“. Und „christos“ sind jene, die daran glaubten und wurden „Christen“ genannt, lange vor der Geburt des Christus.

Im griechischen, „Christos“, der „Retter“ oder „Heiland der Dinge“.

Dieser gleiche Gedanke wurde für die Freimaurerei erhalten unter der Überschrift „das Mark des Knochen“.

Die hermetischen Philosophen erkannten diese Essenz im Menschen als ein Destillat des universellen Lebens, abgeleitet aus der Atmosphäre, dem Sonnenlicht, den Strahlen der Sterne und aus der Nahrung.

Diese universelle Lebenskraft, der sich alle lebenden Dinge bedienen, ist wahrscheinlich der Ursprung der Mythen um die Götter, die für die Menschheit starben. Es ist unzweifelhaft der Ursprung des letzten Abendmahls, denn der Mensch erhält sich ewig in Körper und Blut vom Geist dieser universellen Energie — laut denen, die den Mysterien folgen.

Wenn diese Energie, die durch die Leitung der Wirbelsäule verläuft, aus den verschiedenen Teilen des Körpers entleert wird, liegt es nahe, dass die Abfälle letztlich zu Not führen.

Sie wussten — oder sie dachten sie wussten — dass es sehr unerwünscht war, schwer nachzudenken direkt nach dem Essen. So wie sie euch auch heute erzählen, „Geht nicht direkt nach dem Essen schwimmen“, denn in solchen Zeiten verdauen die Lebensenergien Nahrung und können nicht sicher in andere Kanäle umgeleitet werden. Die Ermahnung, dass man direkt nach dem Essen nicht schwimmen gehen soll, ist ein übriggebliebenes Erbe dieser Überzeugung.

Analog dazu ist die Einpünktigkeit die Basis für Erfolg, denn wenn die körperlichen Energien gegeneinander gerichet sind, können sie ihre richtigen Funktionen nicht ausfüllen. Die Menschen der Antike, seht ihr, lehrten, dass das normale Individuum zwei verschiedene Möglichkeiten des Ausdrucks haben: die erste mental und spirituell; die zweite emotional und physisch.

Die geistigen Fähigkeiten waren strahlend, kraftvoll, dominant und stark — aber oft grausam und zynisch. Der Geist wurde der positive Pol der Seele genannt, während das Herz der negative Pol genannt wurde. Und uns wurde gelehrt, dass sich der Geist selbst durch den Verstand ausdrückt; die Seele und der Körper durch das Herz.

Die Alchemisten der Antike nannten den Geist „die Sonne“, und das Herz „den Mond“, denn für sie waren Stärke, Vernunft und Logik männliche, väterliche Sonnenkräfte; während Liebe, Schönheit, Intuition und Freundlichkeit weibliche, mütterliche Mondqualitäten waren, die das reine Licht ihres Meisters reflektieren. So wie der Mond das Licht der Sonne reflektiert, reflektieren Liebe, Schönheit, Intuition und Freundlichkeit die Dominanz der Stärke, der Vernunft und der Logik.

Nun, dies wird wahrscheinlich klarmachen, warum Gold und Silber in die großen alchemistischen Unternehmen vermengt werden mussten, denn das Gold und Silber der Alchemisten waren nicht tote Metalle, sondern lebendige Qualitäten im menschlichen Leben.

Die Hochzeit von Sonne und Mond war daher eine Hochzeit des Geistes und des Herzens, oder den zwei Hälften von jeder Natur. Es war die Vereinigung von Stärke und Schönheit, mit Inspiration; und im größeren Sinne, die Vereinigung zwischen Wissenschaft und Theologie, oder Gott mit der Natur.

Die Dringlichkeit dieser Allianz ist in der heutigen Welt offensichtlich, wo Kälte, Intellektualismus und Kommerz die feineren Gefühle der Freundlichkeit und Nächstenliebe brauchen, um ihre Herzlosigkeit zu überwinden.

