Mystery Babylon II (Bill Cooper) – 17 – Jesus – Das Paradoxon des Christentums


HOTT_MB2_17(#511) 23.12.1994

Ich bin William Cooper.

[Pooh]: Und ich bin Pooh. Frohe Weihnachten an alle kleinen Jungs und Mädchen überall.

[WC]: Meine Damen und Herren, die heutige Sendung ist zu Ehren der Geburt von Jesus Christus vor etwa 2000 Jahren. Im Einklang mit dem Zweck unserer Sendereihe werden wir die vielen verschiedenen Facetten der Abschnitte seines Lebens betrachten. Und wir werden sie in einer Art und Weise präsentieren, dass es ganz egal ist, wie euer Glaube über diesen Mann ist, an den man sich wohl in der Geschichte der Welt am meisten erinnert. Denn von allen Errungenschaften des Julius Caesar sind heute nur noch sehr wenige von Bedeutung. Allerdings hat Jesus Christus der Welt eine Gegensätzlichkeit präsentiert. Für die, die in lieben, ist er der Erlöser. Für die Kirchen, die Millionen von Menschen das Geld aus der Tasche ziehen, ist er eine Quelle des unbegrenzten Einkommens. Für die, die ihn hassen, ist er die Anstiftung eines konstanten Aufruhrs. Und während dieser Mann Liebe, Frieden und Verständnis predigte, wurden mehr Männer und Frauen in der Geschichte der Welt in seinem Namen getötet und ermordet, als für irgendetwas sonst in der Geschichte. Wenn er heute am Leben wäre, würde ich für meinen Teil nicht glauben, dass er auch nur irgendeine dieser organisierten Institutionen akzeptieren würde, die sich christliche Kirchen nennen. Tatsächlich glaube ich, dass er sie vertreiben würde. Ich glaube er würde alle, die in seinem Namen verletzt, gefoltert und gemordet haben, verurteilen. Ich glaube, dass er heute Abend ein paar Dinge zu sagen hätte, die in dieser Sendung reflektiert werden, und ich denke, wenn ihr genau zuhört, dann werdet ihr verstehen, warum ich behaupte, dass nicht viele von jenen, die sich Christen nennen, tatsächlich welche sind. Denn Jesus Christus akzeptierte alle, die zu ihm gekommen sind. Er hat niemanden zurückgewiesen. Und er wurde öfter inmitten der Armen, Zurückgewiesenen, Kriminellen und Prostituierten gefunden als bei jeder anderen Klasse von Menschen.

[Intro Musik: Hosanna aus dem Musical Jesus Christ Superstar]

Jesus ist das größte Paradoxon in der Geschichte. Er taucht in einer Region von geringer Bedeutung im Römischen Reich auf, in einer Nation, die ihre Eroberer als „eine verächtliche Sammlung von Sklaven“ beschreiben. Nicht ein einziges Mal in seinem Leben tritt er aus seinem Volk hervor. Nicht ein einziges Mal hat er den Wunsch, die Welt der Gelehrten, der Politiker oder der Krieger kennenzulernen, die die Zivilgesellschaft zu seiner Zeit beherrschten. In seiner eigenen Region verbringt er mindestens neun Zehntel seines Lebens in einem bescheidenen kleinen Dorf, sprichwörtlich für seine Wertlosigkeit. Dort ist er ein einfacher Zimmermann. Über 30 Jahre weiß niemand, wer er ist, außer zwei oder drei Personen, die sich genau so bedeckt halten, wie er selbst. Plötzlich, als er 30 Jahre überschritten hat, taucht er im öffentlichen Leben auf und beginnt eine neue Aktivität. Er hat keine menschlichen Mittel jeglicher Art zur Verfügung, keine Waffen, kein Geld, kein akademisches Wissen, keine politische Unterstützung. Er verbringt fast seine gesamte Zeit unter armen Leuten, Fischer und Bauern. Mit besonderer Sorge sucht er Zöllner, Huren und andere auf, die von der sogenannten „guten“ Gesellschaft zurückgewiesen wurden. Unter diesen vollbringt er Wunder in großer Zahl und Vielfalt. Er vereinigt sich mit einer kleinen Gruppe von Fischern, die ihm ständig als seine besonderen Jünger folgen. Und seine Aktivität dauert weniger als drei Jahre. Er predigt eine Lehre, die weder philosophisch noch politisch, sondern ausschließlich religiös und moralisch ist. Diese Lehre scheint aus allem zu bestehen, was die verschiedenen Philosophien verworfen hatten, aus allem, was die gesamte Welt so weit wie nur möglich verbannt hatte. Was für die Welt böse ist, ist für Jesus gut. Was die Welt für gut befindet, ist für Jesus böse. Armut, Demut, Unterwerfung und das stille Leiden unter Beleidigungen und Verletzungen, sich selbst zurückzunehmen um Platz für andere zu machen. Und dies sind die größten Übel für die Welt und die größten Güter für Jesus. Umgekehrt repräsentieren Reichtum, Ehre, Herrschaft über andere und all die anderen Dinge, die Glückseligkeit für die Welt bedeuten, einen Totalverlust für Jesus, oder zumindest eine sehr ernste Gefahr.

