William Cooper – HOTT – Unheilvolle Parallelen #1


HOTT_Ominous1Hier ist die Theorie:

„Es ist daher notwendig, dass der Einzelne zur Erkenntnis kommt, dass sein eigenes Ego im Vergleich zur Existenz seiner Nation nicht von Bedeutung ist….“

[William Cooper: Und „Nation“ kann hier als „Volk“, „Rasse“, „Kirche“, usw. gelesen werden. Ihr könnt jedes dieser Wörter mit „Nation“ austauschen, wie ihr noch sehen werdet. Und weil ich unterbrochen habe werde ich noch einmal damit beginnen und das Zitat ganz vorlesen.

„Es ist daher notwendig, dass der Einzelne zur Erkenntnis kommt, dass sein eigenes Ego im Vergleich zur Existenz seiner Nation nicht von Bedeutung ist; dass die Stellung des einzelnen Egos allein von den Interessen der Nation als Ganzes bestimmt ist; dass vor allem die Einheit von Geist und Wille einer Nation weit wertvoller als die Freiheit des Geistes und des Willens eines Einzelnen ist.“

„Der Geisteszustand, der die Interessen des Egos der Erhaltung der Gemeinschaft unterordnet, ist wirklich die erste Voraussetzung für jede wahrhaft menschliche Kultur. Die Grundhaltung, aus der solche Aktivitäten entstehen, nennen wir – um sie von Egoismus und Selbstsucht unterscheiden zu können – Idealismus. Damit verstehen wir nur die Fähigkeit des Einzelnen, Opfer für die Gemeinschaft und für seine Mitmenschen zu bringen.“

Diese Aussagen wurden in unserem Jahrhundert getroffen, meine Damen und Herren, vom Anführer einer großen westlichen Nation. Seine Landsleute betrachteten seine Anssichten als unumstritten. Sein politisches Programm setzte es treu um.

Die Aussagen, liebe Zuhörer, wurden von Adolf Hitler gemacht.

Er hat die Moralphilosophie des Nationalsozialismus erklärt, die in ihrem Herzen nicht mehr oder weniger als Sozialismus ist – nur eine Stufe über Kommunismus, und definitionsgemäß ein paar Schritte unter einer Republik. Das wird auf einer Skala von rechts nach links gemessen, die von totaler Kontrolle bis zur völligen Abwesenheit von Kontrolle geht. Nazis sind auf der linken Seite.

Ihr seht, die Nazis waren kein Stamm von prähistorischen Wilden. Ihre Verbrechen, meine Damen und Herren, waren die offiziellen rechtmäßigen Handlungen und Methoden des modernen Deutschland: eine gebildete, zivilisierte, westliche europäische Nation; eine Nation, die in der ganzen Welt für den Glanz ihrer geistigen und kulturellen Errungenschaften bekannt war.

Aufgrund der langen Reihe von Künstlern und Denkern wurde Deutschland folgendermaßen genannt, Zitat:

„… das Land der Dichter und Denker …“

Zitat Ende. Und macht dabei keinen Fehler: Ihr Beitrag für die Zivilisation war großartig. Aber ihre Bildung bot dem Land keinen Schutz vor den Sergeant Malls [sp?] in ihren eigenen Reihen.

Ihr seht, die deutschen Universitätsstudenten waren unter den frühesten Gruppen, die Hitler unterstützten. Die Intellektuellen, wie sie es immer tun, gehörten zu den eifrigsten Unterstützern seines Regimes. Und das kann man heute in den Vereinigten Staaten auf jedem College-Campus in diesem Land sehen.

Professoren mit hervorragenden akademischen Referenzen, die eifrig der Sache des Führers ihren Segen gaben, stellten ihre Wissenschaften Vollzeit zur Verfügung. Sie errichteten eine Bibliothek mit bewundernden Bänden, geschmückt mit obskuren Anspielungen auf die gelernten Referenzen, gehüllt in Mystik und einer pervertierten Spiritualität.

Die Nazis sind nicht gegen den Willen des Landes an die Macht gekommen, meine Damen und Herren. So ist es nicht geschehen. In dieser Hinsicht gab es absolut keine Kluft zwischen den Intellektuellen und dem Volk. Die Nazi-Partei wurde in freien Wahlen von Millionen von Deutschen ins Amt gewählt, einschließlich von Männern von jeder einzelnen sozialen, wirtschaftlichen und Bildungs-schicht.

Bei den nationalen Wahlen im Juli 1932 erhielten die Nazis 37% der Stimmen und eine Mehrheit der Sitze im Reichstag.

Am 30. Jänner 1933, in voller Übereinstimmung mit den Rechts- und Verfassungsgrundsätzen des Landes, wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt. Und nur fünf Wochen später, in der letzten und halb-freien Wahl der vor-totalitären Periode, erhielten die Nazis 17 Millionen Stimmen, was 44% aller Stimmen entspricht.

Den Wählern war die Nazi-Ideologie bewusst. Nazi-Literatur, darunter Aussagen über ihre Zukunftspläne, tapezierten das ganze Land. Sie konnte überall gefunden werden, sie flatterte im Wind durch die Gosse, sie war an Zäune geheftet, sie wurde auf Wände geklebt in den letzten Jahren der Weimarer Republik.

