David McGowan – Wagging the Moon Doggie – Apollo 13


wagthemoondogJuly 13, 2010

„Es ist eine Reise, die wir mit der heutigen Technologie nicht wiederholen können, aber im Jahr 1969 riskierte eine Gruppe von Astronauten alles, um auf dem Mond spazieren zu gehen.“

When We Left Earth, Discovery Channel, 2010

Wir beginnen diesen letzten Apollo-Artikel (bis jetzt zumindest, aber ich behalte mir das Recht vor, wieder auf das Thema zurückzukommen, falls irgendeine neue schallend lustige Information verfügbar wird) mit einem Quintett von extrem seltenen, bisher unveröffentlichten Fotos der Apollo-Mission. Ganz oben sehen wir das anspruchsvolle Kreiselnavigationssystem, dann ein Foto von Neil Armstrong, wie er gerade aus der Landefähre steigt, um zu diesen historischen ersten Schritten auf dem Mond aufzubrechen, dann eine vertraute Aufnahme von einer Kamera, die auf einer gefälschten Mondoberfläche vor einer gefälschten Mondkulisse steht. Weiter unten lernen wir, dass eine Explosion im Sauerstofftank den Erfolg der Apollo 13 Mission schwer bedroht hat.

Frau13Frau15Frau17Frau18Frau19Die obigen Bilder sind natürlich noch mehr Screenshots aus Die Frau im Mond, diesem bemerkenswert weitsichtigen Stummfilm mit dem technischen Beratungsstab, der später an den Apollo-Missionen arbeiten wird – an den gleichen Missionen, die „wir mit der heutigen Technologie nicht wiederholen können“, aber ich gehe davon aus, dass wir jetzt viel bessere Simulationen davon produzieren können.

Die gute Nachricht, die ich hier vermelden kann, nachdem ich lange darüber nachgedacht habe, ist, dass ich glaube endlich herausgefunden zu haben, warum wir eine Wiederholung der Mondlandung nicht zustandebringen: Das Problem, auf den Punkt gebracht, ist dass Amerika ein ernstes Problem mit Fettleibigkeit hat. Wie weithin von unseren ewig wachsamen Medien berichtet wurde, ist die deutliche Mehrheit der Amerikaner heute übergewichtig, in vielen Fällen schwer, oft auch „krankhaft fettleibig“. Das war in den 1960er Jahren definitiv nicht der Fall.

Die ersten Raumfahrer Amerikas, die Mercury 7 Astronauten, wogen im Schnitt jeder nur 74 kg. Trotzdem waren sie ausgewachsene Männer. Die durchschnittliche dreiköpfige Apollo-Crew wog daher knapp unter 227 kg. Heutzutage würde die gleiche 3-Mann-Besatzung wahrscheinlich an die 360 kg wiegen. Zusätzlich würden sie noch ungefähr das doppelte an Nahrungsmittel und Wasser benötigen, als es in den 60ern der Fall war, und sie würden auch viel größere Stuhlsammelbeutel brauchen.

Mit anderen Worten ist es zweifelhaft, dass selbst die mächtige Saturn V mit den zusätzlichen Beladungsanforderungen fertig geworden wäre, die durch Amerikas grassierende Gier verursacht wurden.

Apropos Stuhlsammelbeutel, Buzz und Neil haben angeblich einige davon bei der sagenumwobenen Tranquility Base zurückgelassen. Ich erwähne das eigentlich nur, weil diese Beutel auf dem besten Weg sind – und, so unglaublich es auch klingen mag, es ist absolut wahr – als nationale historische Wahrzeichen deklariert zu werden! Der Staat Kalifornien, Trendsetter wie immer, brachte den Ball im Jänner ins Rollen indem er erklärte, dass diese Fäkalienbeutel staatliche „historische Ressourcen“ sind. Dem sollen sich bis Jahresende noch weitere vier Staaten anschließen.

