David McGowan – Wagging the Moon Doggie – Apollo 7


wagthemoondogNovember 21, 2009

„Das LEM (Lunar Excursion Module) war mit Mylar umwickelt. Für viele Ingenieure war das endgültige Fahrzeug eine Beleidigung für jede Vorstellung davon, wie ein Raumschiff aussehen sollte … Es war eine der seltsamsten und unwahrscheinlichsten Flugmaschinen, die je erdacht wurden.“

Moon Machines: The Lunar Module, Science Channel, 2008

Während ich untätig vor ein paar Tagen durch die Kanäle zappte, bemerkte ich, dass der Science Channel plant, ein paar Mondlandungsdokumentationen auszustrahlen. Zum Glück war ich gerade etwas gelangweilt und so entschied ich mich reinzuschauen, obwohl ich mir nicht wirklich viel erwartet habe über die Standardbehauptungen hinaus, die in vielen anderen Dokumentationen, die ihren Schwerpunkt auf die angeblichen Apollo-Missionen legten, gemacht wurden.

Ich war jedoch angenehm überrascht herauszufinden, dass die zwei Stunden, die ich damit verbracht habe zuzusehen, wie der Science Channel die Mondlandungen präsentiert hat, gut investiert hatte, da ich ziemlich viele Fakten mitbekommen habe, die ich vorher noch nicht von anderem Quellmaterial kannte. Das wichtigste, was ich gelernt habe, war eine Art von Lektion: Versuche niemals, die Apollo-Missionen zu verspotten – aus dem einfachen Grund, dass alle derartigen Bemühungen vergeblich sein werden, da keine Behauptung, die im Scherz gemacht wurde, egal wie absurd, jemals die Verrücktheit der tatsächlichen Behauptungen toppen kann, die von NASA und ihren Partnern gemacht worden sind.

Die bessere der beiden Fernsehdokumentationen war Moon Machines: The Lunar Module, die sich als Teil einer Serie herausstellte, die, wie es der Zufall so will, auf Netflix leicht verfügbar ist (mit allen 6 Stunden bequem auf eine DVD gepackt). Netflix dachte weiters, dass mir die zweistündige Doku von Nova – To the Moon und der Mehrteiler vom Discovery Channel – When We Left Earth auch gefallen würden, also habe ich diese ebenfalls meiner Warteschlange hinzugefügt. Nachdem ich nun alles aufgesaugt habe, was Moon Machines, To the Moon, When We Left Earth und First on the Moon: The Untold Story zu bieten hatten, wurde mir klar, dass meine Entlarvung der angeblichen Mondlandungen nicht ganz so gründlich war, wie sie es hätte sein können, also kommt hier ein weiteres Kapitel. Oder vielleicht zwei. Oder wahrscheinlich drei. Vielleicht sogar vier.

Moon Machines: The Lunar Module begann damit, wie ein Moderator namens Josh Stoff den Zusehern erklärte, dass als JFK seine historische Rede am 25. Mai 1961 hielt – diejenige, in der er kühn verkündete, dass die Amerikaner noch in diesem Jahrzehnt auf den Mond fliegen würden – „Die Vereinigten Staaten hatten insgesamt 15 Minuten Raumflugerfahrung … und nun waren wir verpflichtet, auf den Mond zu fliegen … Wir wussten überhaupt nichts über den Mond.“

Tatsächlich, hätte Kennedy diese Rede nur drei Wochen früher gehalten, hätte Stoff seine Aussage ändern müssen auf: „Die Vereinigten Staaten hatten überhaupt keine Raumflugerfahrung, und nun waren wir dazu verpflichtet, zum Mond zum fliegen!“ Am 5. Mai 1961 war Alan Shepard der erste Amerikaner im Weltraum, als er einen 15-minütigen Flug in einer Mercury-Kapsel unternahm, die im Grunde nach oben flog und dann sofort wieder nach unten. Die Mission war eine hastig zusammengestellte „Hey, seht her! Wir können es auch!“-Antwort an die UdSSR, die den ersten Menschen am 12. April 1961 in den Weltraum geschickt haben.