Auf der anderen Seite brauchen Fanatismus, blinder Glaube und unbeherrschte Emotionalität die starke Hand der Logik und der Vernunft, um sie von den Felsen des Wahnsinns und des Todes wegzusteuern.

Perfektes Gleichgewicht in der menschlichen Natur wird sehr, sehr selten gefunden. Tatsächlich ist es in der Natur die größte Seltenheit. Eine Person jedoch mit dieser perfekt ausgewogenen Sicht ist der lebendige Stein der Weisen, denn er hat die Kraft mit Güte abgestimmt und die Gerechtigkeit mit Barmherzigkeit gehärtet.

Die Hermetische Anatomie lehrt, dass es zwei kleine Körper im Gehirn gibt, die mit dem lebenden „Yin“ und „Yang“ aus China identifiziert werden — oder dem Positiven und dem Negativen, dem Männlichen und dem Weiblichen. In der gleichen Weise hat jede Person eine maskuline und eine feminine Natur; und nie finden wir diese beiden völlig voneinander gelöst.

Es kann sein, dass uns die ost-indische Philosophie das beste Licht auf dieses verwirrende Thema wirft — Achtung, Wortspiel — denn sowohl die Hindus und die Alchemisten sind sich einig, dass der Geist, wie Gott, androgyn ist, und sowohl Vater als auch Mutter ist. Und, habt Geduld mit mir, es heißt in Genesis, Zitat:

„… Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, …; als Mann und Frau schuf er sie.“ [Genesis 1:27; Schlachter2000]

Zitat Ende. Also, wenn die Schöpfung einzigartig in der Schöpfung ist, dann gibt es zwei. Hört nochmal zu und hört genau hin.

„… Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, …; als Mann und Frau schuf er sie.“ [Genesis 1:27; Schlachter2000]

Wir würden daraus schließen, dass Gott sowohl männlich als auch weiblich ist. Und in der Tat, wenn das Männliche und das Weibliche beides von Gott kommt, dann muss dies wahr sein, da Gott alle Dinge ist. Alle Dinge gingen von Gott aus und von nichts anderem.

Und da der Geist des Menschen von Gott ist, muss er an der androgynen Natur seines Elternteils teilhaben. Und im Einklang mit den östlichen Weisen existiert das Geschlecht nicht mehr im Geist als in einem Embryo vor dem dritten Monat des vorgeburtlichen Lebens.

Ihr seht, das Geschlecht ist eine Polarisierung des Körpers, eine Manifestation des Geistes. Der Fötus kann bis zu einem Zeitpunkt in seiner Entwicklung in beide Richtungen gehen, er kann weiblich oder männlich sein. Und alle Föten sind bis zu diesem Zeitpunkt genau gleich in ihrer Anatomie. Aber der Keim des Lebens selbst ist in der Lage, sowohl die positiven als auch die negativen Strahlen zu projizieren.

Wir werden also in ein noch verwirrenderes Problem verwickelt, nämlich: Was regelt das Geschlecht, welches ein Tier während seines Lebens manifestiert?

Nun, viele Leute werden euch viele verschiedene Dinge sagen. Die Philosophen der Antike würden sich an die östlichen Weisen wenden und diese würden sagen: „Evolution ist die Kontinuität von Form, die in Zyklen erscheint und sich allmählich aus einer einzelnen Zelle zu einem komplexen Organismus entfaltet.“

Wenn sich eine Form weiterentwickelt, ist es nicht absurd, anzunehmen, dass sich auch die Ursache dieser Form weiterentwickelt.

Die orientalische Philosophie löst eines der größten Probleme der westlichen Welt durch das Gesetz der Reinkarnation — etwas, was noch nie von jemandem bewiesen worden ist, und an seinen Ursprung an einem Punkt der indischen Geschichte zurückverfolgt werden kann, wo die Armen die reichen Herrscher mit Rebellion bedrohten, und plötzlich tauchte diese Theorie der Reinkarnation auf, um die armen, unteren Klassen an ihrem Platz zu halten.

Ich habe jetzt keine Zeit, näher darauf einzugehen.

