David McGowan – Wagging the Moon Doggie – Apollo 10


wagthemoondogDecember 7, 2009

„Die Mission von Apollo 8, ganz abgesehen von ihrer wichtigen wissenschaftlichen Bedeutung, stimulierte eine immense Verjüngung des Geistes der Menschheit, und dieser Geist brauchte Verjüngung. Ein Jahr mit zwei düsteren Morden [MLK und RFK], Unruhen, rassischen und sozialen Unfrieden und einem rästelhaften Versuch den Krieg zu beenden ließ die Menschen in einem dumpfen Gefühl der Frustration zurück. Dann, am Ende eines solchen Jahres kam Apollo 8, ein unglaubliches Abenteuer.“

Dr. Norman Vincent Peale, 33° Freimaurer des Schottischen Ritus

Apollo 8 war der letzte Apollo-Flug, der während der Johnson-Regierung abgehoben hat. Zehn Jahre vor dem Start setzte LBJ Amerikas Ziele im Weltraumrennen fest, und keines davon hatte viel damit zu tun, Männer auf den Mond zu schicken: „Die Kontrolle des Weltraums bedeutet die Kontrolle über die Welt. Aus dem Weltraum hätten die Meister der Unendlichkeit die Macht, das Wetter auf der Erde zu kontrollieren, Dürren und Überschwemmungen herbeizuführen, Gezeiten zu ändern und den Meeresspiegel ansteigen zu lassen, den Golfstrom abzulenken und die Klimazonen zu verändern …“

Ich dachte eigentlich, dass es die globale Erwärmung wäre, die das Meiste davon verursacht, aber ich glaube, das ist hier ein wenig off-topic.

Für jeden der in den 1960er Jahren aufmerksam war, sollte der lächerlich unwahrscheinliche Flug von Apollo 8 ein klares Signal dafür gewesen sein, dass die Apollo-Missionen ein ernsthaftes Glaubwürdigkeitsproblem bekommen würden. Gestartet zur Wintersonnenwende 1968 war Apollo 8 erst der dritte Start einer Saturn V Rakete, und der Erste, der eine Mannschaft mitführt. Die ersten beiden Saturn V Starts, Apollo 4 und Apollo 6, wurden von NASA als „All-up“-Tests der 3-stufigen Trägerrakete bezeichnet. Diese Tests liefen nicht so gut.

Das Team von Raketenwissenschaftlern, das die F-1 und J-2 Raketentriebwerke entwickelte, die die Flüge angetrieben haben – die meisten davon waren ehemalige Nazis und wurden durch Projekt Paperclip rekrutiert und dann zuerst nach White Sands verlegt und später zum Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama (eine der besten Quellen für diese Informationen ist Secret Agenda von Linda Hunt, St. Martin Press, 1991; siehe auch The Paperclip Conspiracy von Tom Bower, Little, Brown, 1987) – hat angenommen, dass jede Stufe der Trägerrakete einzeln getestet wird. Sie waren Berichten zufolge entsetzt als sie herausgefunden haben, dass NASA solche Tests umgeht und direkt zu einem „All-up“-Test von Apollo 4 übergeht – aber wahrscheinlich nicht annähernd so entsetzt, wie es die amerikanische Bevölkerung gewesen wäre, wenn sie die Wahrheit über die Vergangenheit der NASA-Raketenwissenschaftler gewusst hätten.

SONY DSCDennoch war der Start von Apollo 4, der allererste Saturn V Start, angeblich ein voller Erfolg. Diese Behauptung erscheint jedoch eher zweifelhaft, wenn man bedenkt, dass der nächste „All-up“-Test von Apollo 6 von mehreren Störungen gekennzeichnet war. Die erste Stufe hatte ernsthafte Vibrationsprobleme und 2 der 5 Motoren der zweiten Stufe sind nicht angesprungen, was die Rakete ernsthaft vom Kurs abkommen ließ.

