David McGowan – Wagging the Moon Doggie – Apollo 4


wagthemoondogOctober 1, 2009

„Einmal auf dem Mond, auf der Mondoberfläche im Anzug, im Lebenserhaltungssystem, konnte man die Kamera nicht sehen. Sie konnten den Kopf nicht so weit nach unten beugen, um die Skala zu sehen … Sie hatten keinen Sucher – Sie mussten zielen, indem sie ihren Körper bewegten.“

Jan Lundberg, Chefdesigner der Hasselblad-Kameras, die angeblich von den Apollo-Astronauten verwendet wurden

„Sie mussten gewissermaßen raten, worauf sie die Kamera richteten.“

HJP Arnold, der Kodak-Manager, der den Ektachrome-Film für die Missionen lieferte

Das Thema, mit dem sich die meisten Mond-Hoax- und „Debunking“-Webseiten mit Abstand am meisten beschäftigen, ist das der fotografischen Anomalien. Und das ist denke ich auch zu erwarten, da die Originalvideobänder, die Telemetrie-Bänder und Blaupausen alle praktischerweise verschwunden sind, und da die meisten der Mondsteine vermisst werden und ihre Echtheit nicht mehr verifizierbar ist, bleibt sonst nicht mehr viel an physischen Beweisen übrig, was man untersuchen könnte.

Skeptiker haben eine Reihe von Problemen auf den offiziellen NASA-Fotos der angeblichen Mondlandungen gefunden, einschließlich der folgenden: Fahnen scheinen zu wehen, trotz der fehlenden Atmosphäre; nicht parallele Schatten, was auf mehrere Lichtquellen hindeutet; Objekte im Schatten, die klar sichtbar sind, obwohl sie es nicht sein sollten, was wieder auf mehrere Lichtquellen hindeutet; die völlige Abwesenheit von Sternen am Mondhimmel; identische Hintergründe in Fotos, von denen NASA behauptet, sie wären an verschiedenen Orten aufgenommen worden; und Unstimmigkeiten mit den Fadenkreuz-Referenzmarken.

Wir werden alles davon mehr oder weniger sorgfältig betrachten – nun, eigentlich werden wir fast alles davon sorgfältig betrachten. Denn wie es sich herausstellt – und ich weiß, dass dies eine große Enttäuschung für die „Debunker“ ist – interessiert es mich einen Scheißdreck, ob die Fahne weht oder nicht. Viele der „Debunking“-Webseiten widmen diesem Thema übermäßig viel Zeit, als wäre es die primäre Planke, auf der die „Verschwörungstheorien“ ruhen. Sie tun dies, weil die Videos und Fotos nicht eindeutig und daher offen für Interpretationen sind, und die „Debunker“ erkennen, dass die Leute darin sehen, was sie sehen wollen.

Die Wahrheit ist aber, dass es nicht im Geringsten darauf ankommt, ob die Fahne flattert. Das ist nur ein kleiner Tropfen an möglichen Beweisen in einem bereits überquellendem Eimer.

Einige der anderen Probleme mit den Bildern sind wesentlich weniger mehrdeutig. Aber bevor wir uns damit beschäftigen werden, müssen wir zuerst über die Tatsache sprechen, dass schon alleine die Existenz dieser Fotos eine technische Unmöglichkeit darstellt. Einfach gesagt wäre es nicht möglich gewesen, auch nur eines der Bilder, die angeblich auf dem Mond geschossen wurden, auf die Art aufzunehmen, wie NASA gesagt hat, dass sie aufgenommen wurden.

Ihr seht, damals (und jüngere Leser möchten vielleicht wieder ihre Augen bedecken) waren die Kameras noch nicht so schlau wie heute, also musste alles manuell eingestellt werden. Der Fotograf musste jede Aufnahme manuell scharf stellen, indem er durch den Sucher schaut und die Linse dreht, bis die Szene fokussiert wird. Die richtige Blende und Verschlusszeit musste ebenfalls für jede Aufnahme manuell ausgewählt werden, um eine korrekte Belichtung zu gewährleisten. Auch deshalb musste man durch den Sucher schauen, um die Zahlen abzulesen. Und schließlich musste jede Aufnahme richtig zusammengesetzt und komponiert werden, was es natürlich ebenfalls erforderlich machte, dass man durch den Sucher schaut.

Das Problem für die Astronauten war, dass sie die Kameras an der Brust montiert hatten, was es unmöglich für sie machte, durch den Sucher zu schauen um die Bilder zu fokussieren, zu komponieren und um die richtige Blende abzulesen. Daher war alles, was man tun konnte, zu raten. Der Fokus hätte gänzlich geraten werden müssen, ebenso wie die Komposition und Gestaltung bei jedem Bild. Ein erfahrener Fotograf kann ziemlich genau die Belichtungseinstellungen einschätzen, aber die Astronauten hatten diese Erfahrung nicht und sie wurden auch durch die Tatsache behindert, dass sie alles durch getönte Visiere sahen, was bedeutet, dass das was sie sahen nicht das war, was die Kamera sah.