Ihr seht, wegen internationalen Abkommen die besagen, dass keine Nation Anspruch auf Land auf dem Mond hat, kann die Tranquility Base nicht selbst als historisches Wahrzeichen deklariert werden. Also kam die Historical Resources Commission von Kalifornien in ihrer unendlichen Weisheit zum Schluss, dass all die Artefakte, die angeblich dort zurückgelassen wurden, zu „historischen Ressourcen“ erklärt werden. Dass soll ein erster Schritt dafür sein, dass die Landungsstelle selbst zu einem Nationaldenkmal erklärt wird, und letztlich zu einem UN-Kulturerbe. Die Liste der geschützten Artefakte beinhalten im Besonderen menschliche Exkrement-Beutel. Ernsthaft. („Apollo 11 Excrement Claimed as Historic by California“, Technorati.com, 29. Jänner 2010)

Sie Sorge ist, so wird behauptet, dass zukünftige Mondforscher, entweder von anderen Nationen oder von privat finanzierten Missionen, rücksichtslos über den historischen Ort trampeln werden um die wertvollen Artefakte zu plündern. Die Nachricht, die Kalifornien hier an solch potentielle Hooligans schicken will, ist dass das Nachhausebringen von einem Souvenierbeutel voll Astronauten-Scheiße genauso hart bestraft werden wird, wie, sagen wir wenn jemand ein Stück aus dem Great Barrier Reef abbricht. Wenn dies also jemand liest, der das Glück haben sollte, als erster Weltraumtourist bei der Tranquility Base vorbeizukommen, macht bitte das richtige und sperrt die Gegend mit einer Kordel ab und stellt vielleicht ein paar Schilder auf, um die Leute über den Status der Artefakte zu informieren. Und so verlockend es auch sein mag, unterlasst es bitte, eine Tüte Astronauten-Scheiße als Souvenier mit nach Hause zu nehmen.

Wie der Staat Kalifornien realisiert hat, wurde die Astronauten-Scheiße dortgelassen, damit sie von jedermann bewundert werden kann. Und während sie sich zweifellos gut auf eurem Kaminsims machen würde, sollten Fäkalien am besten in ihrem natürlichen Habitat bestaunt werden, so wie sie von Buzz und Neil zurückgelassen wurde. Wenn ihr euch denkt, dass ihr nicht mehr weiterleben könnt ohne einen Sack Scheiße von Buzz, bin ich ziemlich sicher, dass er bereit dazu wäre, einen Scheißhaufen bei ebay für eine Auktion reinzusetzen, wenn man bedenkt, dass er es auf alle möglichen Arten versucht, sich zu prostituieren.

Ich bin übrigens auch ziemlich sicher, dass dies das erste Mal ist, dass eine Bewegung im Gange ist, den Status eines historischen Wahrzeichens einem Ort zu verleihen, der nur in unseren Köpfen und auf unseren Fernsehbildschirmen existiert. Sollte unser nächstes Ziel sein, Mayberry zum UN-Weltkulturerbe zu erklären?

In anderen Medien stimmt Aldrin völlig mit NASAs Plan überein, das Constellation-Programm auf den Müll zu werfen und sich auf Flüge in einem erdnahen Orbit zu beschränken, mit Blick auf das Entsenden von Menschen zum Mars zu einem unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Buzz meint (der auf dem Mond keine Sterne sehen konnte, was der Grund dafür sein könnte, dass er nicht mit ihnen tanzen konnte), „um Langstrecken-Weltraumflüge richtig zu betreiben, ist es erforderlich, die erdnahe Umlaufbahn zu perfektionieren … So wie die Tiefsee-Exploration in der Praxis in unseren Küstengewässern begonnen hat, beginnt eine erfolgreiche Mars-Mission mit Tests im erdnahen Orbit. Um zum letzten Schritt zu kommen müssen wir alles perfektionieren, was wir für die Reise brauchen.“ („Trading the Moon for Mars“, New York Times, 25.2.2010)

Die erste Frage, die mir hier natürlich in den Sinn kommt, ist diese: Wann ist Aldrin zu so einem verdammten Waschlappen geworden? Ich meine, wir haben die erdnahe Umlaufbahn nichtmal in die Nähe von „perfekt“ bekommen, was ihn aber nicht davon abgehalten hat, angeblich zum Mond aufzubrechen, was glaube ich als „Langstrecken-Weltraumflug“ bezeichnet werden kann. Und wieviele „Tests im erdnahen Orbit“ werden erforderlich sein, um „all die Dinge zu perfektionieren, die man für die Reise braucht“? Damals in den guten alten Apollo-Tagen, wenn ich mich richtig erinnere, mussten wir einfach nur eine einzige bemannte Saturn V in eine erdnahe Umlaufbahn bringen, bevor wir angeblich eine  weitere bemannte auf den ganzen Weg zum Mond geschickt haben!