Shepards Leistung kam nicht einmal annähernd in die Nähe dessen, was die Sowjets erreicht haben. Yuri Gagarin flog in der Vostok 1 ins erdnahe Orbit und machte eine vollständige Umrundung der Erde in 1 Stunde und 48 Minuten. Im Vergleich dazu hat Shepard im wesentlichen einen kurzen Flug mit einer übergroßen Silvesterrakete unternommen. Es brauchte noch vier volle Monate, bis zum 13. September 1961, bis die Vereinigten Staaten ihr erstes unbemanntes Raumschiff dazu brachten, eine volle Erdumrundung durchzuführen. Erst Ende Februar 1962, fast ein Jahr nach Gagarins Flug, würde NASA behaupten, einen Amerikaner (John Glenn) in den Orbit bekommen zu haben.

Gagarin_space_suitAm Tag von Gagarins historischem Flug beantwortete der sich deutlich unwohl fühlende Präsident Kennedy fragen von besorgten Medienleuten. Auf die Frage, ob wir vorhatten, die Russen auf dem Weg zum Mond zu schlagen, erwiderte Kennendy gereizt, dass „wir zuerst ein Urteil auf der Grundlage der besten Informationen, die wir bekommen können, fällen müssen, ob wir die Russen am Weg zum Mond schlagen können„. Auf eine Folgefrage über die Saturn-Raketen, die bereits vom Von Braun-Team entwickelt wurden, antwortete ein sichtlich verärgerter Kennendy, dass „uns Saturn noch immer weit zurückliegen lässt.“

Konrad Dannenberg, ein Raketenantriebs-Ingenieur, der mit Von Braun 33 Jahre zusammenarbeitete, zuerst in Nazi-Deutschland und dann in Huntsville, Alabama, stimmte zu, dass „Sie [die Sowjets] wirklich in allen Bereichen vor uns lagen.“ Also trotz der häufigen Behauptungen der „Debunker“, dass es eigentlich ein knappes Rennen war, oder dass die Sowjets eigentlich gar nicht in Führung lagen, waren sich alle über die Tatsache einig, vom Präsidenten der Vereinigten Staaten bis zu den Wissenschaftlern, die tatsächlich die Maschinen entwickelten und bauten, die uns angeblich auf den Mond gebracht haben, dass die Sowjets den USA weit voraus waren in so gut wie allen Bereichen des Wettlaufs ins All.

Die „Debunker“ haben jedoch mit einer Sache recht: die Liste, wo die Sowjets überall Erster waren, die ich in einem früheren Beitrag in dieser Serie eingefügt habe, ist nicht ganz richtig. Um ehrlich zu sein glaube ich, dass ich die Sowjets zu kurz kommen ließ, da ich eine Reihe von frühen Errungenschaften ihres Weltraumprogramms vergessen habe anzuführen, einschließlich ein paar Sachen, die von den USA auch in Jahrzehnten nicht erreicht werden konnten. Hier ist also eine detailliertere Liste, wo die Russen überall Erster waren in den Jahren vor und während der angeblichen Apollo-Missionen:

  • 15. Mai 1957 – Die Sowjetunion testet die R-7 Semyorka, die weltweit erste Interkontinentalrakete
  • 04. Oktober 1957 – Die Sowjets starten Sputnik 1, der erste künstliche Erdtrabant
  • 03. November 1957 – Ein Hund namens Laika wird das erste Tier, welches die Erdumlaufbahn erreicht, an Bord von Sputnik 2. Leider wurde für Laika aber kein Rückflug gebucht
  • 02. Jänner 1959 – Luna 1 wird zum ersten künstlichen Objekt, welches die Erdumlaufbahn verlässt
  • 13. September 1959 – Nach einer absichtlichen Bruchlandung wird Luna 2 zum ersten künstlichen Objekt auf dem Mond
  • 06. Oktober 1959 – Luna 3 blickt für die Menschheit das erste Mal auf die erdabgewandte Seite des Mondes
  • 20. August 1960 – Belka und Strelka an Bord von Sputnik 5 sind die ersten Tiere, die sicher aus der Erdumlaufbahn wieder zurückkehren
  • 14. Oktober 1960 – Marsnik 1, die erste Sonde, die von der Erde zum Mars geschickt wurde, hebt ab
  • 12. Februar 1961 – Venera 1, die erste Sonde, die von der Erde zur Venus geschickt wurde, hebt ab
  • 12. April 1961 – Yuri Gagarin, an Bord der Vostok 1, wird zum ersten Menschen im Erdorbit
  • 19. Mai 1961 – Venera 1 flog zum ersten Mal an einem Planeten vorbei (Venus)
  • 06. August 1961 – Gherman Titov an Bord der Vostok 2, wird zum ersten Menschen, der über einen Tag in der Erdumlaufbahn verbringt und ist der Erste, der in der Erdumlaufbahn schläft
  • 11. & 12. August 1962 – Vostok 3 und Vostok 4 starten, die ersten gleichzeitigen bemannten Raumflüge (obwohl sie nicht miteinander andockten)
  • 12. Oktober 1964 – Voskhod 1, mit der ersten mehrköpfigen Besatzung an Bord, startet
  • 18. März 1965 – Aleksei Leonov, an Bord der Voskhod 2, führt den ersten Weltraumspaziergang durch
  • 03. Februar 1966 – Luna 9 wird die erste Sonde, die eine kontrollierte, „weiche“ Landung auf dem Mond durchführt
  • 01. März 1966 – Venera 3, gestartet am 16. November 1965, wird zur ersten Sonde, die auf einem anderen Planeten (Venus) aufschlägt
  • 03. April 1966 – Luna 10 wird zum ersten künstlichen Mondsatellit
  • 30. Oktober 1967 – Cosmos 186 und Cosmos 188 werden die ersten unbemannten Raumschiffe, die in der Erdumlaufbahn miteinander andocken. Die Vereinigten Staaten werden dieses Manöver für 40 Jahre nicht duplizieren können
  • 16. Jänner 1969 – Soyuz 4 und Soyuz 5 werden die ersten bemannten Raumschiffe, die in der Erdumlaufbahn miteinander andocken und ihre Mannschaften austauschen
  • 17. November 1970 – Lunokhod 1, der erste Roboter-Rover, der auf einem außerirdischen Himmelskörper landet und ihn erforscht, landet auf dem Mond. 27 Jahre später landen die Vereinigten Staaten ihren ersten Roboter-Rover auf dem Mars.
  • 15. Dezember 1970 – Venera 7 wird die erste Sonde, die eine weiche Landung auf einem anderen Planeten (Venus) macht
  • 19. April 1971 – Salyut 1 wird die erste Raumstation, die die Erde umrundet
  • 22. August 1972 – Mars 2 wird zur ersten Sonde, die die Oberfläche des Mars erreicht

Soviet_moonroverIch fühle mich jetzt viel besser, nachdem wir diese Sache richtig gestellt haben. Und ich bin sicher, dass die „Debunker“, die in der Vergangenheit viel kürzere Listen der Erst-Erfolge der Sowjets als „aufgeblasen“ bezeichneten, sich ebenfalls viel besser fühlen werden.

Den Sowjets gelang der erste Vorbeiflug am Mond, sie starteten das erste Schiff, welches auf dem Mond einschlug, sie waren die Ersten, denen eine weiche Landung am Mond gelang, sie brachten das erste Objekt in den Mondorbit, und bleiben, bis zu diesem Tag, die einzige Nation, die ein Roboterfahrzeug auf dem Mond landeten und betrieben. Es sollte nun für alle klar sein, warum die Sowjets, die in fast allen Bereichen der Raumfahrt vor uns lagen, in manchen Fällen für Jahrzehnte, niemals einen Menschen auf dem Mond gelandet haben. Oder auch nur einen Menschen geschickt hat, den Mond zu umrunden. Wenn man darüber nachdenkt, haben sie nichtmal einen Hund zum Mond geschickt.