Und wäre das noch nicht genug, trugen sie auch noch Weltraumhelme, die ihr Gesichtsfeld stark einschränkten, zusammen mit extrem globigen, unter Druck stehenden Handschuhen, die ihre Fingerfertigkeit enorm einschränkte. Die Chancen, unter solchen Bedingungen auch nur eines der drei Elemente (Belichtung, Fokus und Komposition) richtig hinzukriegen, wäre in jedem Fall außerordentlich gering. Doch erstaunlicherweise haben sie beim Großteil der Bilder alle drei Sachen hingekriegt!

Ein eher selbstgefälliger Herr namens Jay Windley, einer der prominentesten von NASA empfohlenen „Debunkern“, versucht dies alles auf seiner Webseite, www.clavius.org, beiseitezuwischen. Laut Windley, „wurden die Belichtungen schon vorher basierend auf Experimenten ausgearbeitet. Der ASA / ISO-Wert des Films war bekannt, und NASA-Fotografen berechneten die notwendigen Belichtungen im voraus … In vielen Fällen wurden die Kameraeinstellungen für geplante Fotos den Astronauten auf ihren Checklisten mitgegeben, die sie am Arm trugen.“

Kein Scheiß, Jay? Haben sie eine Vorhut zum Mond geschickt, um diese „Experimente“ durchzuführen? Denn die Lichtverhältnisse auf dem Mond sind ziemlich einzigartig, wie du sicher weißt, und noch niemand war jemals dort, also kann ich nicht wirklich erkennen, wie die NASA-Fotografen die Belichtungen „im voraus“ errechnet haben sollen. Und auf welche „geplanten Fotos“ beziehst du dich? Woher sollten sie wissen, was sie fotografieren werden, wenn sie nicht mal wussten, was es dort überhaupt gibt? Sie wussten, dass sie Fotos von sich selbst machen, nehme ich an, und von der Fahne und von der Landefähre, aber sie würden keine Ahnung haben, wie diese Dinge belichtet sein würden, und es ist die Beleuchtung, nicht das Objekt, die in erster Linie die Belichtungseinstellungen bestimmt.

Windley weiß das natürlich, da er auf seiner Webseite behauptet, dass „er ein erfahrener Fotograf ist, der professionell in diesem Bereich von Zeit zu Zeit gearbeitet hat.“ Er muss daher auch wissen, dass seine Kommentare über die Unwichtigkeit, eine Aufnahme richtig zu fokussieren, absichtlich irreführend sind. Er beginnt mehr oder weniger auf dem richtig Weg, und erklärt seinen Lesern, dass eine erhöhte Tiefenschärfe „bedeutet, dass wenn die Linse eingestellt ist, um auf eine bestimmte Distanz zu fokussieren, dass Objekte, die von dieser idealen Distanz etwas näher oder weiter entfernt liegen, auch noch scharf fokussiert sind. Je schmaler die Blende, desto größer ist die Tiefenschärfe.“

Es ist sicher richtig, dass je kleiner die Blende, desto größer die Tiefenschärfe sein wird. Und je größer die Tiefenschärfe, desto mehr wird vom Vorder- und Hintergrund fokussiert, unter der Annahme, dass das Motiv richtig fokussiert ist. Windley möchte uns wie die anderen „Debunker“ glauben machen, dass alle Fotos, die auf der Mondoberfläche geschossen wurden, mit einer sehr kleinen Blende aufgenommen wurden (was angeblich das Fehlen der Sterne am Mondhimmel erklärt, aber dazu kommen wir noch früh genug), was die Tiefenschärfe maximieren würde. Und je größer die Tiefenschärfe, laut Windley, „desto schlampiger kann der Fotograf mit den Fokuseinstellungen sein.“

Diese letzte Aussage, für alle, die es verpasst haben, ist der Teil, der eigentlich nicht stimmt. Eine erhöhte Tiefenschärfe bedeutet sicherlich nicht, dass man beim Fokussieren der Kamera schlampig sein darf. Tiefenschärfe hat nichts damit zu tun, ob das Motiv scharf erfasst wird, oder nicht. Wenn das Motiv scharf fokussiert ist, dann bestimmt die Tiefenschärfe, wieviele der anderen Objekte im Vorder- oder Hintergrund ebenfalls scharf zu sehen sind. Wenn das Motiv aber nicht scharf im Fokus liegt, dann wird das Foto scheiße sein, unabhängig davon, wieviel Tiefenschärfe man verwendet.

Bei der Motivgestaltung behauptet Windley, dass vor allem Weitwinkelobjektive verwendet wurden, was bedeutete, „dass es ausreichend war, die Kamera in die ungefähre Richtung zu halten und es wahrscheinlich war, ein gutes Motiv zu erhalten.“ Also ist offenbar die ganze Aufregung über Gestaltung, Belichtung und Fokus viel Lärm um nichts. Alles, was man tun muss, ist die Belichtungseinstellungen auf seinen Ärmel zu schreiben, den Fokus grob zu schätzen, und seine Kamera „in die ungefähre Richtung zu halten“, und man erhält fast jedes Mal großartige Bilder!

