William Cooper – HOTT – Unheilvolle Parallelen #2


HOTT_Ominous2Aristoteles ist der Champion dieser Welt.

Dies ist eine Fortsetzung in unserer Diskussion über die Philosophie, die diesen Kollektivismus, diesen Sozialismus, diesen Kommunismus, diese sozialistische Weltregierung hervorbrachte – all die Lügen, die durch dieses Land fliegen. Sie fliegen in das Gesicht der Vernunft.

Aristoteles, der Champion dieser Welt, der Champion der Natur, im Gegensatz zum Supernaturalismus von Platon. Erinnert ihr euch an ihn?

Indem er Platons Welt der Formen dementiert, liebe Zuhörer, behauptet Aristoteles, dass es nur eine Realität gibt.

Wir sprechen hier über Philosophie, nicht über Religion. Es spielt keine Rolle, an was ihr glaubt. Hört einfach zu.

Die Welt der Einzelheiten, in der wir leben, ist diese Realität, diese eine Realität: Die Welt, die der Mensch durch seine physischen Sinne wahrnimmt; die einzige, wo man in der Lage ist, mit ihr umzugehen; die eine, die euch mit Sinneswahrnehmungen umgibt.

Allgemeingültige Eigenschaften, meint Aristoteles, sind lediglich Aspekte von bestehenden Entitäten, in Gedanken isoliert durch ein Verfahren der selektiven Aufmerksamkeit. Sie haben keine Existenz abgesehen von Einzelheiten.

Er sagt: „Die Realität besteht nicht aus platonischen Abstraktionen, sondern aus konkreten individuellen Entitäten, jede von einer bestimmten Art, jede gehorcht den Gesetzen ihrer jeweiligen Natur.“

Diese Gesetze sind die äußere Manifestation Gottes – wenn man so will.

Ihr seht, das Universum von Aristoteles ist das Universum der Wissenschaft.

Die Menschen behaupten, dass uns die Wissenschaft von Gott wegführt. Doch der Beweis einer natürlichen Ordnung – Gesetze, die nie in der Natur gebrochen werden – bestätigt die Existenz Gottes.

Die physische Welt ist nach Aristoteles‘ Ansicht keine schattenhafte Projektion, die von einer göttlichen Dimension gesteuert wird, sondern ein eigenständiges, autarkes Reich. Es ist ein geordnetes, verständliches und natürliches Reich, welches offen für den Geist des Menschen ist.

In einem solchen Universum kann Wissen nicht durch besondere Offenbarungen aus einer anderen Dimension erworben werden. Es gibt keinen Platz für unbeschreibliche Intuitionen aus dem Jenseits, wie sie in einer Loge gefunden werden können. Während er die mystischen Elemente aus Platons Erkenntnistheorie verleugnet, ist Aristoteles der Vater der Logik und der Champion der Vernunft als einziges Mittel der Erkenntnis des Menschen.

Wenn man das Reich der Vernunft verlässt, dann kommt man in die Welt der Religion und der Weltanschauung, die auf Glauben basiert – jene Dinge, die nie bewiesen werden können. Und hier liegt die Auseinandersetzung, die von den Menschen entwickelt wurde, zwischen diesen widersprüchlichen Glaubensstrukturen von einer Welt, die der Mensch nicht sehen, nicht berühren, nicht riechen, nicht hören und auch nicht mit ihr kommunizieren kann, und – bis der Mensch stirbt – nie von der Realität eines solchen Ortes erfährt.

Aristoteles meint, dass Wissen auf den Daten der sinnlichen Erfahrungen beruht und davon abgeleitet wird. Es muss in Bezug auf definierte Konzepte formuliert werden. Es muss durch ein Verfahren der Logik validiert werden.

Für Plato ist das gute Leben im Wesentlichen eines der Entsagung und der Selbstlosigkeit. Der Mensch sollte vor den Freuden dieses Lebens fliehen im Namen der Treue zu einer höheren Dimension; so wie er auch seine eigene Individualität im Namen der Vereinigung mit dem Kollektiv negieren soll.