Laut Moon Machines war NASA unbeeindruckt von den schwerwiegenden Problemen, auf die sie während des Flugs von Apollo 6 gestoßen sind: „Trotz des nahen Verlusts von Apollo 6 pushte NASA Apollo 8 nach vorne, der dritte Flug der Saturn V Rakete und der erste mit einer Mannschaft an Bord.“ NASA war tatsächlich so zuversichtlich, dass sie beschlossen alle Vorsicht in den Wind zu schießen und mit Apollo 8 das Unmögliche zu wagen: „Der dritte Flug der Saturn V Rakete würde Astronauten nicht die Erde umkreisen lassen, wie es jeder erwartet hätte, sondern er sollte den Mond umkreisen.“

Wäre das Apollo-Programm ein echtes Bestreben der Weltraumerforschung gewesen, dann wäre der erste bemannte Flug natürlich nicht über eine niedrige Erdumlaufbahn hinausgegangen, wie es geplant war. Dann würde man wahrscheinlich mit einem unbemannten Flug zum Mond weitermachen, und dann möglicherweise mit einem Flug, der von einem Hund „pilotiert“ wird, oder einem anderen Säugetier. Aber das Setzen von logischen, methodischen Schritten um Ziele im Weltall zu erreichen war etwas für solche Tunten in Russland. Amerika wählte den John-Wayne-Ansatz.

Ohne einen der vorbereitenden Schritte zu unternehmen, und mit einer Trägerrakete, die bei ihrem letzten Ausflug gescheitert ist, und ohne zu wissen, ob das Raumschiff den Hin- und Rückflug überstehen würde, wird Amerika Menschen zum Mond und wieder zurückschicken!

Aber keine Sorge: NASA war zuversichtlich, dass alle Probleme von Apollo 6 diagnostiziert und behoben wurden, und zwar in Rekordzeit. Trotz der Tatsache, dass die fehlerhaften Stufen der Rakete nicht für eine Untersuchung verfügbar standen, war das NASA-Spitzenteam in der Lage, alle Mängel fachgerecht zu erkennen und so gründlich auszumerzen, dass die neue und verbesserte Saturn V Rakete nicht einmal einen Testflug brauchte, damit man sicher sein konnte, dass sie funktionierte. Tatsächlich war sie in der Lage, den ganzen Weg zum Mond zurückzulegen!

Angesichts Amerikas „Erfolgsgeschichte“ im Weltraumrennen, die von Anfang an von Enttäuschungen und verzeifelten Versuchen geprägt war, mit den Russen Schritt zu halten, war es ein wirklich mutiger Schritt. Nach dem Start von Sputnik am 4. Oktober 1957, einem 83 kg schweren sowjetischen Satelliten, versuchte die USA mit dem Start von Vanguard zu antworten, einer 1,4 kg schweren Kugel in der Größe einer Grapefruit, am 6. Dezember 1957. Während die ganze Nation nervös zusah stieg Vanguard etwa 1,5 Meter von der Startrampe in die Höhe bevor sie sich in Glanz und Glorie selbst in die Luft sprengte.

Die USA hatten am 31. Jänner 1958 mehr Glück, als sie offiziell ins Weltraumrennen eingetreten sind mit dem erfolgreichen Start von Explorer 1, einem 14 kg schweren Satelliten. Die Sowjets hatten in der Zwischenzeit erfolgreich Sputnik III gestartet, einen 1,4 Tonnen schweren Satelliten, der von Time-Life’s To the Moon als ein „Raumlabor im Orbit“ bezeichnet wurde. Amerika hatte eindeutig Nachholbedarf.

Sobald die NASA-Ingenieure ihre Aufmerksamkeit auf den Mond richteten als Ziel für unbemannte Raumflüge, sollte „Enttäuschung“ weiterhin das entscheidende Wort bleiben. Ab August 1961 begannen die Vereinigten Staaten mit dem Versuch, ein unbemanntes Fahrzeug durch das Ranger-Programm auf dem Mond bruchlanden zu lassen. Die ersten sechs dieser Versuche scheiterten. Ranger 1 und Ranger 2 versagten beide schon auf der Startrampe, Ranger 3 startete erfolgreich, verpasste aber den Mond, Ranger 4 wurde deaktiviert und trieb ziellos umher, Ranger 5 hat sich ebenfalls abgeschaltet und den Mond verpasst und die Kameras von Ranger 6 haben versagt und die Sonde somit nutzlos gemacht.