Windley fügt dann hinzu (und das ist mein Lieblingsteil bei seinem Fotografie-Tutorial), dass auf den späteren Missionen „ein 500mm Teleobjektiv mitgenommen wurde und die Kameras mit Visierringen versehen wurden, damit man damit besser zielen kann. Normalerweise war die Kamera an einem Brusthalter montiert, aber für das Tele musste der Astronaut sie abmontieren und auf Augenhöhe halten, um durch die Ringe sehen zu können.“

Wie jeder Fotograf weiß, ist es eine ziemlich schwere Aufgabe, selbst für einen erfahrenen Profi, ein anständiges Bild mit einem 500mm-Objektiv zu machen, ohne Stativ. Und ein anständiges Bild mit einem 500mm-Objektiv zu machen, während man globige, unter Druck stehende Handschuhe trägt, wäre so gut wie unmöglich. Und die Vorstellung, dass man ein Foto auch nur annähernd gestalten kann, mit einem 500mm-Objektiv ohne durch den Sucher zu schauen, ist lächerlich absurd.

Die „Debunker“ werden euch auch erzählen, dass es nicht stimmt, dass alle Fotos der Mondlandung hervorragend waren, und dass NASA nur die besten davon veröffentlicht hat. Die „Debunker“ wissen aber nicht, wovon sie reden. In Wirklichkeit hat NASA alle der angeblichen Fotos veröffentlicht, die auf den Apollo-Missionen geschossen wurden, einschließlich nicht entzifferbarer, die mit „unabsichtliches Auslösen“ markiert sind (was eine Nette Geste ist, wie ich zugeben muss). Mit Ausnahme dessen, was am ehesten absichtliche Fehler waren, ist die klare Mehrheit der Bilder gut gestaltet, belichtet und fokussiert.

Für diejenigen, die das alles nicht ungewöhnlich finden, habe ich hier ein kleines Experiment, welches sie zuhause durchführen können: Schnappt euch die nächste 35mm SLR-Kamera und hängt sie euch um den Hals. Wahrscheinlich handelt es sich um eine automatische Kamera, also müsst ihr sie auf manuellen Fokus und manuelle Belichtung umschalten. Nun müsst ihr euch die dicksten Winterhandschuhe anziehen, die ihr finden könnt, sowie einen Motorradhelm mit Visier. Wenn ihr das geschafft habt, dann ist hier eure Aufgabe: Spaziert durch eure Nachbarschaft mit der Kamera fest an eure Brust gedrückt und macht ein paar Fotos. Ihr müsst natürlich mit dem Fokus und den Belichtungseinstellungen herumspielen, was scheiß schwer sein wird, da ihr nicht in der Lage seid, zu sehen oder zu fühlen was ihr eigentlich tut. Unnötig zu sagen, dass ihr die Gestaltung bei allen Bildern raten müsst.

Ihr solltet übrigens wahrscheinlich eine Digitalkamera verwenden, damit ihr nicht soviel Film vergeudet, denn ihr werdet dabei nicht viele Bilder machen, die ihr behalten wollt. Ein Teil des Spaßes dieser Herausforderung ist es natürlich, mit Helm und Handschuhen den Film zu wechseln, und den werdet ihr verpassen, wenn ihr digital unterwegs seid. Wie auch immer, wenn ihr eure Speicherkarte angefüllt habt, geht wieder nach Hause und seht euch all eure neu aufgenommenen Bilder an. Während ihr euch diese Sammlung von unscheinbaren Fotos anssieht, bestaunt die unglaubliche Genialität unserer Apollo-Astronauten, die nicht nur Leib und Leben dabei riskierten, die Grenzen der Menschheit zu erweitern, sondern auch unglaublich talentierte Fotographen waren. Ich bin mehr als nur ein wenig erstaunt über die Tatsache, dass keiner von ihnen eine lukrative Karriere als professioneller Fotograf angefangen hat.

Selbst wenn unsere feinen Astronauten diese Bilder alle aufnehmen hätten können, hätte der Film die Reise niemals in solch tadellosem Zustand überleben können. Sogar eine sehr kurze Aussetzung der Strahlung bei Flughafen-Sicherheitschecks kann fotografischen Film beschädigen, wie also wäre es dem Film nach längerer, kontinuierlicher Exposition einer weit stärkeren Strahlung ergangen? Und was ist mit den Temperaturfluktuationen von über 280° Celsius? Es muss sich um erstaunlich widerstandsfähiges Filmmaterial gehandelt haben – und wieder ein weiteres Beispiel für die verlorene Technologie der 1960er Jahre.

Auch wenn die Bilder eindeutig nicht das sind, was NASA behauptet, dass sie wären, werden wir mitspielen und so tun, als ob Neil und Buzz und all die anderen Jungs sie wirklich gemacht haben könnten. Die Frage ist dann: Wo wurden sie aufgenommen?

Hoax-Theoretiker, „Debunker“ und NASA können sich alle auf zumindest eine Sache einigen: Die Bedingungen auf dem Mond sind entschieden anders, als die Bedingungen hier auf der Oberfläche des Planeten Erde. Einerseits besitzt der Mond keine Atmosphäre. Außerdem gibt es nur eine Lichtquelle, was natürlich die Sonne ist (NASA hat bestätigt, dass die Astronauten keine andere Lichtquelle zur Verfügung hatten).