Diese Doktrin — die vom christlichen Glauben im Jahr 553 n.Chr. vom Konzil von Konstantinopel entfernt wurde — lehrte, dass der Geist, oder das Leben, unsterblich ist; dass er nicht nur einmal in die grobe Materie hinabfährt, sondern viele Male, um letztlich die Perfektion zu erreichen, die kein lebendes Wesen durch einmaliges Erscheinen erreicht hat.

Sagen sie.

Nocheinmal, ihr müsst verstehen, nichts davon wurde jemals als wahr bewiesen. Auf der anderen Seite kann auch niemand beweisen, dass es falsch ist.

Diese Doktrin lehrt auch, dass das Bewusstsein, da es in eine Form herabsteigt, nicht immer im gleichen Geschlecht erscheint, sondern abwechselnd, zuerst in einem männlichen Körper erscheint und dann in einem weiblichen, und auf diese Weise entwickeln sich beide Seiten der Natur symmetrisch.

Nun, wenn ihr diese Doktrin akzeptiert, wird sie weit in die Richtung der Lösung einer Reihe von Problemen die Vererbung und die sogenannte Ungerechtigkeit und Ungleichheit der Welt betreffend gehen. Sogar ohne sie kann die Hermetik noch auskommen. Doch mit ihrer Hilfe werden die alchemistischen Philosophien weit klarer.

Und ihr habt natürlich die Option, sie geradewegs zurückzuweisen.

Die alte Weisheit lehrt, dass der Kreis der schöpferischen Kräfte im menschlichen Körper in der heutigen Zeit unterbrochen ist. Eine Ende dieses unterbrochenen Kreises ist im Gehirn, wo es die Macht oder Vitalität liefert, die die Grundlage der Gehirnfunktionen ist. Das andere Ende dieses Kreises liegt im generativen System, wo es die Mittel zur Reproduktion der Spezies liefert.

Zu einer Zeit in der fernen Geschichte war der Mensch eine komplette schöpferische Einheit in sich selbst — sagen sie –, die in der Lage ist, seine Spezies zu zeugen wie bestimmte niedrige Ordnungen von Tieren heute. Und wenn ihr an die Evolutionstheorie glaubt, dann könnte das stimmen. Es gibt jedoch nicht den geringsten Beweis dafür. Es gibt in der Tat keinen Beweis dafür, dass die Evolutionstheorie stimmt.

Zu dieser Zeit jedoch, als diese Philosophien Früchte trugen, und zu der Zeit, als der Mensch existierte — sagen sie — in diesem Zustand, dass er keinen Geist hatte. Der Mythologie zufolge gab ihm das Erheben der ehernen Schlange daher den Geist — denkt an das Geschenk des Intellekts durch Satan im Garten Eden — aber durchbrach den schöpferischen Kreislauf.

Im männlichen Geschlecht ist der positive Pol der Lebenskraft das Gehirn. Der negative Pol wird aus Gründen der Fortpflanzung verwendet.

Im weiblichen Geschlecht ist der negative Pol das Gehirn und der postive Pol wird aus Gründen der Fortpflanzung verwendet.

Und nochmal, dies ist der Glauben von jenen, die der hermetischen Philosophie folgen.

Als direkte Folge dieser Bedingung — die vorübergehend aufrechterhalten wird, damit der Mensch denkt und seine höhere Natur entwickelt und zur gleichen Zeit die Gelegenheit für andere Leben bietet, sich zu manifestieren — wurde die Institution der Ehe errichtet.

Ich wette, ihr dachtet, dass ich nie dort ankommen würde, oder?

Die Heirat, Leute, ist daher das hermetische Symbol für die ultimative Wiedervereinigung der beiden Hälften der individuellen Natur, wenn nach wiederholten Erscheinungen und Verbindungen das Gleichgewicht zwischen diesen beiden maskulinen und femininen Qualitäten hergestellt wird.