„Mein Kampf“ alleine verkaufte zwischen 1925 und 1932 über 200.000 Exemplare. Das Wesen des politischen Systems, meine Damen und Herren, das Hitler beabsichtigte in Deutschland zu errichten, war sehr klar. Es war für niemanden ein Geheimnis.

Im Jahr 1933, als Hitler das System etablierte, das er versprochen hatte, erachtete er es als nicht notwendig, Auslandsreisen zu verbieten, bis der Zweite Weltkrieg ausgebrochen ist. Und die Deutschen, die das Land verlassen wollten, konnten das wenn überhaupt mit nur wenigen Problemen tun. Die überwiegende Mehrheit ist nicht geflohen. Sie waren zufrieden damit zu bleiben.

Ihr seht, das System das Hitler etabliert hat, die soziale Wirklichkeit, die so viele Deutsche begierig umarmten, oder so bereit sie zu ertragen – denn es musste entweder das eine oder das andere gewesen sein – die Politik, die in der Theorie begann und in den Konzentrationslagern endete, war ganz einfach der Totale Staat.

Der Begriff, von dem das Adjektiv „totalitär“ abgeleitet wurde, wurde tatsächlich von Hitlers Mentor Mussolini geprägt. „Der Staat muss die absolute Macht über jeden Menschen und über jeden Bereich des menschlichen Handelns haben …“, erklärten die Nazis. Und ich zitiere:

„Die Autorität des Führers wird nicht durch Prüfungen und Kontrollen beschränkt, durch spezielle autonome Einrichtungen, oder durch individuelle Rechte; sondern sie ist frei und unabhängig, allumfassend und unbegrenzt.“

Zitat Ende. Die Aussage wurde von Ernst Huber im Jahr 1933 getätigt, einem offiziellen Parteisprecher. Und er sagte weiters:

„Das Konzept der persönlichen Freiheiten des Einzelnen, im Gegensatz zur Autorität des Staates, muss verschwinden. Es kann mit dem Prinzip des nationalistischen Reichs nicht in Einklang gebracht werden …“

sagte Huber zu einem Land, das zuhörte und nickte. Und er fuhr fort:

„Es gibt keine persönlichen Freiheiten des Einzelnen, die außerhalb des Reichs des Staates fallen, und die vom Staat respektiert werden müssen. Die Verfassung des nationalistischen Reichs basiert daher nicht auf einem System von angeboren und unveräußerlichen Rechten des Einzelnen.“

Nun, Leute, wenn der Begriff „Etatismus“ eine Konzentration der Macht in einem Staat auf Kosten der individuellen Freiheit bezeichnet, dann war der Nationalsozialismus politisch gesehen auf jeden Fall eine Form des Etatismus.

Grundsätzlich war es kein neuer Ansatz für eine Regierung, denn es war eine Fortführung des politischen Absolutismus – die absoluten Monarchien, die Oligarchien, die Gottesstaaten, die zufälligen Tyranneien, der Rassismus – der das meiste der menschlichen Geschichte geprägt hat.

Nun, viele Schriftsteller haben viele Gemeinsamkeiten zwischen dem heutigen Amerika und dem Deutschland vor Hitler festgestellt, liebe Zuhörer. Und ich habe euch dies bei vielen Gelegenheiten während The Hour of the Time zur Kenntnis gebracht.

Die gleichen Autoren haben dann ihre eigenen Beobachtungen abgeschüttelt. Sie sind der Vorstellung erlegen – verbreitet von den heutigen Intellektuellen, die völlig auf den Sozialismus reingefallen sind – dass es eine schlechte Betrachtung der Geschichte ist, wenn man zwei unterschiedliche Länder miteinander vergleicht.

[*lacht*] Und diese Vorstellung – die an sich ein Symptom unserer aktuellen Krise ist – bedeutet, dass es keine Grundregeln für das menschliche Handeln gibt, und dass es eine schlechte Betrachtung der Geschichte ist, aus der Geschichte zu lernen. Und ich kann euch versichern, dass wir noch nie gelernt haben, das zu tun; denn die Geschichte läuft in Zyklen und wiederholt sich selbst immer und immer und immer wieder im Lauf der Jahrhunderte.

Die Ähnlichkeiten können jedoch nicht abgeschüttelt werden. Die Krise ist real. Ihr seht, die Krise ist die Tatsache, dass unser Land, die Vereinigten Staaten von Amerika – das freieste, das produktivste und bis vor kurzem das moralischte Land der Welt, sich jetzt in Richtung Hitler bewegt.

Amerika bewegt sich zu einer Nazi-Form des Totalitarismus, meine Damen und Herren.

Und das geht schon seit Jahrzehnten so. Es wird nach und nach getan, standardmäßig und in den meisten Fällen unwissentlich, aber es wird systematisch getan, und ohne nennenswerte Opposition. In jedem kulturellen Bereich von Wissenschaft und Bildung zu Kunst, Religion, Politik und Wirtschaft, der Trend ist jetzt unverkennbar.

Es gibt Unterschiede zwischen Amerika und der Weimarer Republik. Ihr seht, unsere Zukunft, soweit man das beurteilen kann, ist noch unbestimmt. Es gibt eine Chance. Tatsächlich hängt ein großes Fragezeichen der Unsicherheit über dem Kopf von jedem Einwohner fast jeden Tag. Aber der gegenwärtige Trend wird nicht überprüft, bis wir in Bezug auf lebenswichtige Güter die bedrohlichen Parallelen zwischen den zwei Ländern begreifen, und vor allem die grundlegende Ursache hinter diesen Parallelen.