Schließlich, am 31. Juli 1964, fast drei ganze Jahre nach dem ersten Start, schlug Ranger 7 erfolgreich am Mond auf und fotografierte ihn. Ranger 8 und Ranger 9 folgten im Februar und März 1965. Die drei erfolgreichen Sonden sammelten insgesamt rund 17.000 Bilder, was die Tatsache nicht änderte, dass das Ranger-Programm insgesamt eine 67%-Ausfallsquote hatte.

Im nächsten Jahr startete NASA zwei neue Mondaufklärungsprogramme: Surveyor und das Lunar Orbiter Programm. Die erste Surveyor startete am 30. Mai 1966, sechs weitere sollten folgen, die letzte am 7. Jänner 1968. Das Ziel des Programms war es, „weiche Landungen“ auf der Mondoberfläche zu versuchen. Zwei der Missionen, Surveyor 2 und Surveyor 4, sind abgestürzt, was dem Programm eine 29% Ausfallsrate einbrachte. Die Surveyor- und Ranger-Programme hatten eine kombinierte Ausfallsrate von 50%.

NASA hatte mit dem Lunar Orbiter Programm mehr Glück, welches fünf Satelliten in die Mondumlaufbahn zwischen August 1966 und August 1967 brachte. Jeder der fünf umkreiste den Mond, nahm hochauflösende Bilder auf, jeweils im Durchschnitt für 10 Tage. Zusätzlich zur Kartografierung der Mondoberfläche schickten die Orbiter auch die ersten Bilder von der Erde aus dem Weltall zurück und die ersten Fotos der Erde, wie sie über dem Mondhorizont aufgeht. Insgesamt wurden etwa 3.000 Bilder zurückgeschickt – offiziell zumindest.

Das Problem ist hier natürlich, dass die Zahlen von NASA nicht zu stimmen scheinen. Macht es überhaupt Sinn, dass die 3 erfolgreichen Ranger-Missionen, die direkt zum Mond geflogen sind und dort sofort abgestürzt sind, 17.000 Bilder zurückgeschickt hat, aber die 5 Orbiter, die insgesamt 53 Tage den Mond umkreisten, haben nur 3.000 Bilder zurückgeschickt? Das ist eine Aufnahmerate von etwas mehr als 2 Bildern pro Stunde. Und die Orbiter hatten mehrere Kameras an Bord.

Es besteht wenig Zweifel darüber, dass die Orbiter weit mehr Bilder zurückgeschickt haben, als behauptet wurde, von denen nur einige wenige (relativ gesehen) veröffentlicht wurden. Was ist dann mit dem Rest davon geschehen? Ich werde mich jetzt mal aus dem Fenster lehnen und vermute, dass NASA diese Bilder für ein anderes, wichtigeres Projekt brauchte: Um die Apollo-Mondlandungen zu fälschen. All diese herrlichen Aufnahmen der Erde vom Weltraum aus gesehen, die Erd-Aufgänge, und die vom überlagerten Raumschiff im Mondorbit wurden zweifellos von bisher unveröffentlichten Bildern der Orbiter erschaffen. Genauso zweifellos wie die gefälschten Mond-Filmsets und die gefälschten Mondkulissen.

Ein letzter Hinweis noch auf die Lunar Orbiter: Während ihres Fluges zum und um den Mond herum zeichneten die fünf Satelliten 22 „Mikrometeoriten-Ereignisse“ auf. Die acht Mondlandefähren, die die Reise zum Mond antraten zeichneten offenbar keine solche Ereignisse auf. Oder vielleicht haben die Jungs einfach nur Klebeband über die Löcher geklebt.

In der Zwischenzeit hatten auch die bemannten Weltraumprogramme der NASA Probleme. Am Anfang war da natürlich Mercury 7, die ersten Stars des Weltraum-Zeitalters der Nation. In The Right Stuff verewigt, wurden die ersten 7 Astronauten aus Hunderten der besten Kampfpiloten der Nation mit der Hand ausgesucht. Sechs dieser sieben – Alan Shepard, Gus Grissom, John Glenn, Scott Carpenter, Wally Schirra und Gordo Cooper – würden die ersten Amerikaner im Weltraum werden, aber für die meisten von ihnen wird es sich nicht als völliger Spaziergang erweisen.