Aber für Aristoteles ist das gute Leben eines der persönlichen Selbstverwirklichung. Der Mensch soll die Werte dieses Lebens genießen. Mit Hilfe seines vollen Geistes sollte jeder Mensch danach streben, sein eigenes Glück hier auf Erden zu erreichen, er sollte sich seines eigenen Werts bewusst sein.

„Stolz, …“

schreibt Aristoteles:

„… ein vernünftiger Stolz auf sich selbst und auf den eigenen moralischen Charakter ist, wenn er verdient ist, …“

Und versteht das.

„… wenn er verdient ist, die Krone der Tugenden.“

Der stolze Mensch negiert nicht seine eigene Identität. Er taucht nicht selbstlos in die Gemeinschaft ein. Er ist kein vielversprechendes Versuchskaninchen für den Platonischen Staat — und deshalb werden aus Amerikanern niemals gute Kommunisten werden. Sie werden nie gute kleine Sklaven in einer sozialistischen Welt sein.

Obwohl die Schriften von Aristoteles eine Polemik gegen die extremeren Merkmale von Platons Kollektivismus beinhalten, ist Aristoteles selbst kein konsequenter Verfechter des politischen Individualismus. Ihr seht, seine eigene Politik ist eine Mischung aus etatistischen und anti-etatistischen Elementen.

Aber die primäre Bedeutung von Aristoteles – oder von irgendeinem anderen Philosophen, meine Damen und Herren – liegt nicht in seiner Politik. Sie liegt in den Grundlagen seines Systems, in seiner Metaphysik und seiner Erkenntnistheorie.

Es wurde gesagt, dass jeder Mensch in seiner Grundhaltung des Lebens entweder Platonisch oder Aristotelisch ist. Das gleiche kann von den Perioden der abendländischen Geschichte gesagt werden.

Das Mittelalter, unter der Herrschaft von Philosophen wie dem Platoniker St. Augustine, war eine Ära, die vom Platonismus dominiert war. Und während des Großteils dieser Zeit war die Philosophie von Aristoteles so gut wie unbekannt im Westen. Aber hauptsächlich unter dem Einfluss von Thomas von Aquin wurde Aristoteles im 13. Jahrhundert wiederentdeckt.

Die Renaissance, meine Damen und Herren, repräsentierte eine Wiedergeburt des Aristotelischen Geists. Die Resultate dieses Geists wurden in den darauffolgenden zwei Jahrhunderten geschrieben, die vom Menschen richtigerweise als das Zeitalter der Vernunft und das Zeitalter der Aufklärung bezeichnet wird. Es ist das, was uns aus den Inkonsistenzen, aus der schrecklichen Unterdrückung und vom Aberglauben des finsteren Mittelalters befreit hat.

Die Resultate beinhalten die Entstehung der modernen Wissenschaft, den Aufstieg einer individualistischen politischen Philosophie, die Werke von John Locke und anderen, die ehrlich gesagt verantwortlich sind – direkt verantwortlich – für die Ideale und Prinzipien, auf denen Amerika basiert.

Die konsequente Verbreitung der Freiheit über die zivilisierte Welt ist eines der Ergebnisse der aristotelischen Philosophie, sowie die Geburt des freiesten Landes in der Geschichte der Welt – tatsächlich das einzige Land, welches dem Menschen wirkliche Freiheit gegeben hat — die Vereinigten Staaten von Amerika.

Die große Schlussfolgerung dieser Ergebnisse, das Produkt von Menschen, die mit dem Wissen der Wissenschaftler bewaffnet und endlich frei waren, zu handeln, war die Industrielle Revolution, die Armut in Überfluss verwandelt hat und das Antlitz des Westens verwandelt hat.

Der Aristotelismus, der von Aquin in der Renaissance freigelassen wurde, fegte die Dogmen und die Fesseln der alten Welt, der Vergangenheit, hinfort. Vernunft-Vernunft-Freiheit-Freiheit…

Wie viele von euch haben jemals dieses Wort gesagt und dabei gefühlt, wie es durch eure Lippen fließt? Das stimmt. Versucht es alle!

Die Vernunft, Freiheit und Produktion verdrängten den Glauben, die Gewalt und die Armut. Die uralten Grundlagen des Etatismus wurden in Frage gestellt und ausgehölt.