Ihr seht, wenn wir ein Schicksal wie das von Deutschland vermeiden wollen, dann müssen wir herausfinden, was so ein Schicksal möglich gemacht hat. Wir müssen die Wurzel finden, die erforderlich ist, um ein Land – Deutschland oder jedes andere Land – in eine Nazi-Diktatur zu verwandeln, und dann müssen wir diese Wurzel ausreißen, wenn es getan werden kann.

Wir müssen etwas tieferes als praktische Umstände finden, etwas, das die Sicht des Menschen diktiert, was das Praktische ausmacht. Ihr seht, in einem fortschrittlichen, zivilisierten Land war eine Handvoll Leute in der Lage, für ihre kriminellen Machenschaften die begeisterte Unterstützung von Millionen von anständigen, gebildeten und gesetzestreuen Bürgern zu erhalten. Und was ist dieser Faktor, der das möglich gemacht hat?

Ihr seht, kriminelle Gruppen und Systeme existierten im Lauf der Geschichte in jedem Land. Jemand verschwört sich gerade in eurer Stadt in diesem Moment. Sie haben es nur in bestimmten Zeiträumen geschafft, damit erfolgreich zu sein.

Ihr seht, die bloße Anwesenheit dieser Gruppen ist nicht ausreichend, um sich ihren Sieg zu erklären. Irgendetwas hat so viele Deutsche verwundbar für eine Übernahme gemacht. Irgendetwas hat die Kriminellen bewaffnet und das Land entwaffnet.

Klingt das vertraut? Das sollte es. Es sollte die Alarmglocken überall in eurem Haus und in eurem Zimmer läuten lassen.

Beachtet in diesem Zusammenhang, dass die Nazis die Macht der Propaganda als unverzichtbares Instrument richtig begriffen haben. Sie hätten nicht die Unterstützung der breiten Bevölkerung bekommen, wenn sie nicht ein komplexes Konstrukt aus Theorien, Lehren, Meinungen, Vorstellungen, Überzeugungen und Mystik bemüht hätten. Und nicht eine ihrer zentralen Überzeugungen stammt wirklich von ihnen, so wie nichts davon neu ist, was heute überall erzählt wird.

Sie fanden diese Überzeugungen weit verbreitet und wartend in der Kultur vor, und sie haben sie ergriffen und mit voller Lautstärke zurück in die Straßen von Deutschland gesendet. Und die Leute in den Straßen hörten, erkannten und sympathisierten mit dieser Propaganda, und sie umarmten diese Überzeugungen, und dann wählten sie ihre Vertreter.

Die Deutschen, meine Damen und Herren, hätten diese Überzeugungen im 19. Jahrhundert weder erkannt oder angenommen, als der Westen noch immer von den Überresten des Zeitalters der Vernunft und der Aufklärung geprägt war, als die Lehren der Menschenrechte und der Autonomie des Einzelnen von größter Bedeutung waren.

Aber im 20. Jahrhundert standen solche Lehren und Überzeugungen, auf die sie angewiesen waren, nicht länger an erster Stelle. Deutschland war ideologisch reif für Hitler, so wie die Vereinigten Staaten von Amerika reif für welchen Messias auch immer sind, der die Ausstrahlung besitzt und politisch versiert genug ist, um auf den Thron zu steigen.

Die intellektuellen Grundlagen wurden vorbereitet. Die Ideen des Landes, eine bestimmte besondere Kategorie von Ideen, waren bereit — geboren tief innerhalb der Mysterien.

Es gibt eine Wissenschaft, deren Gegenstand diese Kategorie von Ideen ist. Und heute in unseren Hochschulen ist diese Wissenschaft auf den tiefsten Punkt in ihrer Geschichte gesunken.

Ihre Lehrer haben erklärt, dass diese Wissenschaft keine Fragen, keine Methode ihr zu folgen und keine Antworten anzubieten hat. Und als Ergebnis verschwindet sie.

Sie verliert ihre Identität, ihre Verständlichkeit, ihre Schüler, und die letzten Reste ihres einst edlen Rufs.

Es ist die Wissenschaft des Fragenstellens – etwas, was ich jedem Einzelnen von euch vermitteln wollte an jedem Abend dieser Sendung in den letzten 2,75 Jahren.

Niemand unter den Intellektuellen von heute, oder die allgemeine Öffentlichkeit, würde auch nur den Hauch einer Ahnung haben, dass diese Wissenschaft relevant sein könnte für das menschliche Leben oder Handeln.

Und doch wird sie von einer elitären Gruppe hinter den verschlossenen Türen der Logen der Mysterien praktiziert.

Und diese Wissenschaft, meine Damen und Herren – macht hier keinen Fehler – diese Wissenschaft bestimmt das Schicksal von Nationen und den Lauf der Geschichte.

Sie ist die Quelle für den Referenzrahmen und den Wertekodex einer Nation, die Wurzel des Charakters und die Kultur eines Volkes, die grundlegende Ursache, die die Entscheidungen der Menschen in jedem einzelnen wichtigen Bereich ihres Lebens gestaltet.