Mercury7Shepard war der erste, der an Bord der Freedom 7 war, als diese am 5. Mai 1961 gestartet wurde. Es war ein ereignisloser, 15-minütiger Flug unterhalb der Erdumlaufbahn. Grissom folgte am 21. Juli 1961 in der Liberty Bell 7, und es lief nicht sehr gut für ihn. So wie bei Shepard unternahm er einen suborbitalen Flug, aber dieser kostete ihm fast sein Leben. Unmittelbar nach Kontakt mit der Meeresoberfläche wurde die Luke abgesprengt und die Kapsel begann sich mit Wasser zu füllen. Grissom konnte sich befreien, aber sein Anzug, der als Schwimmhilfe dienen sollte, begann ebenfalls Wasser aufzunehmen und zog ihn nach unten.

Grissoms Notlage wurde auch mit dem Eintreffen des Rettungshubschraubers nicht besser, der sich ausschließlich auf den Versuch konzentrierte, die Kapsel zu retten und ignorierte den kämpfenden Grissom, der nun auch noch gegen den Rotorenwirbel des Hubschraubers ankämpfen musste. Grissom wurde erst in Sicherheit gebracht, als ein zweiter Rettungshubschrauber kam. Die Kapsel sank auf den Grund des Meeres in fast 5 km Tiefe.

Glenn war der Nächste, und er sollte laut Plan der erste Amerikaner im Orbit werden. An Bord der Friendship 7, gestartet am 20. Februar 1962, schaffte es Glenn in der Tat in die Umlaufbahn, aber NASA war sich überhaupt nicht sicher, ob sie ihn wieder zurückbringen konnten. Der Start wurde wegen diversen Problemen um ein Monat verschoben, während NASA daran gearbeitet hat, aber es gab noch eine ernsthafte Panne: Während Glenns zweitem Orbit haben Bodentechniker festgestellt, dass sich das Hitzeschild gelöst hatte, welches essentiell für den Wiedereintritt ist.

Glenns Kapsel wurde während des Wiedereintritts schwer beschädigt, aber er überlebte unverletzt und wurde sofort zu einem Nationalhelden.

Der nächste war Carpenter, der die Erde an Bord der Aurora 7 dreimal umrundete am 24. Mai 1962. Mit zu wenig Treibstoff schaffte Carpenter gerade einmal den Wiedereintritt, und der falsche Wiedereintrittswinkel führte dazu, dass er 400 km vom Kurs abkam und ohne Funkkontakt im Meer landete. Rettungsmannschaften brauchten 3 Stunden, um ihn im Atlantik treibend zu finden. Manche am Boden machten Carpenter für dieses Mißgeschick verantwortlich und behaupteten, er hätte Treibstoff verschwendet weil er sich wie ein Tourist verhalten hätte der versuchte, sich all die Sehenswürdigkeiten anzusehen (man kann dem Typen nicht wirklich die Schuld dafür geben – er hat sich vermutlich gewünscht, dass er sich einen Joint gerollt und mitgenommen hätte).

Schirra war der nächste und er startete am 3. Oktober 1962 an Bord der Sigma 7 und umrundete die Erde sechs Mal in etwas mehr als neun Stunden. Es war der erste Flug seit Shepards, und der erste Orbitalflug, der frei von signifikanten Störungen war.

Der letzte Mercury-Flug wurde von Cooper absolviert, der am 15. Mai 1963 in seiner Faith 7 Kapsel startete. Cooper schaffte 22 Erdumrundungen und er war der erste Amerikaner, der im Weltall schlief. Es gab jedoch in den letzten Stunden Probleme, als die automatische Steuerung der Kapsel versagte und Cooper den ersten manuellen Wiedereintritt durchführen musste. Es dauerte fast zwei Jahre bis die nächsten Amerikaner Cooper ins Weltall folgten.

Insgesamt war das Mercury-Programm erfolgreich in dem Sinne, dass es jeder wieder gesund und munter zurückschaffte, aber Amerika hatte noch einen weiten Weg zu gehen, um Menschen auf den Mond zu schicken.