Die Welt sieht tatsächlich nur das Sicht- und Greifbare. Jesus erklärt, dass er das Unsichtbare sieht. Die Welt fixiert ihren Blick auf nichts anderes als die Erde, und betrachtet sie von unten. Und Jesus fixiert seinen Blick besonders auf den Himmel, und er betrachtet die Erde vom Himmel aus gesehen, von oben. Für Jesus erhält die Welt ihre Bedeutung ausschließlich vom Himmel. Das gegenwärtige Leben ist nur von Wert als Vorbereitung für ein zukünftiges Leben. Es ist ein mühsames Leben, ein vergängliches Hausen, aber es hat Wert als Startbahn, von der man zum Flug zu einem mit dauerhafter Freude erfüllten Zuhause abheben kann. Die Grundsätze dieses vergänglichen Hausens, das seine Hoffnungen nur allein darauf konzentriert und sich weigert, es zu verlassen, gefährdet das Reich der Welt. Diejenigen, die darin bleiben und nur durch Gehorsam, aber konstant nach ihrem permanenten Zuhause streben, bilden sein Reich Gottes. Nun, zwischen diesen zwei Königreichen findet ein immer weitergehender Krieg statt, ein ständiger Kampf zwischen den Mächten des Guten und den Mächten des Bösen. Die Kräfte der geistigen Welt und die Kräfte der materiellen Welt. Und dieser Krieg wird weitergehen, bis eine der beiden Streitparteien völlig besiegt worden ist.

Die jeweilige Stärke der beiden Königreiche entstammen der Liebe, aber für verschiedene Objekte. Denn niemand möchte am Ende seines Lebens, dass es nach dem Bösen, was er getan hat, gemessen wird. Die Untertanen des Königreichs der Welt lieben nur sich selbst, oder was nützlich oder angenehm für sie ist. Und ihr Ziel ist es, ihr Leben glücklich zu gestalten, denn wenn es endet, wars das. Die Untertanen des Reich Gottes lieben zuallererst Gott, und dann die ganze Hierarchie von Wesen, bis zu denjenigen, die nutzlos sind und Böses tun. Und für diese haben sie eine besondere Liebe. Und sie versuchen, denjenigen Gutes zu tun, die Böses tun oder nicht wissen, wie man Gutes tut. Wenn sie geben, dann bekommen sie. Daher kennen sie keinen Hass, was der „Peak of Abras“ <sp?> ist. Von diesem Reich Gottes, das die Quelle für die Liebe Gottes und des Menschen ist, ist Jesus, der Christus, der Gründer. Ihr seht, das Reich Gottes ist das Königreich, welches von den alten Propheten Israels vorausgesagt wurde, die auch vorhersagten, dass dessen Gründer der Messias wäre, der dem auserwählten Volk versprochen wurde. Während er seine antiweltliche Lehre predigt ist sich Jesus über seine Identität als Messias bewusst, aber erklärt sich nicht zu Beginn, damit die Massen, in denen politische messianische Hoffnungen pochen, seine Lehre nicht als eine politische Deklaration interpretieren und ihn als nationalen Führer anerkennen.