Aufgrund der mangelnden Atmosphäre auf dem Mond wird Licht nicht gestreut und reist nur auf einer geraden Linie von der Sonne und wird in die gleiche Richtung wieder zurückreflektiert. Das bedeutet, dass alles, was im Schatten liegt, in nahezu völliger Dunkelheit liegen sollte. Es bedeutet ebenfalls, dass alle Schatten in die gleiche Richtung geworfen werden. Und es bedeutet, dass der Himmel immer schwarz sein wird, und, da keine Atmosphäre den Ausblick filtert, dieser Himmel immer mit grell leuchtenden Sternen bedeckt ist, wie es noch nie jemand zuvor gesehen hat.

Wie andere Skeptiker angemerkt haben, zeigt keines der Bilder, die angeblich vom Mond mitgebracht wurden, auch nur einen einzigen Stern am Himmel. „Debunker“ haben behauptet, dass die Belichtungseinstellungen der Kameras es ihnen nicht erlaubte, die Sterne auf den Film zu bringen. Um die Objekte richtig fotografieren zu können behaupten „Debunker“, waren die Verschlusszeiten zu schnell und die Blenden zu klein, um die Sterne erfassen zu können. Und das gilt, laut den „Debunkern“, für jedes einzelne Foto, das auf dem Mond geschossen wurde. Sogar für diejenigen, die laut den gleichen „Debunkern“, nicht richtig belichtet wurden!

NASA’s eigene Website hat kühn erklärt, „dass Astronauten, die über den hellen Mondboden schreiten in ihren von der Sonne belichteten Raumanzügen buchstäblich blenden würden. Wenn man für einen hell leuchtenden Raumanzug die richtige Belichtung einstellt, werden die Sterne im Hintergrund natürlich zu schwach, um sie sehen zu können.“

Das Problem mit dieser Behauptung ist jedoch, und das sollte jedem Fotografen offensichtlich erscheinen, dass eine Vielzahl von unterschiedlichen Belichtungseinstellungen erforderlich gewesen wäre, um all die Fotos zu schießen, die angeblich vom Mond kommen (Windley gibt das zu, wenn er sagt, dass NASA die „notwendigen Belichtungszeiten im voraus errechnet hat“). All die Szenen unten zum Beispiel, die offensichtlich nicht sehr gut ausgeleuchtet sind, hätten eine lange Verschlusszeit benötigt – eine Verschlusszeit, die definitiv die brilliant leuchtenden Sterne eingefangen hätte, da sie die hellsten Objekte im Blickfeld der Kamera gewesen sind.

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Eine Sache, die ich an den „Debunking“-Webseiten liebe, nebenbei bemerkt, ist wie sie sich so oft selbst widersprechen, während sie ihre „Debunking“-Checklisten abarbeiten. Der immer-pompöse Phil Plait, Inhaber der entsprechend benannten BadAstronomy.com-Webseite, ist ein Paradebeispiel. Ziemlich früh in seinem „Debunking“-Rant schreibt er folgendes: „Ich werde es hier sagen und viele Male wieder darauf zurückverweisen: Der Mond ist nicht die Erde. Die Bedingungen dort sind seltsam und unser gesunder Menschenverstand würde dort versagen.“

Plait kehrt in der Tat viele Male darauf zurück, wenn es seinen Argumenten dienlich ist, aber ebenso häufig wirft er seine Grundregel beiseite, wenn es seinen Zwecken dient – wie, zum Beispiel, nur vier Absätze später, wenn er dem Leser ans Herz legt, „auf der Erde nach draußen zu gehen in der denkbar dunkelsten Nacht und ein Bild mit den selben Kameraeinstellungen aufzunehmen, die die Astronauten verwendet haben, dann wird man keine Sterne sehen! So einfach ist das.“

Zurückhaltend wie er ist, sagt uns Phil nicht, was diese „Kameraeinstellungen“ sind, aber er impliziert eindeutig, dass in jedem Foto die gleichen Einstellungen verwendet wurden, was eindeutig nicht der Fall ist. Phil vergisst ebenso bequemerweise, dass der Blick vom Mond nicht durch eine Atmosphäre gefiltert wird, sodass die Sterne eine vielfache Leutkraft dessen haben, wie hier auf der Erde. Phils kleines Experiment ist also daher völlig ungültig, weil er vergessen hat, dass auf dem Mond die Bedingungen „seltsam“ sind. Und wie es mit allen „Debunkern“ der Fall ist vergisst er auch zu erklären, wie es sein kann, dass niemand daran dachte, ein oder zwei Fotos so zu belichten, um speziell diese brilliante Darstellung der Sterne zu erfassen.

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Die Legende besagt, dass sich ein Dutzend Astronauten für unterschiedliche Zeitspannen auf der Oberfläche des Mondes aufhielten. Alleine die Apollo 17 Astronauten waren angeblich drei Tage lang dort. Für die Dauer ihrer Besuche hätte jeder der zwölf das absolut beeindruckendste Feuerwerk an Sternen gesehen, die je von einem menschlichen Auge erblickt worden sind. Was sie gesehen hätten, wären Sterne,  die um so viele Male heller leuchten, als man irgendwo auf der Erde sehen kann.