Ihr seht, der Ehering war entsprechend symbolisch für den goldenen Ring des Geistesfeuer, das die geistige und materielle Natur eines jeden Einzelnen verbindet. Und diese Überzeugungen, und diese Hochzeiten, und dieser Ring existierten lange bevor das Christentum auch nur im entferntesten Gedanken eines menschlichen Geists auf dieser Erde war.

Letzlich werden die gegenwärtigen Verfahren zur Reproduktion abgeschafft werden — sagen sie — und beide Hälften des Geistesfeuer werden wieder im Gehirn sein. Eine davon findet jetzt seine Polarität in der Hypophyse und die andere in der Zirbeldrüse. Diese zwei kleinen Hormondrüsen wurden von den Menschen der Antike als Organe von großer Bedeutung erkannt, während die moderne Wissenschaft vor einem Rätsel steht.

Die alte Weisheit lehrt, dass die Zirbeldrüse das ursprüngliche Organ der Vision war, nämlich das dritte Auge, in Sanskrit auch „dangma“ oder „das Auge des Shiva“ genannt. Es ist das Allsehende Auge der Freimaurer und die Bedeutung des Wortes „Buddha“. Und wenn es seinen Funken mit der Hypophyse vereint, vereinigt diese Drüse den unterbrochenen Kreis, und vollzieht so die hermetische Hochzeit, wodurch, durch eine unbeflekte Empfängnis im Gehirn, das große Licht, der Glänzende, Luzifer, als leuchtender Funke im dritten Ventrikel geboren wird, was die Kammer des Meister-Freimaurers im Alten und Angenommenen Ritus ist.

Heute suchen die Schüler der alten Weisheit danach, sich für diese eigentümliche Arbeit vorzubereiten. Die hermetische Hochzeit ist daher eine individuelle Angelegenheit, die die Verwirklichung der einzelnen Vollständigkeit beinhaltet, und erfordert vom Aspiranten eine aufrichtige Anstrengung um ausgeglichen, bei Verstand und konsequent zu sein bei allem, was er tut.

In den alchemistischen Retorten und Fläschchen erkennen wir die Drüsen und Organe eines Menschen; und in den Chemikalien die Essenzen und Kräfte, die durch unseren Körper gehen. Mit diesen muss das individuelle Bewusstsein arbeiten, bis es in der Lage ist sie zu der vollkommenen Formel zu kombinieren.

Und jetzt, Walt Disney.

Welches Kind wächst nicht im Märchenland auf, was sich vom ersten Schimmer des Verständnisses zu der Zeit ausdehnt, wenn die grimmige Realität der Reife diese Traumwelt auseinanderreißt und sie mit Hoffnungslosigkeit und Verzeiflung ersetzt?

Herzen werden auf dem ganzen Weg durch diesen tragischen Prunk der Existenz gebrochen: Der Verlust der Unschuld. Aber das Herz wird das erste Mal dabei gebrochen, wenn die Märchengeschichten und ihre wundervollen kleinen Personen aufgegeben werden, und diese schönen Wesen, mit denen wir die Welt unserer Fantasien bevölkert haben, den Weg freimachen für herzlose menschliche Kreaturen der realen Existenz.

Der Mensch zerstört nicht nur gedankenlos die Träume der anderen, sondern macht seine eigene Welt zum Alptraum und bevölkert sie mit Kobolden, Selbstsucht und Egoismus.

Die Feen der Kindheit sind immer wohlwollend, freundlich, hilfsbereit, dienen den Armen in der Not, verwandeln Unrecht zu Recht und machen viele schöne Dinge; während die Realitäten des späteren Lebens in der Regel böswillig und voller Elend sind, die die Feen der Kindheit zu heilen versuchten mit silbernen Zauberstäben und Regenbogenträumen.

Und hier gibt es eine doppelte Bedeutung. Wie in den Lehren der Mysterien und den Märchen gibt es eine exoterische und eine esoterische Bedeutung.

Walt Disney, ein 33. Grad Freimaurer des Schottischen Ritus, ein sehr berühmter Anglophiler, ein Priester der Mysterienreligion von Babylon, lehrte diese esoterische Bedeutung euren Kinder, schon ihr ganzes Leben lang.