Seine persönliche Mission ist ausschließlich an das auserwählte Volk gerichtet, den Verwahrern von Gottes alten Verheißungen. Und wenn diese Verheißungen erfüllt sind werden sich die Auswirkungen seiner Mission über alle Völker der Erde ergießen. ÜBER ALLE VÖLKER DER ERDE. Und zu diesem Zweck gründet er eine permanente Gesellschaft, die Kirche, von der er sagt, dass sie überall dort existiert, wo zwei oder mehr Anhänger seines Vaters in seinem Namen zusammenkommen. Doch die Mehrheit des auserwählten Volks akzeptieren seine Predigten nicht und diejenigen, die ihm am feindlichsten gesinnt sind, sind genau die Anführer dieses Volks, die Hohepriester aus dem Tempel und die Pharisäer aus der Synagoge. Und diese Anführer sind von seiner übernatürlichen Macht überzeugt. Und sie hätten kein Problem in vielen Punkten seiner Lehre, jedoch verzeihen sie ihm nicht seine ausgesprochene Anprangerung der Heuchelei der herrschenden Klassen sowie seine unnachgiebige Verurteilung des leeren Formalismus, der ihr religiöses Leben austrocknet. Er befahl, dem Gesetz zu gehorchen. Nachdem man ihn widerwillig eine Zeit lang toleriert hat, verhaften sie ihn durch Verrat, verurteilen ihn im Tribunal seiner Nation wegen religiösen Anschuldigungen und verurteilen ihn ein zweites Mal im Tribunal der Vertreter von Rom wegen politischen Anschuldigungen. Dies ist im besten Interesse Roms. Jesus stirbt am Kreuz. Nach drei Tagen sind diejenigen, die ihn verurteilten, davon überzeugt, dass er auferstanden ist. Seine Jünger, zunächst nicht davon überzeugt, gaben später den Beweisen ihrer Sinne nach. Denn sie sehen ihn und berühren ihn mehrmals mit ihren Händen und sprechen mit ihm, genau wie sie es vor seinem Tod getan haben. Er starb am Kreuz, wurde im Grab versiegelt, stieg auf und kam drei Tage später im Fleisch zurück und sprach mit all jenen, die ihm vor seiner Verfolgung nahe waren.

Aber das Paradoxon von Jesus geht unverändert weiter, auch nach seinem Tod. Genau wie in seinem ersten Leben, war er die Antithese der Welt, sodass die Institution, die er gegründet hat, in der unglaublichsten Weise weitermacht, um die Negation der Welt zu sein. Und ich spreche zu jenen, die die Lehren von Jesus Christus wirklich verstehen und ihnen wahrhaftig folgen. Und das werdet ihr in keiner der organisierten Institutionen finden, die sich ‚Christliche Kirche‘ nennt, ganz egal welche Konfession oder welcher Name dahintersteckt. Er hinterließ kein Echo von sich selbst in den oberen Kreisen der Gesellschaft seiner Zeit. Im gesamten Römischen Reich wird er von den Historikern ignoriert und die Gelehrten wissen nichts von seinen Lehren. Die zivilen Behörden haben seinen Tod noch am meisten in ihren Aufzeichnungen notiert. Genau die Anführer seiner Nation, die zufrieden sind, dass er verschwunden ist, sind mehr als bereit, ihn vollständig zu vergessen. Seine Institution scheint sich auf das Leid seines gequälten Körpers am Kreuz reduziert zu haben. Ihr seht, die Welt freut sich hämisch über sein Leid, genauso wie die Hohepriester sich hämisch am Fuße seines Kreuzes freuten. Und stattdessen erhebt sich seine von Leid niedergeschmetterte Institution wieder, um die ganze Welt zu umarmen. Dann kommen drei Jahrhunderte der Verfolgung und des Abschlachtens. Drei Jahrhunderte, die das Leid am Kreuz zu verlängern scheinen und die drei Tage im Grab widerspiegeln, aber nach dem dritten Jahrhundert wird die Zivilgesellschaft offiziell der Jünger von Jesus. Das Reich der Welt wird jedoch nicht gestürzt und der Krieg geht in verschiedenen Formen weiter, aber mit der gleichen unerbittlichen Hartnäckigkeit wie zuvor. Jesus, oder seine Institution, wird immer mehr zum Zeichen des Widerspruchs in der Geschichte der menschlichen Zivilisation. Seine paradoxe und bedrückende Lehre wurde von unendlich vielen Menschen akzeptiert und mit intensiver Liebe praktiziert. Sogar bis zum höchsten Opfer. Unendliche Zahlen von anderen lehnten sie ab und hassten sie fanatisch, es könnte gesagt werden, dass sich die Bemühungen des am meisten zivilisierten Teils der Menschheit auf dieses Zeichen des Widerspruchs konzentriert haben, entweder um es zu verherrlichen oder um darauf herumzutrampeln.