Buzz‘ alter Kumpel ist hier anderer Ansicht, wie sich herausstellt. Laut Space.com hat Armstrong „die neuen NASA-Pläne für zukünftige Weltraumerforschung scharf kritisiert … ‚Die Vereinigten Staaten riskieren ihre Rolle als Leader im Bereich der Weltraumforschung mit diesem neuen Plan‘, sagte Armstrong und fügte hinzu, dass er über die sich abzeichnende Lücke in der amerikanischen bemannten Raumfahrt besorgt sei.“ Seine Apollo-Astronauten-Kumpel Jim Lovell und Eugene Cernan sind ebenso unglücklich mit der Richtungsänderung. Bei einer Rede vor dem Unterausschuss des Senats hatte Cernan folgendes zu sagen: „Wir (Armstrong, Lovell und ich) sind zum einstimmigen Schluss gekommen, dass dieser Haushaltsentwurf keine Herausforderungen und keinen Fokus beinhaltet, und dass es in der Tat eine Blaupause für eine Mission ins Nichts ist.“ („Neil Armstrong: Obama’s New Space Plan ‚Poorly Advised'“, 12. Mai 2010)

Unnötig hinzuzufügen, dass Cernan und die anderen Astronauten ein wenig mehr als der Rest von uns über „Missionen ins Nichts“ wissen.

Und jetzt, da wir das aus dem Weg haben, lasst uns unsere Aufmerksamkeit auf UFOs und Aliens richten (die Untertassen fliegende Art, nicht die derzeit populäre Spring-über-den-Zaun Art), die relativ häufig in manchen Apollo ‚Verschwörungstheorien‘ vorkommen. Eine dieser Theorien besagt, dass wir es wirklich in den 1960ern auf den Mond geschafft haben – nur, dass wir dort entweder aktive außerirdische Kolonien oder Artefakte von vergangenen Alien-Kolonien vorgefunden haben. Laut der Geschichte hatten wir entweder Angst oder wir wurden gewarnt, und sind deshalb nicht mehr zurückgekehrt. Diese Theorie besagt in der Regel, dass die frühen Apollo-Missionen erfolgreich waren und dass die späteren gefälscht werden mussten – weil wir, du weißt schon, Angst davor hatten zurückzukehren und dabei die Aliens anzupissen.

Wir können übrigens nur hoffen, dass die auf dem Mond ansässigen Aliens kein Interesse an menschlicher Scheiße haben und daher die „historischen Ressourcen“ von Neil und Buzz unangetastet lassen. Viele Leser wissen natürlich, dass viele Außerirdische eine intensive Faszination mit Analsonden haben, also ist es sehr wahrscheinlich, dass andere Dinge, die mit dem Anus zu tun haben, sie auch interessieren könnte.

Die andere vorherrschende Alien-Theorie (die oft mit der ersten Hand in Hand zu gehen scheint) besagt, dass wir es tatsächlich zum Mond geschafft haben – aber nicht mit der lächerlichen Hardware des Apollo-Programms. Denn ihr seht, das war nur für die Show um die wirkliche Technologie, die verwendet wurde, zu vertuschen, von der ständig gesagt wird, dass sie aus einem geborgenen außerirdischen Raumschiff stammt, das Mulder und Scully in Area 51 verstecken.

Mit anderen Worten, bei beiden Theorien geht es darum, dass wir tatsächlich Menschen zum Mond geschickt haben, aber das Publikum zuhause über die Details dieser Missionen belogen wurde – genauer gesagt, wie wir dort hingekommen sind und was wir dort vorgefunden haben.