Insgesamt hat das dreckige Dutzend Tausende Fotos auf ihren angeblichen Reisen geschossen. Doch erstaunlicherweise dachte nicht einer von ihnen daran, dass es eine gute Idee sein könnte, auch nur ein einziges Foto von solch einem wundersamen Anblick aufzunehmen. Natürlich sind unzählige Fotos der Mondlandefähren und von der monotonen Mondoberfläche auch aufregend, aber nur eine oder zwei Aufnahmen von diesem schillernden Mondhimmel wären auch nett gewesen. Es ist so, als ob jemand zu den Niagara Fällen fahren würde und die einzigen Fotos, die er dort gemacht hat, wären die von seinem Auto, wie es auf einem unscheinbaren Parkplatz steht.

Nun wollen wir unsere Aufmerksamkeit auf das Thema Schatten richten. Wie Skeptiker festgestellt haben, scheinen manche der NASA-Bilder nicht-parallele Schatten zu zeigen, was auf mehr als nur eine Lichtquelle hindeutet. „Debunkers“ haben behauptet, dass solche Diskrepanzen durch „Perspektive“ und topographische Variationen auf der Oberfläche des Mondes erklärt werden können. Und um ehrlich zu sein sind viele der Bilder, die ich auf Webseiten sehen konnte, die beide Argumente bedienen, nicht eindeutig genug, um solche Erklärungen plausibel argumentieren zu können. Aber wie sich herausstellt gibt es einige Bilder in der NASA-Sammlung, die nicht ganz so einfach zu widerlegen sind.

Es gibt in der Tat Bilder, mit denen sich eindeutig nachweisen lässt, dass mehr als eine Lichtquelle verwendet wurde. Nehmen wir zum Beispiel das Bild unten von einem der Landebeine der Apollo 11 Mondlandefähre, die angeblich auf der Oberfläche des Mondes geparkt ist.

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Die primäre Lichtquelle, die die Sonne simulieren soll, ist offenbar rechts von dieser Szene angeordnet, wie deutlich durch die Schatten im Hintergrund gezeigt wird. Aber es gibt ebenso offensichtlich eine sekundäre Lichtquelle aus der Richtung des Fotografen. Wir wissen das, weil wir im Vordergrund sehen können, wie die Schatten der kleinen „Mondsteine“ von uns weg zeigen. Wir wissen das auch, weil wir das Licht sehen können, das von der Goldfolie auf den Boden davor reflektiert wird. Aber am sichersten können wir uns darüber sein, weil wir das Licht tatsächlich sehen können, wie es in der Goldfolie am Bein der Gondel reflektiert wird!

Die Schatten im Vorder- und im Hintergrund stehen fast in einem rechten Winkel zueinander, ein Phänomen, das wahrlich nicht als Wahrnehmungproblem wegdiskutiert werden kann – besonders dann nicht, wenn wir die Reflexion des zweiten Lichts sehen können! Eine andere Frage in Zusammenhang mit diesem bestimmten Foto: Wie, glaubt ihr, kann man ein Foto aus solch einem niedrigen Winkel aufnehmen, wenn die Kamera an der Brust montiert ist? Ist der Fotograf / Astronaut in einem Schützengraben gestanden?

Das andere Problem mit den Schatten ist die Tatsache, dass auf der Mehrzahl der Fotos, die angeblich auf dem Mond aufgenommen worden sind, die Objekte im Schatten deutlich sichtbar sind, auch wenn aufgrund der mangelden Atmosphäre und aufgrund der Tatsache, dass das Sonnenlicht daher nicht zerstreut wird, diese Schattenzonen völlig schwarz sein müssten. Ihr seht, der Mond ist so etwas wie eine Schwarz-Weiß-Welt. Wenn sich etwas im direkten Weg der ungefilterten Sonnenstrahlen befindet, sollte es gut ausgeleuchtet sein (auf einer Seite); wenn nicht, dann sollte es so schwarz sein wie der sternenlose NASA-Mondhimmel.

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Die „Debunker“ haben dafür natürlich eine Erklärung parat. Schauen wir nochmal auf BadAstronomy.com für diese Erklärung, da dies die Webseite zu sein scheint, auf die die anderen „Debunking“-Webseiten so oft verweisen und verlinken, diejenige, die von all den großen Medien unterstützt wird, und auch diejenige, wo die NASA Skeptiker hinschickt. Laut der Webseite, „hat der Mondstaub eine besondere Eigenschaft: Er neigt dazu, Licht wieder in die Richtung zurückzuwerfen, wo es herkam.“ Plait erklärt dann das Problem der beleuchteten Schattenproblematik folgendermaßen: „Nehmen wir an, die Sonne kommt bei einem Bild von der rechten Seite. Sie beleuchtet die rechte Seite der Landefähre, und die linke Seite liegt im Schatten. Allerdings wird das Sonnenlicht, das auf die linke Seite der Landefähre geworfen wird, wieder zurück zur Sonne reflektiert. Dieses Licht trifft auf die Oberfläche und wird nach rechts und oben reflektiert, direkt auf den im Schatten liegenden Teil der Landefähre.“

Im zuvor genannten Beispiel schafft es Plait durch vier ganze Absätze, bevor er sich selbst widerspricht. Hier hat er diesen Rekord unglaublicherweise leicht eingestellt, indem er sich in aufeinanderfolgenden Sätzen widerspricht! Und denkt daran, dies scheint der beste „Debunker“ zu sein, den NASA anzubieten hat (es ist unklar, ob Plait ein bezahlter Lockvogel ist, oder einfach nur ein nützlicher Idiot; mit anderen Worten, es ist unklar, ob er das Zeug, dass er schreibt, selbst glaubt, oder ob er sich wissentlich seinen Arsch ablügt, aber letzteres scheint viel wahrscheinlicher zu sein).