Sicher ist, dass Jesus heute lebendiger ist denn je unter den Menschen und vor allem in diesem Land, zu diesem Zeitpunkt. (USA, 1994) Jeder braucht ihn, entweder um ihn zu lieben oder um ihn zu verfluchen, aber es scheint, dass niemand ohne ihn auskommt. Viele Männer wurden in der Vergangenheit intensiv geliebt: Sokrates von seinen Jüngern, Julius Caesar von seinen Legionären, Napoleon von seinen Soldaten. Aber heute gehören diese Männer unwiderruflich der Vergangenheit an. Nicht ein einziger Herzschlag zu ihrem Gedächtnis, und wenn ihre Ideale abgelehnt werden, egal ob sie heute noch angewendet werden, dann denkt niemand daran, Sokrates, Julius Caesar oder sogar Napoleon zu verfluchen, weil ihre Persönlichkeiten keinen Einfluss mehr haben. Sie sind vergangen. Aber nicht Jesus! Ihr seht, Jesus wird noch immer geliebt und verflucht. Menschen verzichten auf Besitztümer und sogar auf ihr Leben aus Liebe zu ihm als auch aus Hass. Kein lebendiges Wesen ist so lebendig wie es Jesus heute nach 2000 Jahren ist. Er ist das Zeichen des Widerspruchs. Ebenso in seiner historischen Realität, dass die gefeierten Historiker der offiziellen Welt seiner Zeit sich seiner Existenz nicht bewusst sind, ist keine Überraschung. Denn diesen Historikern, geblendet von der Pracht des Roms von Augustus, fehlte der geschärfte Blick und auch die Dokumente, um einen obskuren Barbaren aus einer verächtlichen Sammlung von Sklaven zu entdecken.

Aber, meine Damen und Herren, das bedeutet nicht, dass die Figur des Jesus historisch weniger dokumentiert und gesichert ist, als die des Augustus und anderer seiner berühmten Zeitgenossen, wenn man bereit dazu ist, die Schriften in der Bibel als authentisch anzusehen. Und heute haben wir sicherlich den Wunsch, viel mehr über ihn zu wissen, als wir es jetzt tun. Wenn aber die Dinge, die wir wissen, weniger sind als wir es wünschen, dann genießen im Ausgleich die Schriftsteller, die sie aufgeschrieben haben, vorzügliche Autorität. Von diesen vier Schriftstellern behaupten zwei, Augenzeugen zu sein, die Tag und Nach an Jesus Seite waren über fast sein gesamtes öffentliches Leben. Die anderen beiden kannten und befragten viele ähnliche Zeugen, und alle vier Erzählungen sind in einer wertvollen Einfachheit erzählt. Und mit dem Mangel an Ausschmückungen und mit einer Gelassenheit vor den Fakten, die sie weit über ihre Sympathien steigen lässt.

Es besteht kein Zweifel, dass die vier Evangelien Propaganda sind. Ihre Autoren schrieben sie, um die Welt mit Jesus vertraut zu machen und den Glauben an ihn zu verbreiten. Aber gerade aus diesem Grund mussten sie den Weg der Objektivität und der Wahrheit wählen, denn Tausende von Zeugen waren bereit, ihnen zu widersprechen, wenn diese Erzählungen verfälscht oder erfunden wären. Aber, meine Damen und Herren, hier wird wie überall sonst dem Zeichen des Widerspruchs noch einmal widersprochen. Denn es wird gesagt, dass der Jesus, der von den vier Historikern präsentiert wird, nicht wahr sein kann, weil er übernatürlich ist. Das Porträt, das von den vier Evangelisten gezeichnet wurde, muss auf seine natürlichen, rationalen Anteile reduziert und das Übernatürliche entfernt werden. Und das ist das Programm der rationalistischen Kritik. Und viele, viele viele viele Theorien der Kritiker, die sich alle gegenseitig widersprechen, stimmen nur in einem einzigen Punkt perfekt überein, und dies ist, dass die Evangelien nicht historisch sind und daher der Jesus der Überlieferung falsch ist.