Warum können wir uns im großen Spiel des Lebens nicht einiges der Schönheit und Romantik des Märchenlandes bewahren?

Das ist es, was ihr seht. Die Welt der Elfen, Gnome und guten Feen in einem Walt Disney-Film ist genauso real in der Kindheit wie das mühsame, kommerzielle System im späteren Leben.

Ihr seht, die Wirtschaft würde keinen Schaden erleiden, noch würden Standards zusammenbrechen, wenn Träume weitergeführt werden würden und dem Menschen beigebracht wird, wie er solide Fundamente unter seine Luftschlösser bauen kann; denn menschliche Wesen sind immer Kinder im Herzen. Denn auch sie, die Eltern, sehen diese Filme und genießen sie.

Ein Mensch wird alt, aber er wird nicht erwachsen. Wie Peter Pan ist er ein Kind von der Wiege bis zur Bahre. Das Leben hat für die durchschnittliche Person einen Mangel an Schönheit oder Süße, womit sie die elende Schinderei der modernen Dinge bekämpfen kann und daher können diese esoterischen Lehren auf einen empfänglichen Geist treffen. Und hier und dort lebt man sein ganzes Leben in einem Märchenland der Poesie, der Kunst oder Musik, und kann als Träumer bezeichnet werden.

Aber im Fall von Disney ist es eine Botschaft, eine Einimpfung — eine Gehirnwäsche, wenn man so will.

Denn wird irgendein Kind je Aschenputtel vergessen und ihren wundervollen Glasschuh; wie sie den schönen Prinzen getroffen und für sich gewonnen hat während ihre neidischen Schwestern und ihre Stiefmutter vor Wut mit den Zähnen knirschten? Die Geschichte ist ein Teil der Kindheit.

Aber im Lauf der Jahre wird das arme kleine Aschenputtel vergessen. Die Stoffpuppen werden in die Ecke geworfen. Die Spielzeug-Blöcke werden mit Staub überzogen. Denn die Traumwelt der Kindheit verblasst im Geiste. Und kleine wuselige Füße, die einmal hin und her rannten, machten Platz für langsame, unsichere Schritte.

Doch die Romanze findet einen anderen Rahmen. Der Märchenprinz wird zum Cola-Light-Mann oder zu einem Laufburschen in einem Geschäft der Innenstadt, während die schöne Prinzessin Bänder in einem kleinen Dorfladen verkauft.

Die Leben der Menschen sind in Wirklichkeit Märchen, in denen sie die Komödien und Tragödien des Lebens ausspielen, heute auf der Suche nach etwas, das den Platz der zerstörten Träume von gestern einnehmen soll. Und so genießen sie diese Filme und saugen sie auf, denn sie sind ein Gegenstück ihrer Natur.

Die Welt um uns herum ist voll von hässlichen Schwiegermüttern und Halb-Schwestern, die keine Glasschuhe anziehen können.

Erinnert ihr euch an die Schöne und das Biest, wie, trotz der Zauberei, die den schönen Prinzen in ein schreckliches Monster verwandelte, das Kommen der Schönheit sein Leben wieder herstellte in die menschliche Form und Glück?

Durch den Mangel an Schönheit in ihrem eigenen Herzen wurden viele Individuen zu einem schrecklichen, abschäulichen Biest, zwar noch in menschlicher Gestalt, aber mit allen Attributen eines wilden Tieres.

Wie so oft, ist es das Gefühl der Schönheit, das erlöst? Die Schönheit der Seele und die Schönheit des Lebens bringt dem Biest sein Glück zurück. Die ganze Welt ist eine Romanze von der Schönen und dem Biest.

Wir sehen es auf dem Schlachtfeld in Flandern, wo Blumen in den Schatten der Schützengräben sprießen.