Es wäre schwierig zu argumentieren, dass die Russen nicht die angemessene Finanzierung für ihr Weltraumprogramm hatten, oder dass sie nicht einige der besten Wissenschaftler der Welt an diesem Weltraumprogramm arbeiten ließen, oder dass sie nicht den Willen und das Verlangen hatten, erfolgreich zu sein. Was ihnen fehlte, denke ich, war der Zugang zu Hollywood-Produktionsanlagen. Aber kommen wir wieder zu unserem vorherigen Thema der Diskussion zurück …

Am 14. April 1961, zwei Tage nach Gagarins historischem Flug, fragte Berichten zufolge Kennendy in Panik die NASA, welche Errungenschaft im Weltraum wir vor den Sowjets erreichen könnten. Der Legende nach wurde Kennedy gesagt, dass Amerikas beste Chance die Russen zu schlagen eine bemannte Mondmission wäre. Die Begründung war, dass die Sowjets so weit vor uns gelegen sind, dass sie uns sicherlich bei jedem Meilenstein haushoch überlegen waren, was Errungenschaften im erdnahen Orbit anbelangte (Weltraumspaziergänge, längere Flugzeit, Rendezvous- und Docking-Manöver, etc.), also war unsere beste Wahl, es mit einem weit entfernten Ziel zu versuchen.

Das Problem war jedoch, dass keine der Technologien existierte, die erforderlich waren, um solch ein Ziel zu dieser Zeit zu erreichen. Wir hatten nicht die Raketentechnologie, um eine solche Mission anzutreiben, noch das Navigationssystem, um eine solche Reise zu leiten, noch die digitale Computertechnologie, um das Navigationssystem zu betreiben, noch die Raumanzug-Technologie, um unsere Astronauten zu schützen, noch die Technologie, um sich im Weltall zu treffen und anzudocken, noch die Technologie, um einen Wüsten-Buggy zu bauen, der auf dem Mond funktionierte, noch die Technologie, um eine Mondlandefähre zu entwickeln und zu bauen. NASA war erst weniger als drei Jahre im Geschäft und wurde im Jahr 1958 als direkte Reaktion auf den Start von Sputnik gegründet.

Und dennoch haben wir nur 8 Jahre später tatsächlich angeblich Menschen auf den Mond geschickt. In nur acht kurzen Jahren, wobei wir fast von Null anfangen mussten, haben wir jedes Stück Technik entwickelt, gebaut, getestet, verfeinert und perfektioniert, das erforderlich war, um Menschen auf den Mond zu schicken, und wir haben das so gut in dieser kurzen Zeitspanne getan, dass bis Juli 1969 jedes Rädchen im Getriebe so gut wie fehlerlos funktionierte. Doch jetzt, nach einem halben Jahrhundert der Weltraumforschung in unseren Knochen, und mit all der notwendigen Technick, die schon vor langer Zeit perfektioniert wurde, erklärt uns NASA, dass es doppelt so lange dauern würde, um einen Menschen auf den Mond zu schicken. Aber darauf habe ich vielleicht bereits hingewiesen.

Nach Kennedys mutiger Erklärung hatte niemand eine wirkliche Ahnung, wie man Astronauten zum Mond und wieder zurück bekommt. Eine Denkrichtung stellte fest, das man eine gigantische Rakete brauchte, die den ganzen Weg dorthin fliegen würde, dort landen sollte, und dann den ganzen Weg wieder zurückfliegen würde. Der große Nachteil bei diesem Vorschlag war, dass er völlig absurd war. Das größte Problem war, dass es irgendwie notwendig sein würde, einen 90 Meter hohen Zylinder in einer perfekt aufrechten Position zu landen. Das war aber nicht das einzige Problem. Das Aus- und Einsteigen in eine Kapsel, die an der Spitze einer großen Rakete angebracht ist, könnte sich ebenfalls als kleines Problem herausstellen. Und diese Rakete dann wieder zu starten, ohne Startrampe und Bodenpersonal, kann echt schwierig sein.