Nun, das alles ist nicht mehr als eine Episode im jahrhundertelangen Konflikt zwischen Jesus und der Welt. Ich sagte, dass der Konflikt nicht enden wird, bis eine Seite die andere komplett besiegt hat. Und deswegen bekämpft die Welt Jesus auf dem historischen Feld, indem sie so viel wie sie kann von seiner Figur und Persönlichkeit auslöscht. Und ich glaube, dass wenn diejenigen, die an diesem Akt der Zerstörung beteiligt sind, Jesus Christus wirklich kennen würden und seine Lehren wirklich verstehen würden, sie ihre Bemühungen umkehren würden, denn er hat nicht das gelehrt, was der Mensch in seinem Namen erreicht hat … bis eine Seite die andere komplett besiegt hat. Denn was in der Vergangenheit geschehen ist, meine Damen und Herren, und was in der Zukunft noch geschehen wird, das Evangelium aus der Bibel sagt uns, dass der Jesus, der von den Pharisäern im Grab versiegelt wurde, wieder auferstanden ist. Die Geschichte sagt uns, dass Jesus später tausendmal getötet wurde und immer noch lebendiger als jemals zuvor zurückgekommen ist und der Konflikt um das Zeichen des Widerspruchs weitergehen wird, solange es Menschen auf dieser Erde gibt.

[Zwischenmusik: I Don’t Know How to Love Him vom Musical Jesus Christ Superstar]

Jesus war immer, entgegen der landläufigen Meinung, in seiner Zeit. Die Bergpredigt ist das vollständigste Paradoxon, welches jemals erklärt wurde. Kein Diskurs auf der Erde war subversiver, oder besser gegensätzlicher, als dieser. Warum wird es nicht ein dunkleres Grau genannt sondern alles zusammen Schwarz. Im Schwarzen scheint das Weiße. Was schon immer Gut war, wird jetzt der Kategorie des Bösen zugeordnet und das Böse wird jetzt Gut genannt. Und diese Umkehrung von Dingen wird im Ton eines knackigen, prägnanten Befehls präsentiert, welcher von der Autorität des Sprechers allein gerechtfertigt wird. „Dies ist so, weil ich, Jesus, sage, es ist so. Andere haben euch weiß erzählt, aber ich sage euch schwarz. Fünfzig wurden vorgeschrieben, aber das ist nur die Hälfte des Guten, und ich, Jesus, schreibe die vollen Hundert vor.“ Und was sind die Sanktionen dieser neuen Ordnung der Dinge? Es gibt keine menschlichen Sanktionen, nur Göttliche. Keine weltlichen Sanktionen, sondern vollständig über-weltlich. Die Armen sind gesegnet, weil ihnen das Reich Gottes ist, kein Königreich auf Erden. Die Traurigen sind gesegnet, weil sie getröstet werden, aber in einer fernen Zukunft. Die reinen Herzens sind gesegnet, weil sie Gott schauen werden. Nicht, weil ihre Reinheit von Menschen gelobt wird … [Ton ist einige Sekunden weg] … und daher hat die neue Ordnung eine wahre Grundlage nur für diejenigen, die das Reich Gottes akzeptieren und erwarten. Und letztlich ignoriert die Bergpredigt nicht historische Fakten, sondern stimmt mit dem vergangenen und gegenwärtigen Hebräertum an vielen wichtigen Punkten überein. Das mosaische Gesetz wird nicht abgeschafft, sondern integriert und wahrlich perfektioniert und wird als eine Art Erdgeschoß behalten, auf dem ein Obergeschoß hinzugefügt wird. Das Hauptanliegen dreht sich immer um das Moralische und Geistige, anstatt um das Materielle an sich. Nicht einmal die wirtschaftlichen und finanziellen Fragen werden angeschnitten, sondern es wird ihnen ein neues Setting gegeben, ein Akt des Glaubens und eine Vision von der Vorsehung Gottes.