Die Tragödie des Westens liegt jedoch in der Tatsache, dass der Samen des Platonismus fest in die Philosophie fast von Anfang an eingebettet wurde und während der Post-Renaissance ständig gewachsen ist.

Während also die revolutionären Errungenschaften, inspiriert durch Aristotelismus, das Leben im Westen umgestaltet haben, war eine intellektuelle Gegenrevolution im Gange, die allmählich in Schwung kam. Eine Reihe von Denkern war bestrebt, den Aristotelischen Trend umzukehren und die Grundprinzipien des Platonismus wiederzubeleben.

Es war die Philosophie Aristoteles, meine Damen und Herren, die es der Freiheit erlaubte, zu funktionieren; Denn um Vernunft zu haben, müssen Ideen ausgedrückt werden. Nichts könnte zensiert werden. Der Mensch war zum ersten Mal in der Geschichte der Welt frei um zu sagen, was er sich dachte, er konnte Ideen austauschen, er konnte sich frei auf dem Marktplatz unterhalten und in den Meetings wo Wissenschaftler und Gelehrte zusammenkamen.

Und in den Hallen der Kirchen und großen religiösen Organisationen wurden zum ersten Mal alte Dogmen in Frage gestellt – und manche von ihnen auch zurecht; Denn das Universum, wie wir jetzt wissen, hat nie das getan, was der Papst gesagt hat – sich um die Erde gedreht. Und die Erde war niemals im Zentrum des Universums, noch wird sie das jemals sein.

Dies sind die Dinge, die unsere Vorväter wussten, und deswegen errichteten sie den Schutz in der Verfassung für jeden einzelnen Bürger, so dass die Vernunft die Oberhand gewinnen würde. Dies sieht man heute überhaupt nicht mehr und wir werden darüber noch ausführlich sprechen, bevor wir mit unserer Diskussion über Philosophie fertig sind.

Der Höhepunkt, meine Damen und Herren, dieser Entwicklung – die Wiederbelebung der Grundsätze des Platonismus – kam tatsächlich am Ende des 18. Jahrhunderts auf. Der Mann, der die erfolgreiche Anti-Aristotelische Revolution vollzogen hat, der Mann, der mehr als jeder andere der Aufklärung ein Ende gesetzt hat und die Tür für das Gegenteil geöffnet hat, war ein deutscher Philosoph – der einflussreichste deutsche Philosoph in der Geschichte. Und sein Name war Immanuel Kant.

Es gab einen sehr berühmten freimaurerischen Schriftsteller, – sein Name ist übrigens Mackey – der in einer seiner Ausgaben der „Masonic Encyclopedia“ sagte:

„Um die Freimaurerei verstehen zu können, muss man Kant verstehen. Und wenn man Kant nicht versteht, dann kann man die Freimaurerei nicht verstehen.“

Hier ist eine große Offenbarung. Die meisten von euch haben zweifellos noch nie von diesem Mann gehört.

Eines der Hauptziele Kants war es, die Religion zu retten – einschließlich des Wesens der religiösen Moral – vor den Angriffen der Wissenschaft. Sein System repräsentiert eine große Anstrengung um die Prinzipien des Platonismus noch einmal in etwas veränderter Form in eine Position der Befehlsautorität über die westliche Kultur zu erheben.

Ihr seht, Kant legt seinen primären Schwerpunkt auf erkenntnistheoretische Fragen. Seine Angriffsmethode ist es, eine Kampagne gegen den menschlichen Geist zu führen.

„Der menschliche Geist…“

meint er:

„… ist nicht imstande, Wissen über die Realität zu erlangen.“

Nun, es ist klar, dass Immanuel Kant noch nie in seinem Leben The Hour of the Time gehört hat – und das stimmt auch, denn er starb vor langer langer Zeit. Überlegt euch mal kurz, wie es die Welt verändert hätte, wenn er The Hour of the Time hören hätte können, und so einen echten Geschmack der Realität erhalten hätte; denn es war zu seiner Zeit nicht anders, als es heute ist. Dem gewöhnlichen Menschen wurde Lüge um Lüge um Lüge erzählt, und er wurde manipuliert, wie eine Schafherde von den Hunden und dem Schäfer manipuliert wird, damit sie in den Stall gehen, um geschoren zu werden, und dann den Hügel hinauf zum Schlachthof.