In der Natur sehen wir immer, wie das Schöne das Biest erlöst. Draußen im Wald: die dunklen, toten Bäume, hager und kahl. Durch die Natur, mit ihrem Zauberstab, bedeckt sie die Bäume mit Ranken und schmückt ihre hageren Gliedmaßen mit Mäntel von Blumen.

Habt ihr die Geschichte von Dornröschen gelesen? Wenn nicht, geht direkt zur Bibliothek und besucht das Kinderzimmer. Setzt euch in diese kleinen Sessel, nur ein paar Zentimeter über dem Boden. Holt das Buch raus mit seinen farbigen Bildern und abgegriffenen Seiten und geht mit dem Prinzen in den großen Wald voller Nesseln und Dornen, die den Palast der schönen Prinzessin umgeben.

Die Prinzessin ist unter einem Bann, der verursacht, dass sie schläft, bis sie von einem schönen Prinzen geweckt wird, der durch all die Hindernisse im Leben geht, um sie für sich zu beanspruchen.

Die Seele.

Die Paarung.

Die Zusammenführung des Männlichen und des Weiblichen, nachdem man die Grade passiert hat, die Prüfungen, die Wirrungen der Einweihung in die Mysterien.

Und ich könnte weiter und weiter und weiter und weiter machen, meine Damen und Herren. Aber leider sind wir mit der Zeit am Ende.

Gute Nacht. Gott segne euch alle … und denkt an die magische Lampe von Aladdin: die Lampe der Erleuchtung.

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Bill Cooper’s Mystery Babylon II [Deutsch] Webübersicht


Bill Cooper’s Mystery Babylon II Download [Deutsch, 231 Seiten, 1,2 MB]

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6 Antworten zu Mystery Babylon II (Bill Cooper) – 04 – Die hermetische Hochzeit

  1. Ben schreibt:

    Da wiederspricht sich der Liebe Herr Cooper

    „1. Eine ist bekannt als der Orden der Illuminati, repräsentiert durch Muhammad, der Prophet des Islam; Roger Bacon, Vater der Chemie; und Paracelsus, Vater der modernen Medizin. Denkt daran, die Mysterien — oder die Religion des Illuminismus — kam aus dem Nahen Osten, und gehört dadurch genau dorthin, wo sie platziert ist, repräsentiert durch den Propheten Muhammad, der Prophet des Islam. Denn es war vom islamischen Glauben, von dem die Tempelritter die Mysterien aus dem Nahen Osten nach Europa brachten. Es ist eine interessante Tatsache, dass die heutige Gebäude und Schulen von Rudolf Steiner, dem deutschen Mystiker, auf dem Gelände des alten Anwesens von Hohenheim stehen, wo Paracelsus gelebt hat.“

    „Die Illuminati repräsentiert durch Muhammad“?? Sagte das Wirklich Herr Cooper??
    Die Assasisen wahren ein zweig der Ismailiten (Schia). Nun bin erstaunt warum das William Cooper sagte, da er selber über die Tempeleritter einige sendungen gehalten hatte und über die Ismailitet. Nun denke das er da ein Fehler gemacht hatte, er ist ja auch nur ein Mensch.
    Die haben nichts mit dem Koran zutun.
    Ist wie wenn man alle Juden mit der Kabbala vergleicht.

    Der gründer des Monotheismus wahr Abrahmam. Es gibt ein Buch , „Das Buch Abraham.“
    Bevor die Juden die Tora erhielten und die Welt den Koran, wurde dort der Sündenfall beschrieben und die Götzen des Babylons und Ägypten.

    Danke für die Übersetzung.

    • viefag schreibt:

      Möglich, dass sich Cooper hier vielleicht ein wenig aus dem Fenster lehnt, aber er vergleicht ja nicht alle Moslems mit dem Illuminismus. Er führt die Ursprünge davon auf den Propheten der Moslems, Mohammed, zurück. Auf Wikipedia findet man bei Mohammed folgendes:

      Neben seinem Selbstverständnis, Prophet und Gesandter Gottes zu sein, bemühte sich Mohammed auch, die in seiner unmittelbaren Umgebung ansässigen und miteinander rivalisierenden Araberstämme zu vereinigen und sie in einer Gemeinschaft der Muslime (umma) unter seiner Führung – auch mit Gewalt – zu integrieren. Wie zerbrechlich das von ihm hinterlassene Staatsgebilde jedoch war, zeigte sich unmittelbar nach seinem Tode.