Eine weitere Idee schlug den Start von zwei Raketen vor, wobei die eine hauptsächlich den Treibstoff mitführt und die andere unsere furchtlosen Astronauten. Die Idee war, dass sich die zwei Fahrzeuge im Erdorbit trafen und andockten, das bemannte Schiff würde durch das andere Schiff betankt werden, und unsere Jungs würden dann zum Mond aufbrechen. Warum dies als notwendig erachtet wurde, kann jeder nur raten, da die „Debunker“ allgemein behaupten, dass man eigentlich nicht so viel Treibstoff braucht, wenn man einmal die Erdumlaufbahn verlassen hat, da man einfach nur irgendwie durch das Vakuum fällt bis man den Mond erreicht.

Unter all den absurden Ideen, wie wir unsere Jungs vor den Russen zum Mond bekommen sollten, gab es eine einsame Stimme in der Wüste, einen „obskuren Ingenieur“ namens John Houbolt, der einen völlig anderen Plan vorschlug: Ein zweites Raumschiff zu bauen, das an Bord eines größeren Mutterschiffs mitgenommen wird, das in der Lage sein würde, hinunter zum Mond und wieder zurückzufliegen, während das größere Schiff in der Mondumlaufbahn blieb!

Wie der Erzähler von Moon Machines feierlich erklärte: „Es gab nur einen gewaltigen Nachteil: Um wieder zurück zur Erde zu kommen, musste sich das Mondshuttle mit dem Mutterschiff im Mondorbit treffen.“ Wie Stoff hinzufügte: „Wovor jeder dabei Angst hatte, war, dass man sich um den Mond treffen und andocken musste. Man ist eine Viertel Million Meilen von der Erde entfernt! Und er schlägt das im Jahr 1961 vor, als wir noch keine Raumfahrterfahrung hatten und jeder über ein Rendezvous in der Erdumlaufbahn beunruhigt war.“

Unnötig zu sagen, dass alle den radikalen Vorschlag von Houbolt verspotteten. Die sehr lautstarke Opposition bei NASA wurde von Herrn von Braun angeführt, der kategorisch und heftig die Vorstellung eines Rendezvous im Mondorbit ablehnte (die Idee scheint übrigens von einer frühen Sowjetstudie abgeschaut worden zu sein). Aber Houbolt war angeblich von zäher Art und wollte nicht so schnell aufgeben. Er ging sogar so weit, um direkt Bob Seamans an der Spitze der Nahrungskette der NASA am 15. November zu schreiben. Houbolt wurde natürlich sofort von den hohen Tieren bei NASA ernst genommen, die prompt verlangten, dass seine Ideen eine ernsthafte Anhörung erhalten sollten.

Angeblich wurde im Juni 1962 ein wichtiger Wendepunkt erreicht, als ein Meeting abgehalten wurde. Während dieses historischen Meetings, wird uns vom Erzähler von Moon Machines geschildert, „hat von Braun alle überrascht“: Wernhers eigenes Team hielt eine detaillierte Präsentation vor den versammelten Wissenschaftlern, nach der von Braun ihnen dankte und ihnen überschwängliche Komplimente machte – bevor er ihnen erzählte, dass er NASA empfehlen wird, nicht mit dem Konzept seines eigenen Teams an den Start zu gehen. Stattdessen würde er die sogenannte LRO-Option, oder Lunar Orbit Rendezvous, empfehlen!

Wie ein weiterer maßgeblicher Sprecher namens Bill Causey erklärte: „Es war eine solche Überraschung für alle, dass sogar seine eigenen Mitarbeiter einige Tage später ein privates Meeting mit ihm hatten und sie sagten: ‚Warum in alles in der Welt hast du das gesagt?‚ Ja, warum eigentlich? Meine Vermutung ist, dass irgendjemand endlich das Memo an Wernher weitergegeben hat, das erklärte, dass wir über die dumme Idee hinwegkommen müssten, dass wir wirklich zum Mond gehen werden. Was stattdessen gebraucht wurde, war ein Plan, wie man die ganze Geschichte der amerikanischen Bevölkerung verkaufen könnte.