In jedem Prozess der Erkenntnis, laut Kant, ob es eine Sinneserfahrung sei oder ein abstrakter Gedanke, verändert und verzerrt der Geist automatisch den Beweis, mit dem er konfrontiert ist. Er filtert oder strukturiert das Material, das er von der Realität erhält, im Einklang mit einer Reihe von angeborenen und subjektiven Verabreitungsapparaten, deren Betrieb er nicht entfliehen kann.

Nun, denkt daran, dies ist laut Kant.

Er sagt, dass daher die Welt, die der Mensch wahrnimmt – die Welt der geordneten, raum-zeitlichen, materiellen Entitäten – im Wesentlichen eine Schöpfung des menschlichen Bewusstseins ist. Was der Mensch wahrnimmt, ist nicht die Wirklichkeit, wie sie ist, sondern nur die Wirklichkeit, wie sie dem Menschen angesichts der besonderen Struktur des menschlichen Geistes erscheint.

Daher besteht das Universum für Kant – wie für Plato – aus zwei gegensätzlichen Dimensionen: Die wahre Wirklichkeit – ein übersinnliches Reich von Dingen in sich selbst (in Kants Terminologie), und eine Welt der Erscheinungen, die letztlich nicht real ist – die materielle Welt, die der Mensch durch seine physischen Sinne wahrnimmt.

Und dies ist der Punkt, wo die Dinge beginnen, verdreht zu werden. Dies ist, wo das Falsche begann, zum Richtigen zu werden; wo die Moral begann zu verschwinden.

Plato war mehr als ein Platoniker, trotz seiner Mystik, denn er war ein Mitglied der Mysterien — tatsächlich beschreibt er seine Einweihung in seinen Schriften. Er war auch ein heidnischer Grieche, und als solcher zeigte er einen bestimmten authentischen Respekt für Vernunft — einen Respekt, der in der Griechischen Philosophie implizit war, egal wie explizit irrational sie wurde.

Aber die Kantische Mystik leidet jedoch unter keinen solchen heidnischen Beschränkungen. Kant warf die Vernunft aus dem Fenster. Seine Mystik fließt triumphierend hervor und fegt den erschöpften menschlichen Geist hinweg. Da der Mensch niemals den verzerrenden Mitteln entfliehen kann, die in der Struktur seines Bewusstseins inhärent sind, sagt Kant, ich zitiere:

„… Dinge in sich selbst …“

… sind grundsätzlich nicht erkennbar.

Die Vernunft ist ohnmächtig, etwas über die Wirklichkeit zu entdecken. Wenn sie es versucht, kann sie nur in undurchdringlichen Widersprüchen versinken. Die Logik ist nur ein subjektives menschliches Mittel, ohne Bezugnahme auf oder Basis in der Realität; denn nach Kant ist die Welt um uns herum nicht real.

Die Wissenschaft, obwohl nützlich als Mittel zum Ordnen der Daten der Welt der Erscheinungen, ist darauf begrenzt, eine oberflächliche Welt der eigenen Schöpfung des Menschen zu beschreiben und sagt nichts darüber aus, wie die Dinge wirklich sind.

Die eigene Schöpfung des Menschen?

Müssen sich die Menschen dann einem totalen Skeptizismus anvertrauen?

Nein, sagt Kant.

Es gibt ein Mittel zur Wahrnehmung der Barriere zwischen dem Menschen und der Existenz. Da der Vernunft, der Logik und der Wissenschaft der Zugang zur Realität verweigert wird, ist die Tür jetzt für den Menschen offen, sich der Realität durch einen anderen, nicht-rationalen Ansatz zu nähern.

Nicht-rational!

Die Tür ist jetzt offen für den Glauben.

Glaube!

In Anlehnung an seine Bedürfnisse kann der Mensch richtig glauben, zum Beispiel an Gott und an ein Leben nach dem Tod, auch wenn er die Wahrheit seines Glaubens nicht beweisen kann, und auch zwei verschiedene Menschen, auch wenn sie an die gleiche Sache glauben, werden in ihrem eigenen Glauben argumentieren, was real ist und was nicht. Und keiner kann es dem anderen beweisen, außer durch die Macht der Persönlichkeit oder des Arguments.