Einige dieser Theorien gehen sogar so weit zu behaupten, dass es auch Artefakte von Alienkolonien auf dem Mars gibt, und / oder, dass der Mars bereits heimlich von uns Erdlingen kolonisiert wurde. Eine von Präsident Eisenhowers Enkelinnen hat zum Beispiel in letzter Zeit behauptet, dass sie für eine Art von fortlaufender Mars-Kolonisationsprojekt ausgesucht wurde, das allerlei exotische Technologien beinhalten würde, die sich in den Händen von verschiedenen Geheimgesellschaften befinden. Oder so ähnlich. Die Details sind nicht wirklich wichtig.

Viele der Leute, die solche Geschichten erzählen, behaupten auch gerne, dass NASA selbst die Vorstellung in die Verschwörungs-Literatur aussäte, dass wir es nie zum Mond geschafft haben. Es ist besser für die Skeptiker an dieses Szenario zu glauben, als die ‚Wahrheit‘ herauszufinden – dass unser Mond von feindlichen Außerirdischen übernommen wurde (oder irgendeine andere, ebenso zweifelhafte Alien-Theorie, die gerade promoted wird).

Natürlich ist es für Leute mit einem funktionierenden Gehirn völlig klar, dass tatsächlich das Gegenteil stimmt – dass es in der Tat die Alien-Theorien sind, die die geringste Bedrohung für den Status Quo darstellen; aus zwei ziemlich offensichtlichen Gründen: Erstens, die Alien-Theorien besagen, dass wir es tatsächlich zum Mond geschafft haben, also stellen sie keine direkte Bedrohung für die Kern-Lüge des Apollo-Programms dar; zusätzlich enthalten diese Theorien bewusst ausgefallene Elemente, die dazu bestimmt sind, „Verschwörungstheorien“ zu marginalisieren und die meisten vernünftigen Leute nicht nur von den Apollo-Theorien abzulenken, sondern vom gesamten Bereich der Verschwörungsliteratur.

Jeder, der Zeit in den Schützengräben von Verschwörungen verbracht hat, sollte ein ziemlich offensichtliches Muster erkennen, und zwar eines, dass sicher nicht auf Apollo beschränkt ist. Die solide Forschung darüber, was wirklich am 11. September 2001 passiert ist zum Beispiel, wurde absichtlich durch solch Albernheiten wie „Pod“-Flugzeuge, Hologramme und Partikelstrahlwaffen verdorben. Überzeugende Beweise für die Existenz von internationalen Pädophilenringen, auf der anderen Seite, wurden durch die Vermischung von Geschichten über Formwandler / Alien-Mensch-Hybride marginalisiert. So funktioniert das.

Wenn wir schon beim Thema Aliens sind, ich bin sicher, dass es nur Zufall war, dass Erich von Dänikens Chariots of the Gods nur ein paar Monate vor der ersten angeblichen Apollo-Mondlandung herausgekommen ist und dann gnadenlos die Bestseller-Liste raufgepeitscht wurde (Chariots und seine Fortsetzungen wurden Berichten zufolge zusammen über 60 Millionen Mal verkauft). Das Buch, dass behauptet einen Beweis für Alien-Besuche in vergangenen Zeiten zu präsentieren, pflanzte zwei Ideen fest in die Köpfe der Leser ein: Langstrecken-Weltraumflüge waren nicht nur möglich, sie wurden bereits durchgeführt; und Aliens waren überall um uns herum und werfen ein Auge auf den Planeten.

Interessanterweise haben einige von Amerikas berühmten Astronauten selbst die Literatur mit Alien-Geschichten übersät. Keiner von ihnen hat meines Wissens nach die Vorstellung unterstützt, dass es Alien-Kolonien auf dem Mond gibt, aber sie schürten sicherlich das Feuer durch falsche Anspielungen auf UFO-Sichtungen. Unser alter Freund Buzz Aldrin hat behauptet, dass Apollo 11 den ganzen Weg zum Mond von einem UFO verfolgt wurde!