Dann ging es weiter mit dem Gemini-Programm und mit einer größeren Zwei-Mann-Kapsel. Das Gemini-Programm, das von März 1965 bis November 1966 lief, hatte sehr konkrete Ziele: Die Fähigkeit des Menschen zu testen, bis zu zwei Wochen im Weltall zu überleben; das Testen von Rendezvous- und Andockmanövern; das Durchführen von EVAs (Weltraumspaziergänge); und das Durchführen von Anpassungen des Orbits. All dies sollte geübt werden, bis es in Fleisch und Blut überging.

Die Gemini-Kapseln wurden mit Titan-Raketen in die Umlaufbahn geschossen, die sich am Anfang als instabil erwiesen hatten. Die ersten Startversuche explodierten auf der Startrampe. Schließlich schaffte es NASA erfolgreich zwei zu starten, die nicht explodierten, und diese wurden Gemini 1 und Gemini 2 getauft. Diesen folgten 10 bemannte Gemini-Flüge, beginnend mit Gemini 3, gestartet am 23. März 1965 und endend mit Gemini 12, gestartet am 11. November 1966.

Der Flug von Gemini 3 war ein kurzer – und vollendete drei Orbits in knapp unter fünf Stunden. Aufgrund einer Fehlfunktion der Ausrüstung mussten die Piloten Gus Grissom und John Young ihren Wiedereintritt manuell steuern und sie landeten etwa 60 Meilen von ihrem Ziel entfernt. Bis auf das war die erste bemannte Gemini-Mission erfolgreich. Gemini 4, gestartet am 3. Juni 1965, blieb vier Tage im Orbit und zeigte den Weltraumspaziergang von Ed White (unnötig zu sagen, dass die NASA-Bilder davon spektakuär sind).

SONY DSCNach einem erfolgreichen Start am 21. August 1965 blieb Gemini 5 für fast acht Tage in einer erdnahen Umlaufbahn und führte dabei 120 Erdumrundungen durch. Der Flug war größtenteils erfolgreich, obwohl eine Fehlfunktion in einer Brennstoffzelle und fehlerhafte Triebwerke der Mannschaft einige Probleme bereiteten.

Es sollte darauf hingewiesen werden, dass nach ihrer Rückkehr die Gemini 5 Piloten, Gordo Cooper und Pete Conrad, müde, hager und unrasiert aussahen, ihre Haare waren fettig und verfilzt. Mit anderen Worten, sie sahen genau so aus, wie man sich Typen vorstellen würde, die gerade eine Woche in einem engen Raumschiff ohne Sanitäranlagen verbrachten. Unten, von oben nach unten, sind Fotos von Conrad, nachdem er von seiner acht Tage langen Mission zurückgekehrt ist, Lovell, nachdem er von einer vier Tage langen Mission an Bord von Gemini 12 zurückgekehrt ist, und wieder Lovell, gegen Ende seines 14-tägigen Flugs mit Gemini 7.

SONY DSCSONY DSCSONY DSCDie Apollo-Astronauten, auf der anderen Seite, kamen alle nach Hause zurück und sahen ausgeruht, rasiert und frisch gewaschen aus, wie wenn sie gerade von einem Tag Wellness zurückgekommen wären. Offenbar fanden sie den Platz, eine Dusche und andere Sanitäreinrichtung auf ihrem Apollo-Raumschiff zu installieren.

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Der nächste geplante Start war Gemini 6, die im späten Oktober 1965 abheben sollte. Der Flug wurde jedoch verschoben aufgrund eines Ausfalls eines unbemannten Agena-Schiffs, das als Andockziel gestartet wurde. Am 4. Dezember brach Gemini 7 mit Frank Borman und Jim Lovell an Bord zu einem anstrengenden 14-tägigen Aufenthalt in einer erdnahen Umlaufbahn auf. Ungefähr eine Woche später war Gemini 6 wieder einmal zum Start bereit, doch dieser Start wurde abgebrochen als sich ein Triebwerk abgeschalten hatte und so beinahe zu einer tödlichen Explosion auf der Startrampe geführt hat.