Seltsamerweise wurde Mr. Houbolt, von dem wir glauben sollen, dass er im Alleingang NASA das Konzept der Mondlandefähre verkaufte, und ohne den wir wahrscheinlich nie Menschen auf den Mond geschickt hätten, so gut wie vergessen. Das erscheint als seltsame Art und Weise der Geschichte mit jemandem umzugehen, dessen brillianter Verstand angeblich die Tür dafür öffnete, dass Menschen auf dem Mond spazieren gehen.

LOR2Der Mann, auf dessen Name am häufigsten verwiesen wird, wenn über die Mondlandefähre gesprochen wird, ist übrigens ein Herr namens Thomas Kelly, der Projektmanager, der für das Design, die Konstruktion und die Tests des LEM verantwortlich war. Kelly war Mitglied der Quill and Dagger-Gesellschaft, die Antwort der Cornell Universität auf den berüchtigten Skull and Bones-Orden aus Yale. Ich dachte, ich sollte dies vielleicht erwähnen.

Im Juli 1962 gab NASA bekannt, dass sie sich völlig dem Konzept der Mondlandefähre verschrieben haben und begann damit nach Auftragnehmern zu suchen, um die Landefähre konstruieren zu lassen. Wie es das Schicksal so wollte arbeitete eine kleine Flugzeug-Firma in Long Island, die Grumman Corporation, bereits am Design einer unabhängigen Mondlandefähre und erahnte somit geschickt die baldige Nachfrage auf dem Markt. So war Grumman in der Lage, einen viel detaillierteren Vorschlag als andere Bewerber vorzulegen und besiegelte so den Deal mit NASA.

Im November 1962 wurde Grumman der Auftrag gegeben zu bauen, was Moon Machines folgendermaßen beschrieb: „Das komplizierteste und hoch-entwickeltste Raumschiff, das je erdacht worden ist.“ Wir werden auch informiert, dass bald darauf das LEM als das bezeichnet wurde, „was viele als das erste wahre Raumschiff betrachteten“. Bis zu diesem Tag wurde kein anderes Raumschiff gebaut, das in der Lage ist, Menschen auf einem planetaren Körper zu landen. Bis heute wurde kein anderes Raumschiff gebaut, das von einem planetaren Körper abheben und nach Hause fliegen kann. Bis heute wurde kein anderes Raumschiff gebaut, das in der Lage ist, im Mondorbit Rendezvous- und Andockmanöver durchzuführen. Bis heute wurde kein Raumschiff gebaut, das die Astronauten vor den Gefahren im Weltall schützen kann, wenn es außerhalb des Van Allen-Gürtels unterwegs ist.

Wenn man darüber nachdenkt, macht es durchaus Sinn, dass Amerikas erstes echtes Raumschiff, das aus den Kindertagen des Weltraumzeitalters stammt, bis zum heutigen Tag auch das „komplizierteste und anspruchvollste Raumfahrzeug war, das je erdacht worden ist“. Denn hat Henry Ford nicht ebenfalls das komplizierteste und hoch-entwickelste Automobil gebaut, das je erdacht wurde? Und haben Orville und Wilbur nicht auch das komplizierteste und anspruchvollste Flugzeug gebaut, das je erdacht wurde? Und hat Alexander Graham Bell nicht das iPhone erfunden?

Von Anfang an stellte sich Grumman ein zweistufiges Fahrzeug vor, das so viel wie möglich Gewicht in der unteren Hälfte, der Abstiegsstufe, des Raumschiffs hatte. Die Beseitigung von Übergewicht war von immenser Bedeutung. Frühe Entwürfe hatten zum Beispiel keine Leiter, da eine Leiter als unnötiges Gewicht angesehen wurde. Mit einem Sechstel der Schwerkraft, so wurde angenommen, könnten die Astronauten mit Hilfe eines Seils hinein und herausklettern. Natürlich kamen die Fähren nichteinmal in die Nähe einer reduzierten Anziehungskraft, weswegen wahrscheinlich wieder eine Leiter an die Landefähre angeschraubt wurde.