Es ist die Wissenschaft, die die Menschen antreibt diese Welt zu umarmen, oder die sie nach etwas anderem suchen lässt, von dem gesagt wird, dass man sie damit überwinden kann, die sie zur Vernunft oder zum Aberglauben führt, zum Streben nach Glück oder zur Selbstaufopferung, zur Produktion oder zum Hunger, zur Freiheit oder in die Sklaverei, zum Leben oder sogar in den Tod.

Es ist die Wissenschaft, meine Damen und Herren, die den Unterschied zwischen Westen und Osten ausmacht, zwischen dem Mittelalter und der Renaissance, zwischen den Gründervätern des neuen Kontinents und den Adolf Hiltern des alten.

Es ist die Wissenschaft, die vernichtet werden muss, wenn die Katastrophen unserer Zeit möglich werden sollen.

Und diese Wissenschaft ist die Philosophie.

Philosophie ist die Lehre von der Natur der Existenz, des Wissens und der Werte. Und Werte führen zu Ethik und Moral.

Der Zweig der Philosophie, der die Existenz untersucht, ist die Metaphysik, und euch wurde beigebracht, darüber zu lachen. Die Metaphysik identifiziert die Natur des Universums als Ganzes. Sie sagt dem Menschen, in was für einer Welt er lebt, und ob es eine übernatürliche Dimension dahinter gibt, oder überhaupt nichts. Sie sagt dem Menschen, ob er in einer Welt mit festen Einrichtungen, Naturgesetzen und absoluten Fakten lebt, oder in einer Welt aus illusorischen Fragmenten, unvorhersehbaren Wundern und unaufhörlichem Durchfluss. Sie sagt dem Menschen, ob die Dinge, die er mit seinen Sinnen und seinem Geist wahrnimmt, eine nachvollziehbare Realität bilden, mit der er umgehen kann, oder irgendeine Art von unwirklicher Erscheinung, die ihn starrend und hilflos zurücklässt.

Der Zweig, meine Damen und Herren, der Philosophie, der Wissen studiert, ist die Erkenntnistheorie (Epistemologie), und die Erkenntnistheorie identifiziert die richtigen Mittel für den Erwerb von Wissen. Ihr seht, sie sagt dem Menschen, welche mentalen Prozesse er als Methode der Erkenntnis verwenden muss und welche davon er als trügerisch oder ungültig zurückweisen muss. Ihr seht, die Erkenntnistheorie sagt dem Menschen vor allem, ob die Vernunft die Fähigkeit der Erkenntnisgewinnung ist, und wenn ja, wie es funktioniert; oder ob es außer der Vernunft ein anderes Mittel der Erkenntnis gibt, wie Glaube, oder den Instinkt einer Gesellschaft, oder die Gefühle eines Diktators, oder – wie es Mr. Klerken ausgedrückt hat – auf das Blut zu hören.

Der Zweig der Philosophie, der Werte studiert, ist die Ethik oder Moral, die auf den beiden zuerst genannten Zweigen auf einem Blick auf die Welt ruht, in der der Mensch handelt und der Natur des Menschen, darunter seine Mittel der Erkenntnisgewinnung; Denn die Ethik definiert einen Wertekodex um das menschliche Handeln zu leiten. Sie sagt dem Menschen den eigentlichen Sinn des Lebens und wie er ihn erreichen kann. Sie bietet den Maßstab für die Beurteilung in Gut und Böse, richtig und falsch, das Erwünschte und Unerwünschte. Die Ethik sagt dem Menschen zum Beispiel, seine eigene Erfüllung anzustreben, oder sich für etwas anderes aufzuopfern, so wie Gott, oder seinen Nachbarn, oder seiner Nation, oder seiner Rasse.

Der Zweig der Philosophie, der Ethik bei sozialen Fragen anwendet, ist die Politik, die das Wesen von Sozialsystemen und die ordnungsgemäßen Funktionen der Regierung studiert.

Und das ist wahrscheinlich das erste Mal, dass viele von euch je davon erfahren haben.

Die Politik ist nicht der Anfang, sondern das Produkt eines philosophischen Systems, und wenn dieses System nicht vorhanden ist, dann ist die Politik chaotisch.

Aufgrund ihrer Natur können politische Fragen nicht gestellt oder beurteilt werden, außer auf der Grundlage einer Sicht auf die Existenz, die Werte und die ordnungsgemäßen Mittel zur Erkenntnisgewinnung.

Da die Menschen nicht ohne irgendeine Art von grundlegenden Leitlinien leben oder handeln können, beeinflussen die Fragen der Philosophie in irgendeiner Form jeden Menschen und jede soziale Gruppe und Klasse.

Die meisten Menschen machen sich jedoch über solche Fragen in deutlicher Ausdrucksweise keine Gedanken. Sie absorbieren ihre Ideen implizit, eklektisch und mit vielen Widersprüchen aus ihrer sie umgebenden kulturellen Atmosphäre und fügen sie ihren Seelen hinzu, ohne sie zu identifzieren, die verschiedenen ideologischen Vibrationen, die von den Schulen, den Kirchen, den Künsten, den Medien und so viel mehr ausgehen.

Eine kulturelle Atmosphäre ist keine primäre. Sie wird letztlich von einer Handvoll Menschen erschaffen, von jenen, deren Lebenswerk es ist, mit fundamentalen Gedanken umzugehen, sie zu erschaffen und zu verbreiten.