Gemini 6 schaffte es am 11. Dezember endlich in die erdnahe Umlaufbahn und blieb dort für etwas mehr als einen Tag. Während dieser Zeit führte Gemini 6 angeblich ein Rendesvous-Manöver mit Gemini 7 durch, die zwei Raumschiffe blieben Seite an Seite für 5,5 Stunden während sie mit 17.000 mph unterwegs waren. Interessanterweise gab es einen Start einer militärischen Rakete zwischen den Starts von Gemini 6 und Gemini 7, und Lovell sagte, dass dieser Start auf unbestimmte Weise mit der Mission von Gemini 7 zu tun hatte.

Gemini 8, gesteuert von Neil Armstrong und David Scott, startete am 16. März 1966. Das Ziel der Mission war es, Rendezvous- und Andockverfahren zu testen und ein erstes Andocken von einer Gemini-Kapsel und einem unbemannten Agena-Schiff zu erreichen. Seltsamerweise waren die beiden Piloten, die für diese komplexe Mission ausgewählt wurden, beide Rookies. Die Mannschaft, die ursprünglich diese Mission fliegen hätte sollen, Elliot See und Charles Bassett, wurde am 28. Februar 1966 nur wenige Tage vor dem Start getötet, als See, einer der besten Piloten der Nation, mit einer T-38 Talon in die Seite eines Gebäudes in St. Louis geknallt ist.

Gemini 8 ist es Berichten zufolge gelungen mit dem Agena-Ziel anzudocken, aber der Ärger begann fast sofort. Die verbundenen Raumschiffe begannen heftig zu trudeln und Armstrong war gezwungen, das Agena-Schiff abzuwerfen. Das hat jedoch nur verursacht, die Gemini Kapsel noch stärker ins Trudeln zu bringen. Armstrong musste schließlich die Bremsraketen für den Wiedereintritt zünden, um das Raumschiff zu stabilisieren, was einen sofortigen Abbruch der Mission zur Folge hatte. Die Kapsel landete im Pazifik, eine Halbe Welt entfernt von ihrem eigentlichen Ziel im Atlantik.

Am 3. Juni 1966 startete Gemini 9 von Tom Stafford und Gene Cernan pilotiert. Der Start wurde verschoben wegen eines weiteren Ausfalls auf einem Agena-Ziel. Das Ziel war wieder mit einem unbemannten Ziel anzudocken. Dieses Andocken ist jedoch ausgeblieben, als noch ein Agena-Ziel eine Fehlfunktion aufwies. Dies war auch der Flug, bei dem Cernan seinen fast tödlichen Weltraumspaziergang unternommen hatte (am Boden gab es eine Debatte darüber, ob er losgeschnitten werden sollte, um ihm Weltraum zu treiben oder angebunden gelassen, um beim Wiedereintritt zu verglühen, wenn er es nicht zurück in die Kapsel schaffen würde).

Nach Gemini 9 blieben nur noch drei bemannte Gemini-Missionen und die Vereinigten Staaten hatten es bis dahin noch nicht geschafft, auch nur in die Nähe zu kommen, entweder Andockverfahren oder EVAs zu meistern, die beide für den Erfolg der vorgeschlagenen Apollo-Missionen unbedingt notwendig waren.

Gemini 10, mit John Young und Michael Collins am Steuer, hob am 18. Juli 1966 ab und blieb knapp drei Tage im Orbit. Young und Collins gelang Berichten zufolge das erste erfolgreiche, stabile Andocken einer Gemini-Kapsel mit einem Agena-Ziel. Collins führte auch einen weitgehend erfolglosen EVA durch, wenn auch nicht so katastrophal wie der von Cernan auf dem vorherigen Flug.

Gemini 11, gesteuert von Charles Conrad und Richard Gordon, stieg am 12. September 1966 in die Lüfte und blieb wie Gemini 10 für nur knapp drei Tage im Orbit. Und wie Gemini 10 enthielt die Mission ein Andockmanöver mit einem Agena-Ziel und einen nicht ganz erfolgreichen Weltraumspaziergang (von Gordon).