Laut dem Science Channel war die einzige Konstante bei Grumman beim Design der Fähren die Veränderung. So sehr, „dass schließlich im Frühjar 1965 NASA die Befürchtung hatte, dass die Design-Veränderungen niemals aufhören würden, und einen Freeze verhängte.“ NASA hatte sich offenbar dafür entschieden, dass 2,5 Jahre Arbeit mit dem Wissen und der Technologie der 1960er Jahre ausreichend Zeit war, um das „komplizierteste und hoch-entwickelste Raumschiff zu bauen, das je erdacht worden ist.“ Was auch immer sich die Grumman-Jungs bis zu diesem Zeitpunkt ausdenken mussten, hätte gut genug sein müssen, um unsere Jungs vom Mutterschiff zum Mond und wieder zurückzubringen.

Nun war es an der Zeit, mit der Arbeit zu beginnen und eigentlich zu bauen, was beschrieben wird als „ein völlig unabhängiges Raumschiff, mit seinem eigenen Antrieb, Treibstoff, Lebenserhaltungssystem und Navigationsausrüstung. Für manche in dieser Zeit erschien es übertrieben“. Für viele andere in dieser Zeit erschien es einfach lächerlich.

Ich bin übrigens über ein Bild gestolpert, welches einen LEM-Prototyp der 1963-Ära zeigt, wie es auf der Oberfläche des Mondes geparkt ist. Wie es in dieser Artikelreihe immer gehandhabt wird, kommt das Bild direkt von der NASA-Webseite, wo es stolz als „Bild des Tages“ präsentiert wurde. Es sollte nicht allzu schwierig sein um herauszufinden, warum ich dieses Bild so liebe – auch wenn es beweist, dass ich ein Lügner bin, da ich vorher behauptet hatte, dass keines der Mondfotos von NASA Sterne am Mondhimmel zeigt.

Lunar_Lander_ModelLaut den Leuten beim Science Channel wurde die Mondlandefähre „in einem der ersten Reinräume weltweit gebaut. In der Schwerelosigkeit wäre jeder schwebende Fremdkörper eine Gefahr.“ Und zwar eine Gefahr für sowohl die Gesundheit der Astronauten als auch für die empfindliche Bordelektronik des Schiffs. Arbeiter mussten Schürzen, Masken, Haarnetze und Stiefel tragen, Techniker mussten sorgfältig das Innere mit einem Kamelhaarpinsel und Filterpapier reinigen und die Fähren wurden mechanisch gehoben, umgedreht und geschüttelt, um die Kabine von allen Rückständen befreien zu können.

obwohl es der Moderator vergessen hatte zu erwähnen, bin ich ziemlich sicher, dass den Astronauten auch gesagt wurde, dass sie keine Haut- und Haarteilchen während der Missionen verlieren durften. Aber ernsthaft betrachtet hat NASA Berichten zufolge überlegt, die Astronauten von Kopf bis Fuß rasieren zu lassen. Das ist natürlich nie passiert, wahrscheinlich wegen der Tatsache, dass haar- und augenbrauenlose Astronauten vermutlich nicht so warm vor der amerikanischen Öffentlichkeit empfangen worden wären, und bei den Apollo-Missionen drehte sich alles mehr darum, wie es aussieht, und nicht so sehr um Wissenschaft.

Von den Machern von Moon Machines ist die offensichtliche Frage nicht gestellt worden, wie man diese Reinraum-Bedingungen sicherstellen würde, wenn die Fähre einmal auf dem Mond gelandet ist. Die Astronauten konnten ihre Schutzanzüge nicht loswerden, bis sie wieder zurück in Sicherheit in der Druckkapsel waren, also wie genau haben sie es vermieden, große Mengen an Mondstaub in die angeblich sterile LEM-Kabine zu bringen? Wie in der Folge über den Lunar Rover der Serie Moon Machines berichtet wird: „Die Astronauten lernten schnell, dass der Staub überall haften blieb, womit er in Berührung kam.“

Das heißt, alles mit Ausnahme der Mondlandefähre, die, wie wir bereits gesehen haben, so sauber blieb wie wenn sie in einem Austellungsraum geparkt ist. Und der Staub blieb anscheinend auch nicht auf den Stiefeln und Anzügen der Astronauten kleben, auch wenn der Apollo-Astronaut Charlie Duke sagte, während er beschrieb, wie eine Fahrt mit dem Mondfahrzeug war, dass „Mondstaub wie Regen auf uns niedergegangen ist, und so waren nach einem halben Moonwalk unsere weißen Anzüge grau.“ Natürlich schaffte es dieser Staub nicht, in das sterile Innere der Kabine einzudringen.