Ihr seht, mit Jesus regelt die Liebe alles in ihrem zweifachen Ausdruck gegenüber Gott und gegenüber den Menschen, die Liebe steht unangefochten an erster Stelle. Der Gott ist der Vater der gesamten Menschheit, der weiß, wenn seine Kinder hungrig sind und es bedarf nur den Tribut ihres anhaltenden Gebets für Brot. Alle Menschen, Kinder des übernatürlichen Vaters, sind sich gegenseitig Brüder, so wichtig ist die Liebe, die wir gegenüber unseren Mitmenschen in uns tragen, dass nicht einmal unsere Liebe gegenüber Gott wahrhaftig ist, wenn sie nicht von dieser anderen Liebe begleitet wird. Dies ist die Basis, das Fundament, des christlichen Glaubens. Gott ist nicht zufrieden mit Gaben von einem, dessen Bewusstsein mit seinen Brüdern nicht im Reinen ist. Die Bergpredigt folgt einer recht klaren Gliederung, besonders in Matthäus‘ Version. Der Prolog, der sich ins Herz der Materie stürzt, wird von den Seligpreisungen repräsentiert. Und dieser erstaunliche Prolog zeigt den allgemeinen Geist aus dem Programm von Jesus, oder was als das messianische Gesetz bekannt ist. Sie schließen mit der Ankündigung, dass dieser Geist wie das Salz sein muss, um die gesamte Welt vor Korruption zu bewahren und als ein Licht, um die ganze Welt zu erleuchten. Matthäus, Kapitel 5, Verse 13-16. In einem anderen Kontext, Lukas, Kapitel 14, Verse 34,35, und Kapitel 8, Vers 16 und Kapitel 11 Vers 33:

Aber unmittelbar nach diesem Blick in die Zukunft dreht sich der Diskurs und blickt auf die Frage der Beziehung zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, was das hebräische Gesetz angeht und die Gliederung ist wie folgt, passt sehr genau auf. Es ist mir egal, zu welcher Kirche ihr gegangen seid, oder wie lange ihr behauptet, dass ihr Christen seid, ich kann euch jetzt schon sagen, wenn wirklich jeder das praktizieren würde, was dieser Mann gelehrt hat, es wäre wirklich Frieden in dieser Welt.

Ob ihr glaubt oder nicht, er sei von göttlichem Ursprung oder der fleischgewordene Gott oder der Sohn Gottes oder einfach nur ein Mann, der über die Erde wandelt, es wäre Frieden in dieser Welt. Jesus zerstört das Gesetz nicht, sondern er erneuert es. Zum Teil hebt er es auf, zum Teil behaltet er es und perfektioniert es: Matthäus, Kapitel 5, Verse 17-20.

Das messianische Gesetz perfektioniert das mosaische Gesetz in den Vorschriften in Bezug auf Frieden und brüderliche Eintracht, sowie in Bezug auf Keuschheit und die Ehe. Das Schwören von Eiden, Rache und Barmherzigkeit: Kapitel 5, Verse 21-48. Und es übertrifft bei weitem die Praxis der Pharisäer im Hinblick auf Almosen, Gebet und Fasten: Kapitel 6, Verse 1-8. Es ist der einzig wahre Schatz für diejenigen, die es akzeptieren und es befreit sie von allen anderen Sorgen. Es verlangt eine größere vollkommenere Barmherzigkeit und ständiges Gebet. Es ist eine enge Pforte, aber ein Schutz vor falschen Propheten und es führt zu guten Taten. Zusammengefasst, das neue Haus ist ein Haus, welches auf lebendem Fels gebaut wurde und das den Fluten und den Unwettern, die dagegenschlagen, standhalten wird. Und selbst diese eingängige Zusammenfassung macht es klar, dass die Bergpredigt unter anderem als Gegengewicht zum Gesetz des Mose vorgesehen ist, welches sie nicht zerstört sondern perfektioniert. Und dies wird auch durch den Rahmen vermittelt, in dem der Diskurs abgehalten wurde.

Ihr seht, genau wie Moses, der von den Ältesten der Nation unterstützt wurde, und das alte Gesetz auf dem Berg Zion in der Anwesenheit der Menschen verkündet hat, hat Jesus, gemeinsam mit seinen 12 Aposteln, das neue Gesetz auf einem Hügel in Galiläa in Gegenwart der Massen verkündet.