Warum glaubt ihr übrigens ist es der Fall, dass die „Debunker“ so wenig über die UFO-Geschichten der amerikanischen Astronauten zu erzählen haben? Schließlich schrammen die gleichen „Debunker“ jedes verdammte Mal fast an einem Herzstillstand vorbei, wann immer ein „Verschwörungstheoretiker“ wie ich entweder implizit oder explizit die Integrität und Ehrlichkeit von Amerikas potenten Astronauten in Frage stellt. Wenn wir aber alles als die Wahrheit akzeptieren sollen, was sie uns von den angeblichen Mondmissionen zu berichten haben, bedeutet es dann notwendigerweise nicht auch, dass wir ihre Behauptungen über UFOs glauben sollen? Diese Geschichten sind immerhin Teil des Gesamtpakets. Wenn unsere „Debunker“ so sicher sind, dass unseren Astronauten vertraut werden kann und dass sie die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit erzählen, warum posaunen die „Debunker“-Webseiten dann nicht die Existenz von UFOs in die Welt hinaus, die angeblich von ihren Rittern-in-magischen-Raumanzügen beobachtet wurden?

Apropos „Debunker“, es scheint, dass der Produktivste von ihnen, Jay Windley (der unter dem Pseudonym Jay Utah postet – und zweifellos auch unter anderen Pseudonymen, um so eine „allgemeine Akzeptanz“ für seine Behauptungen zu erzeugen) eine Antwort auf eines der anderen ewigen Mysterien des Apollo-Programms gefunden hat. Gemäß einer besonders grandiosen Behauptung, die er in einem Forum gemacht hat, kann „er persönlich Zeichnungen und Analysen für die strukturellen, den Druck betreffenden und thermischen Entwürfe der Mondlandefähre aus seinem Gedächtnis wiedergeben.“

Es scheint also, dass NASA die ursprünglichen Pläne und Spezifikationen für die Mondlandefähren gar nicht verloren und / oder zerstört hat; die Agentur hatte stattdessen beschlossen, diese wertvollen Daten in Windleys geräumigen Kopf abzuspeichern.

Lasst uns jetzt ins Jahr 1962 zurückgehen, um ein Bastard-Stiefkind des US-Weltraumprogramms zu besuchen, bekannt als Operation Fishbowl, zweifellos eine der am schlechtesten durchdachten Operationen, die von den Intelligenzbolzen in Washington erdacht wurde. Auf den Punkt gebracht war Fishbowl eine Reihe von Raketenstarts, die nukleare Sprengsätze in großer Höhe zur Detonation bringen sollten. Warum? Washington war eher schüchtern darüber, aber ich bin mir sicher, dass sie absolut berechtigte Gründe für die Durchführung von Nuke-Tests in großer Höhe hatten.

Eine Reihe der Trägerraketen dieser Tests haben versagt, eine davon ziemlich spektakulär und verheerend. Bei vier Starts gelang das Erreichen der Höhe und die Zündung, doch diese „Erfolge“ kamen mit einem Preis, wie wir noch sehen werden. Die meisten der Sprengköpfe wurden auf Thor-Raketen montiert, ähnlich wie die im Bild unten. Alle wurden von Johnston-Island im Pazifik gestartet … denn wir waren schon immer der Ansicht, dass idyllische Inseln im Pazifik wirklich gute Orte für Kernwaffentests sind.

Thor-PGM-17Der erste Sprengkopf mit Codenamen Bluegill wurde am 2. Juni 1962 gestartet, doch das Radarverfolgungssystem fiel aus und ohne Möglichkeit die Flugbahn der Rakete zu überprüfen, musste sie im Flug zerstört werden. Der zweite Sprengkopf, Starfish, startete am 19. Juni 1962, doch die Rakete versagte nach nur einer Minute und musste wieder im Flug zerstört werden. Raketenteile, einige davon radioaktiv, regneten auf die Insel und das umliegende Meer hinunter. Ein paar Jungs wurden mit Besen und Kehrschaufeln hingeschickt und das Projekt wurde schnell wieder aufgenommen.

Der nächste Start, am 9. Juli 1962, war der erste, der „gelang“. Es war auch derjenige, der nach einigen Theoretikern ein Schlüsselziel des Programms erreichen sollte: Ein Loch in den Van Allen-Gürtel zu blasen um hoffentlich für die sichere Durchfahrt des Apollo-Raumschiffs zu sorgen. Starfish Prime, ein 1,4 Megatonnen Sprengkopf, detonierte in einer Höhe von 250 Meilen. Wenn die Theoretiker recht haben was das Hauptziel anbelangt, dann ist der Test kläglich gescheitert. Statt ein Loch durch den Gürtel zu blasen, erzeugte die Sprengung tatsächlich einen zusätzlichen, menschengemachten Strahlengürtel! Es wurden auch nicht weniger als neun Satelliten der Amerikaner und Sowjets beschädigt, sechs davon sind nur wenige Monate nach dem Test ausgefallen. Und es verursachte elektrische Schäden in der Nähe von Hawaii.