Wir wissen das mit absoluter Sicherheit, denn uns wurde bereits gesagt, dass um die Mondfähre sicher und richtig bedienen zu können, die Kabine staubfrei sein musste. Wie sich herausstellt ist eines der am besten gehütesten Geheimnisse des Apollo-Programms, dass es tatsächlich einen dritten Passagier auf den Flügen zum Mond und wieder zurück gab: Neil Armstrongs Mutter. Ihre Hauptaufgabe bestand darin zu überpüfen, ob sich die Buben richtig die Füße abgetreten haben, bevor sie wieder in die Kapsel gestiegen sind.

Schlauen Lesern ist vielleicht aufgefallen, dass der Kommentar von Duke über das Fahren mit dem Lunar Rover in direktem Widerspruch mit einer weiteren Fabel steht, die von den „Debunkern“ so häufig wiederholt wird. Laut Phil Plait, wenn man sich Videomaterial ansieht, das angeblich vom Mond kommt, „dann wird man Staub sehen, wie er von den Rädern des Rovers nach oben geschleudert wird. Der Staub geht in einer perfekten Parabel nach oben und fällt dann wieder auf die Oberfläche runter. Und wieder, der Mond ist nicht die Erde! Wenn das auf der Erde gefilmt worden wäre, wo es Luft gibt, dann hätte sich der Staub beim Rad gesammelt und wäre über die Oberfläche geschwebt. Das passiert eindeutig nicht in den Videos; der Staub geht nach oben und sofort wieder nach unten. Eigentlich ist es eine schöne Demonstration für einen ballistischen Flug in einem Vakuum.“

Wie zu erwarten war finden wir heraus, dass Jay Windley im Wesentlichen die gleiche Behauptung aufstellt: „Der Staub wird sofort wieder zur Mondoberfläche zurückfallen. Das Verhalten des Staubs in den Videos auf der Mondoberfläche ist einer der überzeugendsten Gründe für die Annahme, dass diese Aufnahmen in einem Vakuum gemacht wurden. Der Staub ist klar trocken, aber er fällt sofort auf die Oberfläche zurück und bildet keine Wolken.“

Wem sollen wir nun glauben? Dem Typen, der tatsächlich mit dem Rover herumgefahren ist, angeblich auf der Mondoberfläche, und der sagte, dass der Staub auf ihn und seinen Partner aus allen Richtungen herunterregnete, oder ein paar selbsternannten „Experten“, die in direktem Widerspruch zu NASAs Astronauten stehen, der angeblich selbst dort war?

Es gibt einen Grund dafür, möchte ich an dieser Stelle hinzufügen, warum sich NASA auf diese Clowns bezieht, während sie offiziell aber nicht ihre „Debunking“-Argumente befürworten. Es wird ‚glaubwürdiges Bestreiten‘ genannt. NASA weiß, dass das „debunken“ der Tatsache, dass die Mondlandungen Hoaxes waren, viel Verdrehung von Tatsachen erfordert und viel zweifelhafte Wissenschaft gefördert werden muss, und sie wollen nicht direkt in derartige Bemühungen verstrickt werden. Das ist auch zweifellos der Grund, warum die Agentur ihr Sponsoring für ein „Debunking“-Buch zurückgezogen hat, von dem gesagt wird, dass daran schon gearbeitet wird.

Quelle

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pdf-iconDavid McGowan – Wagging the Apollo Moon Doggie [DE; 192 Seiten; 6,0 MB]

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