Die letzte Gemini-Mission, Gemini 12, brachte Jim Lovell und Buzz Aldrin für knapp vier Tage in eine erdnahe Umlaufbahn. Aldrin führte den ersten erfolgreichen Weltraumspaziergang durch und die zwei Piloten trainierten wieder einmal, mit einem Agena-Ziel anzudocken. NASA hatte einen langen Weg hinter sich, seitdem sie Alan Shepard im Mai 1961 aus einer Kanone geschossen hatten, aber der Mond schien noch immer wie ein fernes Ziel. Der Fortschritt von Mercury zu Gemini – von einer Ein-Mann-Kapsel zu einer anspruchsvolleren Zwei-Mann-Kapsel, was eine größere Trägerrakete notwendig machte – war ein ganz natürlicher Vorgang. NASAs nächster Schritt würde jedoch so etwas wie ein Quantensprung sein.

Mercury_SpacecraftGemini1Die Saturn V Rakete hatte wenig Ähnlichkeit mit früheren Trägerraketen. Wie der Apollo-Flugdirektor Gene Kranz feststellt: „Es war ein neues Raumschiff. Es war etwas, was wir von Grund auf lernen mussten – wir mussten ganz von vorne anfangen.“ Es war ein massives und hoch-komplexes Raumfahrzeug. Die Saturn V war so viel größer als ihre Vorgänger, dass alle vorherigen bemannten Trägerraketen – die 6 Mercury und die 10 Gemini Raketen – in ein einziges Saturn V Gehäuse passen würden.

SONY DSCEine komplett montierte, startfertige Saturn V ist 110 Meter groß und 2.700 Tonnen schwer, wovon 90% des Gewichts Treibstoff war. Je nachdem, wer die Geschichte erzählt, enthielt sie entweder 6.000.000 oder 9.000.000 Teile. Es gab drei Einweg-Startstufen auf denen die Mondfähre, das Service- und das Kommando-Modul saßen, die von einem Start-Rettungssystem bedeckt waren welches kurz nach dem Start abgeworfen wurde.

Die 42 Meter hohe erste Stufe hatte fünf massive F-1 Raketentriebwerke, wovon jedes 3 Tonnen Treibstoff pro Sekunde verbrauchte. Sie wurden von einem 1.250.000-Liter Tank mit flüssigem Sauerstoff und einem 800.000-Liter Tank mit raffiniertem Kerosin angetrieben, wobei alles davon in nur 2,5 Minuten verbraucht wurde, was rund 3.400.000 kg Schub erzeugte (160.000.000 Pferdestärken).

Nachdem die erste Stufe weggesprengt wurde in einer Höhe von ca. 56 km, übernahm die 25 Meter lange zweite Stufe, die von fünf J-2 Raketentriebwerken angetrieben wurde. Die J-2s verbrennten eine Mischung aus flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff und trieben das Schiff auf eine Höhe von 185 Kilometern. Nachdem die zweite Stufe abgesprengt wurde, übernahm die 19 Meter lange dritte Stufe, die mit einem einzigen J-2 Triebwerk das Raumschiff in eine erdnahe Umlaufbahn brachte.

Wie Time-Life erwähnte: „Die dritte Stufe wird zu diesem Zeitpunkt nicht abgesprengt; stattdessen wird sie 3 Stunden später neu gestartet um Apollo auf den Mond zu schießen. In einer Entfernung von 10.350 Meilen von der Erde wird sich die Kommando-Kapsel, angetrieben vom ihrem Service-Modul, von der dritten Stufe trennen und sich in einem Halbkreis zur dritten Stufe umdrehen, während sich die Verkleidung der Mondlandefähre an der dritten Stufe öffnet. Die Kommando-Kapsel wird dann mit der Mondlandefähre andocken, die die Astronauten zwischen der Kommando-Kapsel und dem Mond befördern soll, und sie aus der dritten Stufe befreien. Nach einem weiteren Halbkreis fliegen die zwei Module, Nase an Nase, zum Mond.“

SONY DSCKlingt wirklich einfach. Ich kann sehen, warum sie es jedes Mal geschafft haben, anders als bei den Problemen, die sie mit diesem mühsamen Agena-Schiff hatten. Time-Life klärt uns auch über die Details des „Sonde und Fangtrichter-Andockmechanismus auf: „Die Sonde, ein 25 cm großer Zylinder, der auf der Nase der Kommando-Kapsel angebracht ist, muss in einen kegelförmigen Behälter eingeführt werden, den Fangtrichter der Mondlandefähre … Wenn die Sonde ihre Markierung findet verbinden automatische Steckschlösser die beiden Schiffe miteinander. Die ganze Sonde-und-Fangtrichter-Annordnung wird entfernt und gibt den Tunnel frei, durch den die Astronauten die Mondlandefähre betreten. In der Kommando-Kapsel kann der Pilot mit einem Schalter die Mondlandefähre abwerfen.“