Für die große Mehrheit der Menschen ist der Einfluss der Philosophie indirekt und unerkannt. Aber ihr müsst verstehen, dass er real ist.

Die Hauptursachen des Nationalsozialismus liegen in einer Macht, die von vielen Menschen ignoriert, verunglimpft und unterschätzt wird. Die Ursachen sind nicht die in Schlagzeilen und Straßenkundgebungen gefeierten oder verfluchten Ereignisse, sondern die esoterischen Schriften der Professoren, die in den Jahrzehnten oder Jahrhunderten zuvor das Fundament für diese Ereignisse gelegt haben.

Das Symbol der Ursache ist nicht die Munitionsfabrik, oder die Gewerkschaftshallen, oder Banktresore in Deutschland oder in irgendeinem anderen Land – sondern die Elfenbeintürme, die Universitäten und die Logengebäude. Was in dieser Hinsicht aus diesen Türmen herauskam waren nur obskure Windungen, ein nahezu unverständlicher Jargon, aber dieser Jargon war tödlich.

Macht keinen Fehler.

Er ist tödlich.

Und Amerika bewegt sich nun in diese Richtung.

„Die Nazi-Lager …“, bemerkt ein Autor in der New York Times, „wurden konzipiert, gebaut und oft auch verwaltet von Ph.D.s – von Doktoren der Philosophie.“

Nun, was wurde diesen Doktoren in ihren Schulen und Universitäten gelehrt, und woher, liebe Zuhörer, kamen solche Ideen? Es brauchte Jahrhunderte – buchstäblich Jahrhunderte – und eine Kette aus Falschheiten, wo jeder zu Denken aufhört, um ein ganzes Volk in den Zustand der Hitler-Verehrung zu bringen – denn das ist genau das, was es war.

Die moderne deutsche Kultur, einschließlich des Nazi-Höhepunkts, ist das Ergebnis einer komplexen Entwicklung der Geschichte der Philosophie mit Dutzenden Figuren und geht bis zu den Anfängen des abendländischen Denkens zurück.

Die gleichen Figuren, die ich euch in dieser Sendung offenbart habe, haben dabei geholfen, jede westliche Nation zu prägen — alle von ihnen.

Aber in anderen Ländern waren in unterschiedlichem Ausmaß die Ergebnisse gemischt, weil es auch einen gegenteiligen Einfluss gab, oder ein Gegengift.

In Deutschland zur Jahrhundertwende war die kulturelle Atmosphäre unvermischt. Die Spuren des Gegengifts sind vor langer Zeit verschwunden und das intellektuelle Establishment war monolithisch.

Wenn wir uns nun die westliche philosophische Entwicklung in Bezug auf lebensnotwendige Güter ansehen, dann gibt es drei schicksalhafte Wendepunkte, die hervorstechen – drei große Philosophen, die vor allen anderen für die Erzeugung der Krankkeit des Kollektivismus verantwortlich sind und die ihn an die Diktatoren unseres Jahrhunderts übertragen haben.

Ob es sich dabei um Kollektivismus innerhalb einer Nation, um Kollektivismus innerhalb einer Rasse oder um Kollektivismus innerhalb der Welt handelt, ist egal, es ist derselbe, und er geht von der gleichen Quelle aus.

Ob man es nun Sozialismus, Kommunismus oder Hippy-ismus nennt, macht keinen Unterschied. Es ist das Gleiche.

Ob es sich nun um einen Nazi, um einen Weggenossen (Fellow Traveller), um einen Sozialisten oder einfach nur um irgendjemanden handelt, der in einer Kommune lebt, macht keinen Unterschied und kommt aus der gleichen Quelle.

Diese drei – diese drei Männer – diese drei Philosophen (denn das ist genau das, was sie waren) sind verantwortlich für den größten Teil der Situation, in der wir uns gerade befinden.

Die drei sind Plato, Kant und Hegel. Und das Gegengift dazu ist Aristoteles.

Wann war das letzte Mal, als ihr den Namen Aristoteles gehört habt?

Plato, liebe Zuhörer, ist der Vater des Kollektivismus im Westen. Er ist der erste Denker, der einen systematischen Blick auf die Wirklichkeit formulierte mit einer kollektivistischen Politik als ihren Höhepunkt.

Ihr seht, im Wesentlichen besagt Platos Metaphysik, dass das Universum aus zwei gegensätzlichen Dimensionen besteht, die die wahre Wirklichkeit sind – ein perfekter, unveränderlicher, übernatürlicher Bereich, nicht-materiell, nicht-räumlich, nicht-zeitlich, nicht-wahrnehmbar – und die materielle Welt, in der wir leben.

Die materielle Welt, sagt Plato, ist nur eine unvollkommene Erscheinung der wahren Wirklichkeit, eine halb-reale Reflektion oder eine Projektion davon. Weil Platos Metaphysik besagt, dass die Realität daher von Natur aus grundlegend spirituell oder nicht-materiell ist, beschreibt er sie technisch in der Philosophie als Idealismus.

Seine Realität ist also der Idealismus – wobei die meisten von uns, die nach Idealismus gestrebt haben, herausgefunden haben, dass er nicht erreicht werden kann – und er lehnt die Welt um uns herum – was wir als Realität wahrnehmen – als nicht-real ab.