Plait hat recht, wenn er sagt, dass das Licht, das über die Landefähre hinaus auf die linke Seite fällt, wieder „zurück zur Sonne“ reflektiert wird. Leider widerspricht er sich sofort darauf selbst, indem er behauptet, dass das gleiche Licht „auf die rechte Seite“ reflektiert wird, auf die Fähre. Der einzige Weg, wie das passieren kann, wie Plait mit Sicherheit weiß, ist wenn das Licht durch die Landefähre hindurchscheinen würde und von dem im Schatten liegenden Teil des Bodens reflektiert werden würde. Aber das macht natürlich keinen Sinn, genausowenig, wie die Erklärung von Phil keinen Sinn macht.

Licht zerstreut sich nicht auf dem Mond, worauf Plait selbst an anderer Stelle seiner Webseite hinweist. Und die Oberfläche des Mondes (oder zumindest das, was auf den NASA-Fotos als Mondoberfläche durchgehen soll) ist keine sehr reflektierende Oberfläche, wie auf den Fotos gut zu erkennen ist. Eigentlich wäre es richtiger zu sagen, dass der Mond eine sehr selektiv reflektierende Oberfläche besitzt, wo sich das Licht aussucht, nur von den Astronauten, den Fahnen und anderen patriotischen Symbolen reflektiert zu werden.

Es überrascht in keinster Weise, dass Plait seine Leser wieder einlädt, den Effekt hier zuhause zu reproduzieren, und ignoriert dabei komplett die Tatsache, wie er selbst zugegeben hat, dass sich das Licht hier auf der Erde in ganz unterschiedlicher Weise verhält, als auf dem Mond. Plait behauptet auch, dass „eine raffinierte Demonstration der Schattenbeleuchtung von Ian Goddard durchgeführt wurde und hier gefunden werden kann. Seine Demonstrationen sind großartig und können den Punkt gut rüberbringen.“ In Wahrheit sind Goddards „raffinierte Demonstrationen“ völlig von der Tatsache abhängig, dass die Atmosphäre das Licht zerstreut, und daher besitzen sie keinerlei Gültigkeit.

Ich habe übrigens vergessen bei der früheren Diskussion zu erwähnen, dass Plait ebenso an seine Leser appellierte, ein erdgebundenes Experiment durchzuführen um das Rätsel der divergierenden Schatten zu lösen. Laut Phil, „kann man dieses Experiment selbst durchführen. Geh an einem klaren Tag nach Draußen wenn die Sonne tief steht und vergleiche die Richtung Schatten von nahen und fernen Objekten. Man sieht, dass es den Eindruck erweckt, als würden sie divergieren. Hier ist eine wichtige Behauptung der Skeptiker, die ihr ganz einfach selbst widerlegen könnt!“

Hier ist ein weiteres Experiment, das Plait vielleicht selbst ausprobieren möchte: Geh irgendwann tagsüber nach draußen und sieh nach oben in den Himmel. Wenn es absolut tiefschwarz ist, dann zögere nicht damit weiterzumachen, deinen Lesern zu raten, Mondsimulationen hier auf der Erde durchzuführen. Wenn es jedoch blau ist (oder grau, oder weiß, oder so ziemlich jede andere Farbe als schwarz), dann hör damit auf zu behaupten, dass die Bedingungen am Mond hier auf der Erde nachgebildet werden können, wenn wir es alle besser wissen (oder sollten).

Und wenn du mit diesem Experiment fertig bist? Versuch mal die Kamera-an-der-Brust-Herausforderung und lass alle wissen, wie gut das bei dir geklappt hat. Und versuch, einige dieser Aufnahmen aus flachem Winkel zu machen, auf die NASA so steht.

Die Wahrheit ist, dass obwohl eine begrenzte Menge an Licht sich in den Schatten widerspiegeln würde, es immer noch viel zu viele Details in den Schatten von so gut wie allen NASA-Fotos gibt – wenn die Argumente, die NASA und Plait zuvor verwendet haben überhaupt stimmen. Wie sich die Leser erinnern können, war die frühere Behauptung, dass die Mondoberfläche und die Raumanzüge der Astronauten so hell im ungefilterten Sonnenlicht waren, sodass sehr kurze Belichtungszeiten und sehr kleine Blenden nötig waren, um die Aufnahmen nicht überzubelichten.

Das Problem für NASA und ihre Kampfhunde ist jedoch, dass man nicht beides haben kann. Wenn die Kamera eine kleine Blende verwendet, um eine Überbelichtung der extrem hellen Motive zu vermeiden, dann kann sie nicht gleichzeitig die vollen Details im Schatten erfassen. Und wenn die Blende und die Verschlusszeit darauf eingestellt gewesen wäre, Details im Schatten aufzunehmen, dann hätte die Kamera notwendigerweise auch die leuchtenden Sterne aufgenommen, die viel heller als alles wären, was auf der Mondoberfläche so rumliegt. Auch andere Planeten würde man sehr gut sehen können vom Mond aus, aber keiner davon kann in irgendeinem NASA-Foto gesehen werden.