Unten abgebildet ist die Andock-Sonde der Kommando-Kapsel, der Fangtrichter der Mondlandefähre (während sich die Mondlandefähre angeblich in der Erdumlaufbahn befindet auf der angeblichen Apollo 9 Mission, eine weitere spektakuläre Aufnahme aus der NASA-Sammlung), und eine Nahaufnahme davon, wie der Mechanismus funktionieren sollte. Seltsamerweise wurde nicht erklärt, da die Sonde-und-Fangtrichter-Anordnung entfernt wurde, wie die Mondlandefähre mit der Kommando-Kapsel ein zweites Mal andocken konnte, nachdem sie von der Mondoberfläche zurückgekehrt ist.

SONY DSCAS09-19-2925HRSONY DSCIch bin aber sicher, dass die Wixer drüben im BAUT-Forum in der Lage sind, das zu erklären. Vielleicht können sie auch erklären, warum das Space Shuttle nie zum Mond geflogen ist. Ich habe vor kurzem daran gedacht, als ich eine Haufen „Debunker“-Geschwätz darüber gelesen habe, dass wenn man einmal in der Erdumlaufbahn ist, 90% der Arbeit um auf den Mond zu kommen schon getan worden ist.

Ihr seht, die „Debunker“ behaupten, dass der Vergleich zwischen der Distanz, die Astronauten heute in den Weltraum reisen (200 Meilen), und der Distanz, die sie damals in den magischen 1960er Jahren zurücklegten (234.000 Meilen) völlig ungerecht ist, da jeder Depp weiß, das es die ersten 200 Meilen sind, wo die ganze schwere Arbeit getan wird. Wenn man einmal in einer erdnahen Umlaufbahn ist, dann ist es eine ziemlich einfache Sache kurz die Triebwerke zu zünden um sich aus der Umlaufbahn zu „katapultieren“ und Kurs auf den Mond zu nehmen. Und das Zurückkommen ist genauso einfach – man „katapultiert“ sich einfach um den Mond herum und nimmt wieder Kurs zurück auf die Erde. Man verbraucht dadurch fast keinen Treibstoff. Es ist nur eine Frage von, ihr wisst schon, durch die Leere des Raumes zu fallen.

Wenn das jedoch der Fall ist, wie kommt es dann, dass keines der Space Shuttles während ihres mehr als 25-jährigen Betriebs je am Mond vorbeigeflogen ist? Die Apollo 13 Crew schaffte diesen Flug angeblich in der Mondlandefähre, die aus Eis-am-Stiel-Hölzchen und Klebeband besteht, und doch schafft es das viel ausgereiftere Space Shuttle nicht hin und zurück? Wirklich ?!

Warum konnte es nicht auf irgendeiner der Missionen einfach den alten „Katapult“-Ansatz verwenden, um zum Mond und wieder zurückzukommen? Und bitte, kommt mir nicht wieder mit der alten „Es gab keinen Grund das zu tun weil dadurch nichts erreicht hätte werden können“-Entschuldigung, denn das ist eindeutig ein kompletter Haufen Pferdescheiße. Das Space Shuttle ist viel besser abgeschirmt, als es das Apollo-Raumschiff war, es trägt genug Kraftstoff und genug Proviant für die Dauer der Reise. Tatsächlich sollten Astronauten heute in der Lage sein, relativ bequem zum Mond und wieder zurück zu reisen.

Warum ist es also nie getan worden? Apollo 8 hat es damals im Jahr 1968 geschafft, wovon ich zu Beginn dieses Artikels gesprochen habe, bevor ich mich hoffnungslos verheddert habe. Mehr davon beim nächsten Mal.

Quelle

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pdf-iconDavid McGowan – Wagging the Apollo Moon Doggie [DE; 192 Seiten; 6,0 MB]

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