      Er hat also versucht mit Gewalt ein großes Reich unter seiner Führung zu schaffen. Die Assassinen waren nicht nur ein Teil der Ismailiten, sie sind es immer noch, laut Wikipedia, nur heißen sie jetzt Nizaris. Deren letzten beiden Imame haben auch einige Auszeichnungen der westlichen Welt, insbesondere der englischen Krone bekommen und wurden von ihr zum Ritter geschlagen.

      Ich hab mal irgendwo gelesen, dass Echnaton der Gründer des Monotheismus war.

      Aber wie Cooper schon sagte:

      Niemand war in diesen alten Tagen anwesend, der erzählen könnte, wer wen getötet hat, oder was etwas bedeutet, oder wer von wem abstammt.

      Peace

  2. dee schreibt:

    Hallo viefag,
    vielen Dank für deine Übersetzungen.

    Ich bin erst vor wenigen Tagen auf Bill Cooper gestoßen und entdecke gerade seine Arbeit.
    Ich freue mich über diese Seite (deine Übersetzungen).
    Könntest du mir bitte mitteilen, wie man die Aussagen bezgl. Walt Disney zu verstehen hat?

    Heißt es also, dass diese Geschichten manipulativ auf das Unterbewußtsein wirken sollen,
    damit der Mensch sich an bestimmte Glaubensinhalte von Kind auf bindet?

    Viele Märchen wurden aber nicht von Disney erdacht, sondern sind tradierte Volkssagen, Erzählungen, … so dachte ich immer.

    Wie gesagt, ich finde gerade erst das Material und freue mich über Hilfestellung.

    Du scheinst dich ja bereits einige Jahre mit dem Thema zu befassen.

    Freue mich über Antwort – Danke.
    Dee

    • viefag schreibt:

      Ja, so ungefähr. Viele der von Disney verfilmten Märchen gab es schon lange bevor es Walt Disney gab. Ich denke, die Hauptaufgabe von Disney war/ist, die Kinder und Jugendlichen auf die kommende Neue Weltordnung mental vorzubereiten (durch Gehirnwäsche). Aber auch die alten Sagen und Märchen müssen ja irgendwo her kommen, durchaus möglich, dass viele davon direkt aus dem Herzen der Mysterien kommen. Auch wenn Disney „nur“ vorhandene Märchen verfilmt, so kommt es immer darauf an, wie er es tut. (Häufig ist der Schriftzug „SEX“ eingebaut oder Phallus-Symbole versteckt.)

      Falls du es nicht schon getan hast, lies dir Bill Coopers Analyse vom König der Löwen durch.

      Als 33. Grad Hochgradfreimaurer und Top-Level Illuminist hat Walt Disney ein gigantisches Medienimperium aufgebaut. Laut Bill Cooper war auch bei jedem Meeting zu den Mondlandungsvorbereitungen immer ein Vertreter des Disney-Konzerns anwesend. Eventuell hat Disney die Filmstudios für Stanley Kubrick bereitgestellt?

      Hier noch ein paar Links zu Disney:
      The Walt Disney Agenda
      Walt Disneys Okkulte Verführung
      Walt Disney Inc.
      Walt Disney’s Illluminati Signature
      YOUTUBE: Walt Disney was a 33 degree Mason and a pervert!

      Die Mystery Babylon Serie von Bill Cooper ist eigentlich ein Muss für ein tieferes Verständnis in die Mysterien.

      lg,
      viefag

  3. dee schreibt:

    Hallo viefag,
    Besten Dank für deine ausführliche Antwort.
    Gruß Dee

  4. Pingback: Mystery Babylon II (Bill Cooper) – 04 – Die hermetische Hochzeit

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