Der nächste versuchte Start – der offenbar unternommen wurde, weil, und das sollte offensichtlich sein, das Programm nicht so gut gelaufen ist – versagte auf der Startrampe und die Thor-Rakete explodierte, was umfangreiche radioaktive Strahlung in der Umgebung sowie die Zerstörung der Startrampe zur Folge hatte. Das spektakuläre Scheitern von Bluegill Prime am 25. Juli 1962 machte eine kurze Pause notwendig.

Die Starts gingen am 15. Oktober 1962 weiter mit einem dritten Versuch, den Bluegill Sprengkopf in die Luft zu bekommen. Dieser Test, Bluegill Double Prime, schlug fehl, nachdem die Rakete kurz nach dem Start ins schlingern geriet. Sie wurde wieder einmal mitten im Flug zerstört. Dann war Checkmate dran, nur vier Tage später. Checkmate detonierte in einer Höhe von ungefähr 91 Meilen, wesentlich niedriger als der erste „Erfolg“, und hatte eine kleinere Nutzlast an Bord.

Der nächte Start war der vierte Versuch von Bluegill, genannt Bluegill Triple Prime. Nicht viele Jahre später wurden wir natürlich viel besser bei diesem ganzen Raketenstart-Ding (trotz der Tatsache, dass die F1-Triebwerke der Saturn V notorisch instabil waren), wodurch wir Flüge wie, sagen wir Apollo 12 Double Prime, nicht notwendig hatten („Gottverdammt!! Wir haben schon wieder eine verloren? Wieviele Crews haben wir noch? Keine?! Shit! Kann jemand runter zum Baumarkt gehen, dort ein paar Typen einsammeln und sie in Anzüge stecken?“)

Bluegill Triple Prime detonierte am 25. Oktober 1962 in einer Höhe von nur 30 Meilen. Ich denke wir können uns wohl alle darauf einigen, dass es eine beeindruckende Leistung war, eine unbemannte Rakete in nur vier Versuchen auf eine Höhe von 30 Meilen zu bekommen, wo zur gleichen Zeit die bemannten Mercury-Missionen bei jedem Start angeblich die Erdumlaufbahn erreichten. Auf jeden Fall war der letzte Fishbowl-Start am 1. November 1962. Getauft Kingfish, detonierte sie auf etwa der doppelten Höhe wie die letzte Explosion. Und so endete ein weitgehend vergessen geratenes Begleitprogramm des US-Raumfahrtprogramms.

Machen wir weiter, ich bin zufällig über ein paar faszinierende Artikel von Space.com gestolpert – und mit „faszinierend“ meine ich, dass sie unbeabsichtigt Fragen über die Legitimität der Apollo-Missionen aufwerfen, wie es häufig geschieht, wenn die NASA-Typen darüber reden, zum Mond „zurück“zukehren.

In einem der Artikel finden wir Michael Wargo, der als „Chef-Mondwissenschaftler für Erforschungssysteme beim NASA-Hauptquartier“ vorgestellt wird und über eine Rückkehr zum Mond nachdenkt: „Keiner unserer Raumanzüge, die wir zur Zeit haben, wäre geeignet für eine derart extreme Umgebung,‘ [sagt Wargo]. Alle für erdähnliche Temperaturen erzeugten Materialien werden auf dem Mond nicht funktionieren. ‚Sie biegen sich nicht mehr, sie brechen sehr leicht, und so wird alles extrem spröde bei diesen Temperaturen.'“ („Water Discovery Fuels Hope to Colonize the Moon“, November 13, 2009)

Und so entdecken wir, dass es ein weiteres Stück Technologie aus den 1960er Jahren gibt, das wieder in ein allesverzehrendes schwarzes Loch gefallen ist: Nicht-spröde Materialien, aus denen für eine Mondexpedition brauchbare Raumanzüge hergestellt werden können. Damals, so können wir uns erinnern, wussten die Playtex-BH-Näherinnen das eine oder andere Ding über das Zusammennähen von nicht-spröden Raumanzügen bescheid.