Und egal, wie mächtig das rationale Argument gegen ihren Glauben geht, das Argument kann immer von der Hand gewiesen werden; denn ein Bedürfnis erinnert seinen Verfechter nur daran, dass rationale Erkenntnis und rationale Konzepte nur für die Welt der Erscheinungen gilt, nicht für die Realität.

Auf dem Kopf! Rückwärts! Kant schaute in einen Spiegel.

Mit einem Wort, die Vernunft wurde zum Schweigen gebracht, der Weg ist einmal mehr frei für eine Orgie der mystischen Fantasie. Und das ist, was ihr heute auf der ganzen Welt sehen könnt, denn Kant beeinflusste viele Köpfe.

Der Name dieser Orgie — der philosophische Begriff für die Revolte der Intellektuellen im 19. Jahrhundert gegen die Vernunft und die Aufklärung — ist, meine Damen und Herren, die Romantik.

Seht ihr, viele von euch haben sich schon eine lange Zeit gefragt, was das bedeutet, oder ihr dachtet, dass ihr wisst, was das bedeutet.

Der Name dieser Orgie — der philosophische Begriff für die Revolte der Intellektuellen im 19. Jahrhundert gegen die Vernunft und die Aufklärung — ist, meine Damen und Herren, die Romantik.

„Ich habe“, schreibt Kant, „es daher für notwendig empfunden, Wissen zu verweigern um Platz für den Glauben zu machen.“

Als ich ein Kind war glaubte ich daran, dass der Weihnachtsmann real war. Ich glaubte daran, dass die Zahn-Fee real war. Ich glaubte daran, dass der Osterhase Eier gelegt hat.

Kant fand es ebenso notwendig, das Glück zu verweigern … das Glück zu verweigern.

Der Sozialismus verweigert das Glück. Wenn ihr das nicht glaubt, macht einen Ausflug nach Osteuropa, was einmal die alte Sowjetunion war, oder nach Russland, und redet mit diesen Leuten wie es war, unter totalem Sozialismus in Form des Kommunismus zu leben.

Und lasst euch von niemandem täuschen. Es gibt nicht viel Unterschied zwischen den beiden, wenn überhaupt.

Das Glück verweigern.

Kant hielt es für notwendig, das Glück zu verweigern um Platz für die Pflicht zu schaffen.

Die Pflicht!

Und wenn ihr irgendetwas über Hitler-Deutschland wisst, dann könnt ihr bereits sehen, woher er zumindest einen Teil seiner Philosophie übernommen hatte.

Die Züge müssen pünktlich fahren, auch wenn wir alle töten müssen, die die Züge betreiben, damit sie pünktlich sind!

„Das Wesen der moralischen Tugend“, sagt er, „… ist Selbstlosigkeit.“

Selbtlos. Lebenslanger Gehorsam der Pflicht gegenüber, ohne irgendeine Erwartung auf Belohnung, und unabhängig davon, wie viel man darunter zu leiden hat.

Und wenn das stimmt, was ist der Zweck?

Kants Angriff auf die Vernunft, auf diese Welt und auf das Glück der Menschen war der entscheidende Wendepunkt. Als die Hauptlinie der modernen Philosophie schnell seine grundlegenden Lehren absorbierte, wurden die letzten Elemente des aristotelischen Ansatz aufgegeben, vor allem in Deutschland.

Philosophen wandten sich als Gruppe Varianten des Platonismus zu — dieses Mal ein extremer, militanter Platonismus — ein Platonismus, dem seine letzten Spuren des Respekts vor der Vernunft genommen wurde.

Ihr seht, es ist Kant — Kant — der die plötzliche Zunahme des platonischen Kollektivismus in der modernen Welt möglich machte, und vor allem in Deutschland.

Kant ist kein vollwertiger Etatist, aber die politischen Ansichten eines Philosophen — in dem Ausmaß, dass sie den Grundlagen seines Systems widersprechen — haben wenig historische Bedeutung.