Der Inhalt der wahren Wirklichkeit ist laut Plato eine Reihe von Universalien oder Formen; Tatsächlich eine Reihe von körperlosen Abstraktionen die das darstellen, was die verschiedenen Gruppen in dieser Welt gemeinsam haben. Und aus diesem Grund stellen für Plato Abstraktionen eine übernatürliche Existenz dar. Sie sind nicht-materielle Objekte in einer anderen Dimension, unabhängig vom menschlichen Geist und von allen ihren materiellen Verkörperungen.

Die Formen, sagt uns Plato wiederholt, sind das, was wirklich real ist. Die Einzelheiten subsumieren sich. Die konkreten Dinge, die diese Welt ausmachen, tun das nicht. Sie besitzen nur eine schattenhafte, traumhafte Halb-Realität.

Und ich kann sehen, wie ihr euren Kopf schüttelt. Ihr sagt: „Das kann nicht stimmen!“ Niemand würde diesem Geschwafel auch nur irgendeine Aufmerksamkeit schenken, aber ich kann euch versichern, dass sie es tun. Es ist das Herz und die Seele der Religion, die in den Freimaurerlogen gelehrt wird. Und wenn ihr unsere Serie über die Mysterien gehört habt, dann wisst ihr das bereits.

Bedeutsame Rückschlüsse auf den Menschen sind in dieser Metaphysik implizit, und wurden später von einer langen Reihe von Platonikern explizit gemacht.

Da die einzelnen Menschen lediglich bestimmte Instanzen des universellen Menschen sind, sind sie letztlich nicht real. Was bei den Menschen real ist, ist nur die Form, die sie gemeinsam haben und die sie reflektieren.

Für den gesunden Menschenverstand erscheint es, als gäbe es viele verschiedene einzelne Menschen, jeder unabhängig von den anderen, jeder völlig real in seinem eigenen Recht. Aber für den Platonismus – für den Platonismus – ist dies eine Täuschung, seht ihr?

All die scheinbar einzelnen Menschen sind in Wirklichkeit die eine gleiche Form in verschiedenen Reflektionen oder Manifestationen von sich selbst. Daher bilden alle Menschen letztlich eine Einheit und kein irdischer Mensch ist eine autonome Einheit. Genauso wie wenn ein Mensch von einem Mehrfacettenspiegel reflektiert wird, dann würden die vielen Reflektionen keine autonomen Einheiten sein. Und das Ganze ist Gott.

Daher kommt das Konzept, dass der Mensch, wenn er sich durch die Lehren der Mysterien hinter den Logentüren selbst perfektioniert, selbst zu Gott werden wird.

Das ist das Versprechen von Luzifer, von Satan im Garten Eden.

Aber denkt daran, für diese Menschen ist das nur eine Metapher, eine Geschichte, die das Unerklärbare erklärt.

Nun, was laut Plato in Bezug auf das menschliche Handeln folgt, ist ein Leben in Selbstaufopferung. Wenn sich Menschen in einer Gemeinschaft zusammenfinden, sagt Plato, dann ist die Einheit der Wirklichkeit und des Wertestandards die Gemeinschaft als Ganzes.

Zu welcher Gemeinschaft ihr auch gehört, ob es eine Volksgemeinschaft ist, eine Gemeinschaft innerhalb einer Nation, die Welt als Gemeinschaft – wie es jetzt an den Universitäten angepriesen wird – die Umwelt als eure Gemeinschaft, einer religiöse Organisation: Es macht keinen Unterschied. Sie trifft immer dann zu, wo eine Gemeinschaft existiert und wo das Leben als selbstlosen Dienen für diese Gemeinschaft angesehen wird.

Jeder Mensch muss sich daher laut dieser Philosophie so weit wie möglich bemühen, seine Individualität und seine persönlichen Wünsche, seine Ambitionen und alles andere abzulegen, und er muss sich selbst mit dieser Gemeinschaft verschmelzen, Eins werden mit ihr, und nur dafür leben, um ihrem Wohlbefinden zu dienen.

Aus dieser Sicht ist das Kollektiv keine Ansammlung, sonder eine Entität.

Ihr seht, die Gesellschaft – der Staat – wird als lebendiger Organismus betrachtet. Das ist die sogenannte „organische Theorie des Staates“, und der Einzelne wird zu einer bloßen Zelle des Körpers dieses Organismus, ohne mehr Rechte oder Privilegien zu besitzen als irgendeine andere Zelle in diesem Körper.

Plato schreibt:

„Die erste und höchste Form des Staates, der Regierung und des Gesetzes ist ein Zustand, in dem all das Private und Individuelle aus dem Leben verbannt ist. Und Dinge, die von Natur aus privat sind, wie Augen, Ohren und Hände, werden zum Allgemeingut und auf gewisse Art sehen, hören und handeln sie gemeinsam, und alle Menschen bringen Lob oder Tadel zum Ausdruck, und fühlen Freude und Trauer zu den gleichen Gelegenheiten. Und was es auch für Gesetze gibt, sie vereinen den Staat bis zum Äußersten.“

„Und was die individualistischen Begriffe anbelangt: „Meins“ und „nicht meins“, „das von jemand anderem“ und „das nicht von jemand anderem“, „deins“ und „meins“, und „ihres“ und „seines“ — der am besten geordnete Staat wird derjenige sein, in der die größte Anzahl an Menschen diese Begriffe im gleichen Sinne verwenden; und der dementsprechend am ehesten einer einzigen Person entspricht.“

Meine Damen und Herren, er beschreibt Kommunismus in seiner reinsten Form – eine Dialektik, die noch nie in der Geschichte in ihrer reinsten Form erschienen ist, obwohl es einige versucht haben, sie in diese Welt zu bringen; denn die alten menschlichen Mängel kommen immer in die Quere.