Die Bergpredigt ist populär im Stil und orientalisch im Ausdruck. Sie enthält keine Feinheiten oder Abstraktionen, sondern ist reich an konkreten Beispielen, die den Menschen seit jeher lieb sind und bei denen sie Experten darin sind, die allgemeine Regel herauszufiltern. Typische orientalische Übertreibungen sind häufig, aber das Publikum wusste, wie man ihnen den wahren Wert beimisst, denn es war ihre Sprache. Denn orientalische Phrasen wie ‚wenn dich deine Rechte Hand schockiert, dann hau sie ab und wirf sie von dir‘ oder ‚wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann biete ihm auch die andere an‘ fügte dem Diskurs Würze hinzu, aber Jesus‘ erste Anhänger schlugen sich niemals die rechte Hand ab oder boten die andere Wange auch noch an aus dem einfachen Grund, dass sie verstunden, wie die Menschen in ihrem Land sprachen und außerdem hatten sie einen gesunden Menschenverstand.

Der Rest des Diskurses folgt, Matthäus, Kapitel 5, Verse 13-19:

„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als daß es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel.“

Und viele haben das herausgenommen und in einer Weise interpretiert, die damit nicht gemeint ist. Denn genauso wie man kein Kind zwingen kann, sich hinzusetzen und zu lernen, wenn es das nicht tun will, genausowenig kann man jemanden eine Religion aufzwingen, die er gar nicht will. Jesus wusste das. Er hat die Leute nicht auf der Straße angesprochen und sie gezwungen sich hinzusetzen und zuzuhören, er erlaubte denjenigen, die einfach vorbeigehen wollten, vorbeizugehen. Matthäus, Kapitel 5, Vers 20:

„Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen!“

Sehr klar und sehr streng.

„Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten!«, wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr!, der wird dem Feuer von Gehinnom verfallen sein.“

Gehinniom war eine Schlucht vor den Toren von Jerusalem, in die die Armen zusammen mit dem Müll geworfen und verbrannt wurden. Das heißt, die toten Armen.

„Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe! Sei deinem Widersacher bald geneigt, während du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit der Widersacher dich nicht etwa dem Richter ausliefert und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und du ins Gefängnis geworfen wirst. Wahrlich, ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du den letzten Groschen bezahlt hast!“

„Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen!« Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Wenn dir aber dein rechtes Auge ein Anstoß [zur Sünde] wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist besser für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist besser für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Es ist auch gesagt: »Wer sich von seiner Frau scheidet, der gebe ihr einen Scheidebrief«. Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, ausgenommen wegen Unzucht, der macht, daß sie die Ehe bricht. Und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.“

„Wiederum habt ihr gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht falsch schwören; du sollst aber dem Herrn deine Schwüre halten«. Ich aber sage euch, daß ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was darüber ist, das ist vom Bösen.“

Und deswegen bestätigt man, wenn man beim Geheimdienst aufgenommen wird, dass man die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika sowie die Verfassung des Bundesstaats schützen und verteidigen wird, und man verpflichtet sich mit seinem Leben, seinem Schicksal und mit seiner heiligen Ehre.

„Ihr habt gehört, daß gesagt ist: »Auge um Auge und Zahn um Zahn!« Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar; und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Hemd nehmen will, dem laß auch den Mantel; und wenn dich jemand nötigt, eine Meile weit zu gehen, so geh mit ihm zwei. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will!“

„Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Machen es nicht auch die Zöllner ebenso? Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist!“

„Habt acht, daß ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, damit dein Almosen im Verborgenen ist. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, er wird es dir öffentlich vergelten.“

„Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.“

Und deswegen, meine Damen und Herren, verbreite ich meine Religion nicht über den Äther. Jesus hat mir befohlen, das nicht zu tun.

„Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten:“

Und diejenigen von euch, die sich mir anschließen wollen, bitte, betet mit mir.

„Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Gib uns heute unser tägliches Brot. Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen.“

Und das ist aus Matthäus. In Lukas, Kapitel 11, Verse 2-4, steht es folgendermaßen geschrieben:

„Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name! Dein Reich komme! Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden. Gib uns täglich unser nötiges Brot! Und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der uns etwas schuldig ist! Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen!“

„Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“

„Wenn ihr aber fastet, sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit es von den Leuten bemerkt wird, daß sie fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, damit es nicht von den Leuten bemerkt wird, daß du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.“

Ihr seht, meine Damen und Herren, diejenigen, die sich heute Christen nennen, sind in Wirklichkeit gar keine. Sie praktizieren nicht, was Jesus gelehrt hat. Diejenigen, die versuchen das Christentum in den Rachen derjenigen zu stopfen, die es gar nicht haben wollen, praktizieren nicht, was Jesus gelehrt hat. Diejenigen, die Kristall-Kathedralen errichten und ihre Propaganda in die ganze Welt senden, mit ihrer Heuchelei und ihren großen Festzügen, praktizieren nicht, was Jesus gelehrt hat.