Im gleichen Artikel behauptete Jack Burns „vom Zentrum für Astrophysik und Weltraumforschung der Universität von Colorado, Boulder, und Direktor des Lunar University Network for Astrophysics Research, folgendes: Wir sind nur sechs Mal zum Mond geflogen und wir haben nicht mal die interessantesten Plätzen des Mondes besucht. Es gibt so viel auf dem Mond von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen noch zu entdecken, etwa, was er uns über die Entstehung der Erde sagen kann.“

Also … was ist nun mit dieser Geschichte, die von den „Debunkern“ so gern erzählt wird, dass es keinen wichtigen Grund gibt, um auf dieses weitflächige Ödland, genannt Mond, „zurück“zukehren? Wem soll ich hier glauben – dem Typen mit all den ausgefallenen akademischen Titeln, oder den Jungs, deren Hauptgebiet die Beherrschung der Kunst der Selbstgeißelung zu sein scheint?

Ein anderer Artikel von Space.com geht noch mehr auf die verlorene Technologie der 1960er Jahre ein: „Obwohl Ingenieure auf dem besten Weg sind, uns für das Leben auf dem Mond vorzubereiten, müssen noch einige wichtige Probleme gelöst werden. ‚Etwas, was wir noch prüfen müssen, ist die Strahlung‘, sagte Zachney (von Honeybee Robotics, einem NASA-Vertragspartner). ‚Wir können uns in Habitaten einschließen, aber ein Strahlenschutz erfordert eine dicke Abschirmung. Wir können dieses Problem noch nicht lösen. Strahlung kann uns töten.‘ Mondbewohner müssen sich auch mit dem allgegenwärtigen Staub auf der Mondoberfläche herumschlagen, der überall hineinkriecht und Gelenke und Anschlüsse verstopfen und auch das Abdichten von Türen verhindern kann. Er stellt auch ein Gesundheitsrisiko für Menschen dar, da er Atembeschwerden verursachen kann und es schwierig ist, ihn aus den Habitaten fernzuhalten.“ („How to Build Lunar Homes from Moon Dirt“, September 3, 2008)

Das Strahlungsproblem wurde bereits behandelt, sowohl hier als auch anderswo, also kümmern wir uns einmal mehr stattdessen um das Staubproblem. Wie zuvor erläutert bestätigt NASA jetzt, dass die Entwicklung von hoch-komplizierten neuen Technologien erforderlich ist, um mit dem Mondstaub fertigzuwerden. Es wurde natürlich keine Erklärung dafür geliefert, warum die Apollo-Astronauten keine Probleme mit dem Staub hatten, obwohl sie sich angeblich auf mehrere EVAs während ihrer angeblichen Missionen wagten.

Während der angeblichen Apollo 17 Mission, zum Beispiel, verwendeten unsere furchtlosen Astronauten das Mondauto bei drei verschiedenen Gelegenheiten und kamen jedes Mal, laut ihren eigenen Aussagen, von Kopf bis Fuß mit Mondstaub bedeckt zurück, den sie natürlich auch mit sich in die Mondlandefähre gebracht haben müssen, und dann schließlich in die Kommandokapsel übertragen hätten, als das spätere vermeintliche Andockmanöver stattgefunden hat. Warum gibt es dann in der gesamten Apollo-Literatur kein Wort darüber, dass daraus irgendwelche gesundheitlichen Probleme entstanden sind, oder Probleme mit den zarten Instrumenten, oder Probleme mit der Türdichtung? Wenn es sogar mit der heutigen Technologie „schwierig ist, den Staub aus einem Habitat herauszufiltern“, wie haben wir es dann vor über 40 Jahren gemacht?

Die „Debunker“-Menge hat nichts über dieses Thema zu sagen, obwohl sie lauthals verkünden, dass sie jede „Verschwörungs“-Behauptung gründlich entlarvt haben, die jemals getätigt worden ist. Ich frage mich, warum das so ist?