Kant akzeptiert bestimmte Elemente des Individualismus, nicht wegen seines Grundansatzes, sondern trotzdem — als ein Erbe der Aufklärung, in der er lebte.

Dies deutet bloß darauf hin, meine Damen und Herren, dass Kant nicht immer die politischen Implikationen seiner eigenen Metaphysik und Erkenntnistheorie bewusst waren. Er hat die Auswirkungen seines eigenen Denkens nicht verstanden.

Seine Erben jedoch taten dies.

Eine Reihe von Philosophen der deutschen Romantik folgte Kant im 19. Jahrhundert, von denen jeder behauptete, dass er der wahre Nachfolger sei; jeder von einer Realität jenseits dieser Welt begeistert, und von einem Mittel der Erkenntnis jenseits der Vernunft; jeder leistete seinen Beitrag zum Wachstum eines leidenschaftlichen Kollektivismus, der die intellektuelle Atmosphäre Deutschlands vergiftete.

Der berühmteste dieser Männer, der einflussreichste, die herrschende Gestalt der Philosophie des 19. Jahrhunderts, dessen Namen ich in dieser Sendung immer und immer und immer wieder erwähnt habe, war Hegel. Hegel! Ihr seht, Hegel ist ein nachkantischer Platoniker.

Unter voller Nutzung des Anti-Aristotelismus, welcher durch Kant sanktioniert wurde, startet Hegel einen Angriff auf die Grundprinzipien der aristotelischen Philosophie, auf die Prinzipien der aristotelischen Logik, die nicht einmal Kant wagte direkt herauszufordern. Er wagte es nicht.

„Die Realität“, erklärt Hegel, „ist in sich widersprüchlich. Es ist eine systematische Progression kollidierender Widersprüche, die in Triaden organisiert sind …“

Triaden! Triaden! Trilateral!

„… die in Triaden der These, der Anti-These und der Synthese organisiert sind, und die Menschen müssen dementsprechend denken.“

These, Anti-These, Synthese.

Sie sollten nicht nach altmodischer, statischer Konsistenz streben. Sie sollten nicht durch die einseitige aristotelische Ansicht eingeschränkt sein, dass jede Existenz eine spezifische Identität besitzt; dass Dinge so sind, wie sie sind; dass A gleich A ist.

„Ganz im Gegenteil“, sagt er, „sie verdanken ihre ultimative Treue einem höheren Prinzip — dem Prinzip der Identität der Gegensätze.“

Wie oben, so unten: Das Prinzip, dass die Dinge nicht das sind, was sie sind; das A nicht gleich A ist. Es war die Mystik, die die deutsche SS herbeigeführt hat, die neue Religion Deutschlands, mit Hingabe an Pflicht und Volk. Alles eine Täuschung, um die Masse unter Kontrolle zu bringen, und damit die Züge pünktlich fahren. *lacht*

Hegel beschreibt das obige als neue Konzeption der Vernunft und als eine neue dialektische Logik. Auf dieser Grundlage macht er damit weiter, seine eigene Version des Platonismus zu errichten. Wie Plato und Kant ist er ein Idealist in der Metaphysik.

„Wahre Wirklichkeit“, meint er, „ist eine nicht-materielle Dimension, jenseits von Zeit und Raum und menschlicher Sinneswahrnehmung.“

Und wenn das stimmt, wie zum Teufel hat ER es dann herausgefunden?

Er hat es gar nicht herausgefunden.

Er hat es erfunden.

In Hegels Version ist die Wirklichkeit ein dynamischer kosmischer Geist – oder Gedankenprozess – der in verschiedenen Zusammenhängen als „das Absolute“, „der Geist“, „die Weltvernunft“, „Gott“, etc. bezeichnet wird.

Nach Hegel liegt es in der wesentlichen Natur dieser Entität, einen konstanten Prozess der Evolution oder der Entwicklung zu durchlaufen und sich in den verschiedenen Stadien selbst zu entfalten.

Pantheismus! Pantheismus!

In einem dieser Stadien externalisiert sich das Absolute selbst und nimmt die Form einer materiellen Welt an.

Und wenn ihr Blavatsky lest, sie schreibt und spricht über die Externalisierung der Hierarchie.