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge verdorben ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein! Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!“

„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt!“

Und deswegen haben wir in meiner Familie nur eine Regel, ein Gesetz, einen Rat. Und das ist ganz einfach: „Hab vertrauen in Gott und mach es einfach!“ Und wenn ihr mich anruft und mich fragt, ob ich Angst habe, dann war die Antwort schon immer „Nein“ und wird auch immer „Nein“ bleiben.

„Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; ich sage euch aber, daß auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? oder: Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage.“

„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumeßt, wird auch euch zugemessen werden.“

Und es gibt viele, die dieser Sendung zuhören, egal, was ihr von Jesus Christus denkt, die sich besser diese Ermahnung merken: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumeßt, wird auch euch zugemessen werden.“ Und deswegen sage ich euch: Wenn ihr jemanden zum Schweigen bringen wollt, weil euch nicht gefällt, was aus seinem Mund kommt, dann bringt ihr euch auch selbst zum Schweigen. Denn euer Urteil über ihn ist in Wirklichkeit ein schlussendliches Urteil über euch selbst. Und das ist nur ein Beispiel, ich könnte Hunderte zitieren.

„und mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumeßt, wird auch euch zugemessen werden. Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen! — und siehe, der Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen! Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht vor die Säue, damit diese sie nicht mit ihren Füßen zertreten und [jene] sich nicht umwenden und euch zerreißen.“

Und das bedeutet nicht, und ich spreche direkt zu denjenigen von euch in den geheimen Logen und den Geheimgesellschaften und den sogenannten Bruderschaften und in der Bruderschaft des Menschen, diejenigen, die sich selbst die Illuminati nennen, es bedeutet nicht, vor jemanden die Wahrheit verborgen zu halten. Ihr habt die Worte von Jesus Christus genommen und sie pervertiert. Und ihr habt sie verwendet um viele zu manipulieren, zu täuschen und anzulügen. Und der Schmerz und das Leid, das ihr verursacht habt, wird auf euch zurückfallen.

„Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“

Und ich habe das in meinem eigenen Leben gelernt, dass es so wahr ist.

„Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gibt, und, wenn er um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gibt? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!“

„Alles nun, was ihr wollt, daß die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten. Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.“

Hütet euch aber vor den falschen Propheten„, und ich habe euch dazu immer und immer und immer wieder ermahnt, immer wieder, auf so viele verschiedene Arten. Dass ihr jedem zuhören sollt, alles lesen sollt, aber absolut überhaupt nichts davon glauben sollt, bis ihr es nachweisen könnt. Denn falsche Propheten sind im Überfluss vorhanden, das kann ich euch versichern. Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, die gut klingen und deren Worte vor Honig tropfen, und ihr werdet wirklich zu ihnen hingezogen, und das ist es, was einen großen Betrüger groß macht.

„Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: ICH HABE EUCH NIE GEKANNT; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“

Versteht ihr?

„Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet. Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, da stürzte es ein, und sein Einsturz war gewaltig.“

Mit dem Gleichnis des Hauses kommt die Bergpredigt in beiden Versionen zu einem Ende. Wenn derjenige, der dessen Vorschriften gehört und praktiziert hat nun wie derjenige ist, der sein Haus auf Fels baut, dann gilt dies umso mehr für Jesus, als er davon sprach, soweit es die Ziele seines Gottesdienstes betraf. Denn wie wir gesagt haben, auch er baute einen Unterstand gegen den aufziehenden Sturm.

[Schlussmusik: I Don’t Know How to Love Him vom Musical Jesus Christ Superstar]

Gute Nacht. Frohe Weihnachten an alle und Gott segne euch alle.

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Eine Antwort zu Mystery Babylon II (Bill Cooper) – 17 – Jesus – Das Paradoxon des Christentums

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