Erinnert ihr euch übrigens daran, was uns Windley vorher über die Beziehung zwischen der Blende und der Tiefenschärfe erzählt hat? Als Grundregel gilt, je kleiner die Blendeneinstellung, desto größer würde die Tiefenschärfe sein. Umgekehrt hat ein Foto, das mit einer großen Blende aufgenommen wurde, nur wenig Tiefenschärfe. Deshalb tendieren Portraitfotografen dazu, mit einer möglichst großen Blende zu fotografieren, um das Motiv absichtlich von Vorder- und Hintergrundelementen zu isolieren. Landschaftsfotografen, auf der anderen Seite, wählen eine kleine Blende, damit die ganze Szene scharf abgebildet wird.

Mit diesen geringen fotografischen Grundkenntnissen ist es ziemlich einfach festzustellen, ob die NASA-Fotos tatsächlich mit einer sehr kleinen Blendeneinstellung aufgenommen wurden. Und ein guter Anfang wäre es, so denke ich, mit dem allerersten Foto anzufangen, das angeblich von einem Menschen aufgenommen wurde, der auf dem Mondboden steht. Unten ist das, was angeblich Armstrongs erster Versuch in Mondfotografie war, gleich nachdem er aus der Landefähre geklettert ist.

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Zunächst einmal denke ich sind wir uns alle darüber einig, dass unter den gegebenen Umständen es ein verdammt guter erster Versuch war. Es gibt natürlich auf Anhieb mit der Tatsache Probleme, dass die Schatten offensichtlich von einer diffusen zweiten Lichtquelle beleuchtet werden, denn sonst könnten wir nicht die Oberseite der Tasche sehen, oder das United States-Zeichen, oder die im Schatten liegende Seite des Landebeins, aber wonach wir hier wirklich suchen, ist die Tiefenschärfe, von der dieses Foto ziemlich wenig aufweist. Der Fotograf hat hier auf das United States-Zeichen fokussiert (und das hat er blind getan!), aber sonst erscheint wenig scharf. Daher wissen wir vom allerersten Foto, dass die „Debunker“ über die Belichtungseinstellungen lügen.

Gehen wir weiter zum angeblichen zweiten Foto von Armstrong, das unten zu sehen ist, und wieder finden wir sehr wenig Tiefenschärfe. Sowohl der Vorder- als auch der Hintergrund sind ziemlich verschwommen, was darauf hinweist, dass es eindeutig nicht mit einer kleinen Blendeneinstellung aufgenommen wurde. Und doch ist kein Stern zu sehen.

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Bevor wir weitermachen, gibt es da ein Weiteres von Armstrongs Fotos, bei dem ich mich verpflichtet fühle, es hier zu präsentieren. Es ist immerhin sein Meisterwerk, und wahrscheinlich auch das kultigste von allen Apollo-Fotos. Ich spreche natürlich über das sogenannte „Man-on-the-Moon“-Foto seines Kollegen Buzz Aldrin, unten zu sehen (aber wahrscheinlich ist das nicht wirklich Aldrin, meine Vermutung ist, dass die zwei gleichen Schauspieler alle Moonwalking-Videos und Fotos der angeblichen Missionen gedreht haben).

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Wir müssen zunächst natürlich Neil ein Kompliment aussprechen für die atemberaubende Komposition. Es sieht kaum gestellt aus. Aber es gibt hier Probleme. Wieder einmal kann ich keine Tiefenschärfe erkennen, die uns von Windley versprochen wurde. Es ist auch ziemlich schwer, nicht zu erkennen, dass Buzz‘ Raumanzug nicht unter Druck steht. Weiters ist die Mondoberfläche ziemlich ungleichmäßig beleuchtet, was darauf hindeutet, dass die verwendete Lichtquelle viel näher als die Sonne war. Und dann ist da das sichtbare Fehlen von Schattenbildung auf Buzz‘ Raumanzug. Er wirft einen Schatten auf den Boden, aber da ist kein entsprechender Schatten auf seinem Körper. Sogar hier auf der Erde ist das nur mit einer zweiten Lichtquelle möglich.

Es gibt einige Bilder in der NASA-Sammlung, die ohne zweite Lichtquelle aufgenommen wurden, also wissen wir, wie gefälschte Bilder der Mondlandung aussehen sollten. Das Action-Foto unten vom Mondfahrzeug, zum Beispiel, wurde ohne zweite Lichtquelle aufgenommen, um die Schatten zu füllen. Die Schatten sind zwar noch immer nicht so dunkel, wie sie es auf dem Mond sein müssten, aber der Unterschied zwischen einem gefälschten Mond-Foto ohne Aufhellblitz und einem gefälschten Mond-Foto mit Aufhellblitz könnte nicht offensichtlicher sein.

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NASA gefiel das „Man-on-the-Moon“-Foto übrigens so gut, dass sie es im Wesentlichen für die Apollo 12 Mission neu inszeniert haben. Wie unten zu sehen ist, wurde auch für dieses Foto eine zweite Lichtquelle verwendet. Ohne den Aufhellblitz ist es einfach unmöglich, dass auf einem Teil des Raumanzugs des Astronauten keine Schatten zu sehen sind, wie es beim Rover-Foto oben der Fall ist.