Bei der Fortsetzung seiner Karriere nimmt es das Aussehen von einer Vielzahl von Menschen an, die sich alle scheinbar voneinander unterscheiden; jeder scheinbar ein autonomes Individuum mit seinen persönlichen Gedanken und Sehnsüchten.

Aber laut Hegel — nope.

Die Erscheinung von solchen einzelnen Individuuen repräsentiert jedoch für Hegel nur eine vergleichsweise niedrige Stufe in der Karriere des Absoluten. Es ist nicht die letzte Wahrheit über die Realität. Es repräsentiert nicht den Höhepunkt der Entwicklung des Absoluten.

In diesem Stadium, praktisch an der Spitze oder am Höhepunkt der Realität, so stellt sich heraus, dass nach Hegels Ansicht Unterschiede jeglicher Art – einschließlich die Unterschiede zwischen Geist und Materie, und zwischen einem Menschen und einem anderen – unwirklich sind. Gegensätze sind identisch. A ist nicht gleich A.

Es stellt sich heraus, dass alles eins ist, und dass die Dinge dieser Welt, die uns als einzelne, in sich geschlossene Einheiten erscheinen, jede real in ihrem eigenen Recht  — du, wie du gerade auf der Couch sitzt, oder in diesem Stuhl, oder auf dem Fußboden — lediglich so viele Teilaspekte eines einzigen, all-umfassenden, alles verzehrenden Ganzen sind — dem Absoluten — das alleine die vollständige Wirklichkeit ist.

Und in Hegels Projektion davon wird es zu „Der Führer, der Staat, das Volk“.

Ein Reich, ein Volk, ein Führer.

Versteht ihr jetzt, wohin wir unterwegs sind?

Versteht ihr, was von dieser Philosophie ins Leben gebracht wird?

Es ist die Basis, auf der der Kommunismus, der Sozialismus und der Kollektivismus aufgebaut ist.

Und warum bin ich einer der wenigen, die das wirklich verstehen? Denn was ich gerade gesagt habe, steht nirgends geschrieben.

Die Ethik und Politik, die Hegel von seiner fundamentalen Philosophie ableitet, kann durch zwei Sätze seiner „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ gezeigt werden:

„Eine einzelne Person, das brauche ich wohl kaum zu sagen, ist etwas untergeordnetes, und als solche muss sie sich dem ethischen Ganzen widmen. Wenn der Staat daher das Leben einfordert, muss das Individuum kapitulieren.“

Hegels Kollektivismus und Staatsanbetung sind viel expliziter als alles, was in Platons Schriften gefunden werden kann. Da alles letztlich eins ist:

„Die Gruppe“, meint er, „hat Vorrang gegenüber dem Individuum.“

Wenn jeder Mensch lernt, seine Identität zu unterdrücken und mit seinen Mitbrüdern verschmilzt, dann wird die sich daraus ergebende kollektive Einheit – der Staat – eine wahrere Reflektion der Wirklichkeit sein, eine höhere Manifestation des Absoluten.

Der Staat ist Hegels Ansicht nach keine Vereinigung von autonomen Individuen. Er ist selbst ein Individuum – eine mystische Person – der die Bürger verschlingt und sie zu einem unabhängigen, sich selbst tragenden Organismus, der aus Menschen besteht, transzendiert, mit einem eigenen Willen und Selbstzweck.

„All den Wert, den der Mensch besitzt“, schreibt Hegel, „die ganze geistige Wirklichkeit besitzt er nur durch den Staat.“

Also, was ist, was lebt, und was in einer individuellen Realität atmet; Was denkt, was war, was ist, wird nicht-existent im Lichte der Formierung dieser Individuen zu etwas, was kollektiv „der Staat“ genannt wird — eine Nicht-Entität, die von diesen Individuen herbeigeführt wurde, der sie durch seine Bildung nicht-existent macht; denn die Erschaffung und Förderung dieser nicht-existenten Entität, die sie für ihren eigenen gegenseitigen Nutzen und zu ihrem Schutz herbeigeführt haben, ersetzt nun ihre Realität und sie müssen sich jeder seiner Launen unterwerfen.

Ihre Aufgabe: Die Pflicht für den Staat.