Nein … ernsthaft … ich frage mich wirklich, wie das kommt. Es wäre verständlich, wenn es irgendeine Anforderung gäbe, die vorschreibt, dass ihre „Debunkings“ einen tatsächlichen Wert darstellen müssen, aber ihre bisherige „Arbeit“ zeigt klar, dass sie nicht durch derartige Einschränkungen gebunden sind. Also ist diese Stille ein wenig rätselhaft.

Bevor wir Schluss machen gibt es noch einen letzten Punkt, den wir hier behandeln müssen – einen Punkt, den ich schon seit dem Beginn dieser Artikel-Serie über Apollo im Kopf habe. Es wird allgemein behauptet, wie schon erwähnt, dass das Erreichen des Mondes vom erdnahen Orbit aus eine relativ einfache Angelegenheit ist: Man beschleunigt einfach genug, um sich aus dem Erdorbit „herauszukatapultieren“, und entzieht sich somit der Anziehungskraft der Erde, und dann erreicht man den Mond in einer Art Freier Fall, während man die Triebwerke nur selten einschaltet um kleinere Kurskorrekturen durchzuführen.

Das hört sich in der Theorie alles sehr gut an … bis man einen Schritt zurückgeht und erkennt, dass der Mond selbst ein Satellit der Erde ist, der an Ort und Stelle gehalten wird von – ihr habt es erraten! – der Erdanziehungskraft. Ist es nicht das, was den Mond davon abhält, unmotiviert im Sonnensystem herumzuhuren und sich jedem Planeten anzubiedern, der ihn aufnehmen würde? Also ist die offensichtliche Frage, die hier gestellt werden muss, folgende: Wann genau verlässt man die Umlaufbahn der Erde, wenn man von der Erde zum Mond reist?

Die Antwort ist ganz offensichtlich, ähhh, niemals. Die Erdanziehungskraft würde natürlich zunehmend schwächer werden, je weiter man sich von der Erde entfernt, aber der gesunde Menschenverstand legt nahe, dass sie nicht abrupt enden würde, wenn man den erdnahen Orbit verlässt. In der Tat, in einem Artikel, der vor kurzem in verschiedenen Zeitungen erschienen ist, steht, dass die Satelliten, die GPS-Geräte ermöglichen, in einer Höhe von ungefähr 12.000 Meilen die Erde umkreisen, eta 11.800 Meilen über dem erdnahen Orbit. Und doch werden sie wie durch ein Wunder von der Erdanziehungskraft an Ort und Stelle gehalten und es wurde von keinen Fällen berichtet, dass einer davon im Freien Fall zum Mond geflogen ist.

Es gibt einen Punkt bei einer Reise zum Mond, wo die Mondanziehungskraft stärker als die der Erde werden würde, aber angesichts der relativen Masse der beiden Körper würde dieser Punkt erst ganz am Ende der Reise liegen. Man könnte eventuell den ganzen Weg zurück im „Freien Fall“ zurücklegen, aber man müsste zuerst natürlich erst mal dort hingelangen.

Ich denke, was ich versuche hier zu sagen, ist, dass ich ihnen die Behauptung nicht ganz abkaufe, dass man kaum Treibstoff benötigt um von einem erdnahen Orbit zum Mond zu kommen. Die Logik scheint hier vorzuschreiben, dass der Weg zum Mond kein linearer wäre, wie er uns immer verkauft worden ist, sondern eher eine Reihe von stetig steigenden Kreisen (wahrscheinlich eher Ellipsen), was den Verbrauch von erheblich viel Treibstoff zur Folge hat.

Vielleicht ist das ja der Grund, warum die Space Shuttles nie ein Fly-By beim Mond gemacht haben, oder aus irgendeinem anderen Grund nie das erdnahe Orbit verlassen haben. Natürlich gibt es da noch die Probleme mit der Weltraumstrahlung, mit den extremen Temperaturen … und mit Mikrometeoriten, und mit dem Wiedereintritt, und …

Quelle

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pdf-iconDavid McGowan – Wagging the Apollo Moon Doggie [DE; 192 Seiten; 6,0 MB]

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2 Antworten zu David McGowan – Wagging the Moon Doggie – Apollo 13

  1. haunebu7 schreibt:

    Hat dies auf Haunebu7's Blog rebloggt.

  2. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG schreibt:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:

    Glück, Auf, meine Heimat!

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