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Gehen wir weiter zum nächsten Thema, das Geheimnis der verschwindenden Fadenkreuze. Das Problem ist laut den Skeptikern, dass die Fadenkreuz-Referenzmarkierungen, die in die Kameralinsen geätzt wurden und daher über allen anderen Objekten auf den Fotos zu sehen sind, manchmal hinter diesen Objekten zu verschwinden scheinen.

Plait liegt hier richtig, wenn er erklärt, dass das Phänomen ein Problem von Überbelichtung und Kontrast ist. Wenn einige der helleren Dinge auf dem Foto überbelichtet werden, dann neigen die feinen Fadenkreuze dazu ausgewaschen zu werden. Dies ist tatsächlich eine vernünftige Erklärung für diesen Effekt (ich habe übrigens vorher erwähnt, dass ich kein Raketenwissenschaftler bin, ich bin jedoch Fotograf).

Die Behauptung, dass die Fadenkreuze sichtbar sein sollten, setzt voraus, dass NASA Objekte zu den Fotos hinzugefügt hat, und so eine Zusammensetzung erschaffen hat. Ich bezweifle ernsthaft, dass dies passiert wäre. Die Szenen scheinen sehr sorgfältig inszeniert worden zu sein, bevor die Fotos aufgenommen wurden, also gäbe es keine Notwendigkeit für Cut/Paste. Und wenn NASA geplant hätte, zusätzliche Elemente auf den Fotos hinzuzufügen, dann bezweifle ich, dass sie diesen Prozess durch die Verwendung von Kameras mit Fadenkreuzen verkompliziert hätten; es wäre viel leichter gewesen, die Zusammenstellungen zuerst zu erzeugen und das Gitter von Fadenkreuzen darüberzulegen.

Allerdings … kann das gleiche sicher nicht von den Bildern gesagt werden, die angeblich verschiedene Teile des Raumschiffs zeigen, wie es durch den Weltraum fliegt. Nehmen wir zum Beispiel das Bild unten, dass ein zweidimensionales Abbild einer dreidimensionalen Szene der Kommando- und der Service-Kapsel im Mondorbit sein soll. Wenn es tatsächlich eine dreidimensionale Szene sein sollte, dann würde sich das Raumschiff 69 Meilen über der Mondoberfläche befinden – was es, wie ich glaube, schwierig für einen Teil der Mondoberfläche machen würde, einen Teil des S-Band-Antennen-Systems zu verdecken.

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Das Foto ist, wie klar in der Vergrößerung unten zu sehen ist, eindeutig eine Zusammenstellung. Und nicht einmal eine sehr gute. Also ist es durchaus möglich, dass einige der Fotos, die angeblich auf dem Mond geschossen wurden, ebenfalls Zusammenstellungen sind. Ich habe natürlich nicht jedes einzige davon untersucht. Ich sage nur, dass die Fotos mit verschwindenden Fadenkreuzen, die ich gesehen habe, nicht den Anschein erwecken, dass sie zusammengestellt wurden.

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Das nächste Problem mit den NASA-Fotos ist, dass manche von ihnen scheinen, als hätten sie idente Hintergründe, aber einen unterschiedlichen Vordergrund. Wie Phil Plait erklärt: „In einem [Foto] zeigen sie die Mondlandefähre mit einem Berg im Hintergrund. Dann zeigen sie ein anderes Bild vom gleichen Berg, aber im Vordergrund ist keine Landefähre. Die Astronauten hätten das Bild natürlich nicht vor der Landung aufnehmen können, und nach dem Start lässt die Landefähre den unteren Bereich zurück. Deshalb müsste auf dem zweiten Bild etwas zu sehen sein, und der Vordergrund könnte nicht leer sein.“

Plait beginnt sein „Debunking“ mit der ziemlich umwerfenden Feststellung: „Wie immer, sprecht mir nach: Der Mond ist nicht die Erde.“ Plait macht damit weiter zu behaupten, dass Entfernungen auf dem Mond ziemlich schwierig einzuschätzen sind und dass die zwei Fotos eigentlich aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln aufgenommen wurde, und doch bleibt der Hintergrund beinahe gleich, denn obwohl es nicht den Anschein macht, ist der Hintergrund sehr sehr weit entfernt. Entweder das, oder einer der Astronauten war in Wirklichkeit David Copperfield.

Unten sind die beiden Fotografien. Ich überlasse es dem Leser, zu entscheiden, ob er Plait zustimmt, dass die „Berge“ in Wirklichkeit sehr sehr viel weiter von der Landefähre entfernt waren, als es die Landefähre vom Fotografen ist. Und ich tue das während ich darauf hinweise, dass Phil weder die Fotos zeigt noch einen Link zu ihnen gibt, aber stattdessen von seinen Lesern verlangt, dass sie ihm glauben. Ich frage mich, warum er das tun sollte, wenn er so sicher bei seinen Schlussfolgerung ist? Ich frage mich auch, warum es im letzten Foto so scheint, als wäre die Landefähre weit näher bei den Bergen geparkt, als Plait uns glauben machen will.

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pdf-iconDavid McGowan – Wagging the Apollo Moon Doggie [DE; 192 Seiten; 6,0 MB]

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