Die Verteidigung des allmächtigen Staats folgt aus dem Obigen wie von selbst.

Die Funktion und Autorität eines Staates soll nach Plato unbegrenzt sein. Der Staat soll die Bürger mit von der Regierung genehmigten Ideen in staatlich geführten Schulen indoktrinieren, die gesamte Kunst, Literatur und Philosophie zensieren, Männern ihren Beruf zuweisen, wenn sie dafür alt genug geworden sind, ihre Wirtschaft und in manchen Fällen sogar ihre sexuelle Aktivität regeln – wie es in Nazi-Deutschland der Fall war. Das Programm zur Herrschaft der Regierung über den Einzelnen wurde gründlich ausgearbeitet.

In Platos „Republik und Gesetze“ kann man die Details lesen, die der erste Entwurf eines totalitären Ideals sind – ein Ideal, das bereits fest verwurzelt ist, und seine Zweige verbreiten sich im gesamten Land, und tatsächlich auf der ganzen Welt.

Der Entwurf enthält die Ansicht, dass der Staat von einer besonderen Elite beherrscht werden soll – von den Philosophen. Ihr Anspruch auf absolute Macht, erklärt Plato, liegt an ihrer besonderen Weisheit: Ein Rat der Weisen, eine Weisheit, die sich aus ihrer Einsicht in die wahre Wirklichkeit ergibt, und besonders in ihr oberstes Prinzip, der sogenannten „Idee des Guten“. Und ohne Verständnis für diese Form, so Plato, kann kein Mensch das Universum verstehen oder auch nur, wie er sein eigenen Leben führen soll.

Aber um dieses entscheidende Prinzip zu begreifen, fährt Plato fort – und hier könnt ihr die Relevanz der Erkenntnistheorie auf die Politik sehen – ist der Geist unzureichend.

Ihr seht, die Form des Guten kann durch den Einsatz der Vernunft nicht erkannt werden. Sie kann nicht durch einen Prozess der Logik erreicht werden, laut Plato. Sie überwindet menschliche Konzepte und die menschliche Sprache. Sie kann nicht definiert, beschrieben oder diskutiert werden.

Sie kann begriffen werden, aber nur nach Jahren einer asketischen Vorbereitung – nur durch eine unbeschreibliche mystische Erfahrung, eine art von plötzlicher, nicht mitteilbarer Offenbarung oder Intuition, die der philosophischen Elite vorbehalten ist.

Die Masse der Menschen dagegen ist in die persönlichen Belange dieses Lebens verstrickt – Sheeple, wenn man so will. Sie sind in der unteren Welt versklavt, die ihnen von ihren Sinnen offenbart wird. Sie arbeiten nur, weil sie Geld brauchen um sich Alkohol zu kaufen, Party zu machen oder um Sex zu haben. Sie sind unfähig den mystischen Kontakt mit dem übernatürlichen Prinzip herzustellen. Sie sind nur dazu geeignet Befehlen zu gehorchen.

Dies ist die platonische Philosophie.

Dies, meine Damen und Herren, ist im Wesentlichen der Blick auf die Wirklichkeit, auf den Menschen, und auf den Staat, der von einem der einflussreichsten Philosophen aller Zeiten in den Strom der westlichen Kultur eingebracht worden ist.

Seitdem diente es als theoretische Basisgrundlage, auf die von aufstrebenden und gegenwärtigen Diktatoren stets verwiesen wird – sowohl von denen der Antike als auch von denen der Moderne – bei dem Versuch, ihr politisches System zu rechtfertigen.

Einige dieser Diktatoren haben Plato nie gelesen und auch noch nie von ihm gehört, das kann ich euch versichern, aber sie haben seine Art von Ideen indirekt, zu Hause, in der Kirche, auf der Straße, in den Gefängnissen oder in der Gosse aufgesaugt. Manche jedoch gingen zurück bis zur Quelle.

Walter Kaufmann [sp?] sagt: „Plato wurde weit verbreitet gelesen in deutschen Schulen unter den Nazis, und spezielle Ausgaben wurden für die Griechisch-Klassen in den Gymnasien vorbereitet, das Sammeln von angeblich faschistischen Passagen, anstatt eine Liste zu erstellen mit den vielen ähnlichen Beiträgen zu Platos Literatur. Es sollte ausreichend sein zu erwähnen, dass Dr. Hans F.K. Günther, von dem die Nazis ihre Rassentheorien erhielten, wie sie selbst zugegeben haben, auch ein ganzes Buch Platon gewidmet hat.“

Und Alfred Rosenberg, Hitlers offizieller Ideologe, und ein Jude, feiert Platon als jemanden, der schließlich sein Volk auf einer Rassengrundlage retten wollte, durch eine gewaltsame Verfassung, diktatorisch in jedem Detail.

Nun, wenn die Menschheit nicht an solchen Verfassungen zugrunde gegangen ist, wenn sie nicht dauerhaft in den Sumpf des Etatismus zusammengebrochen ist, sondern sich ihren Weg nach oben gekämpft hat durch die Jahrhunderte der Folter, kurze Anstiege und lange, hingezogene Phasen des Fallens – wie ein Mann gegen eine Lähmung ankämpft durch die Kraft einer unerschöpflichen Vitalität – dann nur, weil diese Kraft von einem Giganten gegeben wurde, dessen philosophisches System in nahezu allen Grundsatzfragen das Gegenteil von Plato ist.

Und dieser große Sprecher für die Menschen, und für diese Erde, ist und war schon immer Aristoteles.

Ihr seht, Aristoteles ist der Champion dieser Welt, der Champion der Natur gegenüber dem Supernaturalismus von Platon.

Während er Platons Welt der Formen dementiert, behauptet Aristoteles, dass es nur eine Realität gibt: Die Welt der Einzelheiten in der wir leben, die Welt, die von Menschen mittels ihrer physischen Sinne wahrgenommen wird.

Allgemein gültige Eigenschaften, meint er, sind nur Aspekte von existierenden Einheiten, die durch einen Prozess der selektiven Aufmerksamkeit in Gedanken isoliert sind. Sie existieren außerhalb der Einzelheiten nicht. Die Realität besteht nicht aus platonischen Abstraktionen, sondern aus konkreten individuellen Einheiten, jede von einer bestimmten Natur, jede davon gehorcht den Gesetzen seiner innewohnenden Natur.

Das Universum von Aristoteles ist das Universum der Wissenschaft. Die physische Welt ist seiner Ansicht nach keine schattenhafte Projektion, die durch eine göttliche Dimension gesteuert wird, sondern ein eigenständiges, autarkes Reich. Es ist ein geordnetes, verständliches und natürliches Reich, welches offen für den Geist des Menschen ist.

Und in einem solchen Universum, meine Damen und Herren, kann Wissen nicht durch besondere Offenbarungen aus einer anderen Dimension erworben werden. Es ist kein Platz für unbeschreibliche Institutionen des Jenseitigen. Er verwirft die mystischen Elemente in Platons Erkenntnistheorie.

Aristoteles ist der Vater der Logik und der Champion der Vernunft als das einzige Mittel des Menschen für Erkenntnis.

Wissen, meint er, muss auf den Daten der Sinneserfahrungen basieren und davon abgeleitet werden können. Es muss in Bezug auf die Objektivität und definierte Konzepte formuliert werden. Es muss durch ein Verfahren der Logik validiert werden.

Ihr seht, für Platon ist das gute Leben im wesentlichen eines der Entsagung und der Selbstlosigkeit, ein Leben, das gar kein Leben ist. Der Mensch sollte vor den Freuden dieser Welt im Namen der Treue zu einer höheren Dimension fliehen, genauso wie er seine eigene Individualität im Namen der Vereinigung mit dem Kollektiv negieren soll.

Und in dieser Art von Welt existiert keine Freiheit. Es gibt weder gottgegebenen Rechte für den Menschen, noch den Schutz dieser Rechte.

Aber für Aristoteles ist das gute Leben eines der persönlichen Selbstverwirklichung. Der Mensch sollte die Werte dieser Welt genießen. Er sollte seinen Verstand in vollen Zügen benutzen. Jeder Mensch sollte daran arbeiten, um sein eigenes Glück hier auf der Erde zu erreichen. Und in diesem Prozess sollte er sich seinem eigenen Wert bewusst sein.

Aristoteles schreibt:

„Ein vernünftiger Stolz in sich selbst und in den eigenen moralischen Charakter ist, wenn er verdient ist, die Krone aller Tugenden.“

Und wir werden morgen Abend weitermachen, meine Damen und Herren, denn dies ist wichtig damit ihr versteht was passiert und woher es kommt.

Und wenn ihr schon länger nicht mehr auf einer Universität gewesen seid, dann empfehle ich euch dorthinzugehen und euch einige dieser Klassen anzuhören. Ihr werdet hören, was ich euch heute Abend vermittelt habe, wie es euren Kindern immer und immer und immer wieder beigebracht wird, in fast jedem Klassenzimmer, in dem sie sich befinden.

Diese Sendung heute Abend wurde aus einem Buch entnommen mit dem Titel „The Ominous Parallels“ von Leonard Peikoff. Es ist eine brilliante Studie, meine Damen und Herren, des heutigen Amerikas, und den unheilvollen Parallelen mit dem völligen Chaos des Vor-Hitler-Deutschlands.

Gute Nacht, und Gott segne euch alle. Und Gott schütze diese Republik.

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Dieser Beitrag wurde unter Übersetzung, Luziferische Elite, Mystery Babylon, Wahrheitsbewegung abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu William Cooper – HOTT – Unheilvolle Parallelen #1

  1. Xhej schreibt:

    Super Arbeit! Super Seite!

    Plato „Ideologie“ klingt wie die aus der Kabbala.

    Werde mir die zeit nehmen um die Mysterie Babylon Serie zu studieren.

    Hier noch der „Original“ Link aus der Serie damals.

    http://www.hourofthetime.com/socialist.htm

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