Ein Reich, ein Volk, ein Führer.

Der Staats-Organismus ist nicht länger eine weltliche Entität sondern eine Manifestation des Absoluten.

„Er ist ein Geschöpf Gottes“, sagt Hegel, „und daher verlangt er nicht nur den Gehorsam seiner Bürger, sondern ehrfürchtige Anbetung.“

Und denkt daran, das ist nicht nur Hegel. Es begann mit Platon. Es wurde bei Kant dargelegt. Und es wurden von Hegel in seine jetzige Form gebracht.

Ehrfürchtige Anbetung.

Der Staat ist die göttliche Idee, wie sie auf der Erde existiert, der Marsch Gottes in der Welt – das ist, was der Staat ist. Der Zweck eines Staates ist daher nicht der Schutz seiner Bürger. Der Staat ist kein Mittel für irgendeinen menschlichen Zweck. Als eine Entität mit übernatürlichen Referenzen ist er ein absoluter, unbewegter Selbstzweck. Und es besitzt das höchste Recht gegenüber jenen Personen, dessen oberste Pflicht es ist, Mitglieder eines Staates zu sein.

Und diejenigen, die diesen Ideen und Idealen anheften, verstehen nicht einmal, was sie tun, oder herbeiführen, oder auch nur, wovon sie Teil sind.

Dies ist die Art von politischen Ideen die Hegel, mehr als jeder anderer Mann, in den Geist Deutschlands des frühen 19. Jahrhunderts eingepflanzt hat, die in einer Vielzahl von Formen weitergeführt wird — in einer Vielzahl von Formen weitergeführt wird — durch eine lange Reihe von Nebenfiguren und derivaten Einflüssen. Diese Ideen wurden allmählich alltäglich in Deutschland und anderen Ländern eingebracht, einschließlich Italien, und stehen zur heutigen Zeit in voller Blüte hinter dem Symbol der Rose in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Die angehenden Diktatoren des 20. Jahrhunderts und ihre intellektuellen Verteidiger gingen mit einer Bereitwilligkeit dahin solche Gemeinplätze zu umarmen um damit abzukassieren. Sowohl die Faschisten und die Nazis waren im Vordergrund dieses Trends.

In der faschistischen Literatur wird der Einfluss von Hegel in der Regel anerkannt. Prominente Neo-Hegelsche Philosophen, so wie Mario Palmieri und Giovanni Gentile, trugen den Faschismus auf einem Hegelschen Fundament, und verdienten sich so eine formelle Zustimmung von Mussolini.

„Die Welt durch den Faschismus gesehen“, schreibt Mussolini, „ist nicht diese materielle Welt, die an der Oberfläche erscheint, in der der Mensch ein Individuum, getrennt von allen anderen ist, und für sich selbst steht. Der Mensch des Faschismus ist ein Individuum, der die Nation und das Vaterland bildet, was ein moralisches Gesetz darstellt, welches die Individuen aneinander bindet und die Generationen an eine Tradition und eine Mission, die Unterdrückung des Instinkts für ein Leben, welches in den kurzen Freuden eingschlossen ist, um innerhalb der Pflicht ein höheres Leben wiederherzustellen, frei von den Grenzen von Zeit und Raum.“

Totaler Bullshit!

Die Nazi-Literatur ist nicht so offen Hegelisch in ihren Formulierungen. Sich als die Sprecher einer höheren biologischen Wahrheit ausgebend, ließen die Nazis in der Regel die idealistische Metaphysik Hegels fallen und griffen ihn sogar an.

Ob sie es jetzt aber zugeben oder nicht, so stützten sich die Nazis wie die Faschisten komplett auf die Ideen von Hegel – nicht nur für ihren grundlegenden kollektivistischen Ansatz, sondern für viele der spezifischeren politischen Theorien, die notwendig sind, um es in der Praxis umzusetzen.

Hegel zum Beispiel versuchte seine individualistischen Gegner dadurch zu untergraben, indem er verkündete, dass der Etatismus eine Leidenschaft für die menschliche Freiheit darstellt — wenn in der Praxis menschliche Freiheit nicht erlaubt ist.

„Ein Mensch ist frei“, erklärt Hegel, „wenn er handelt, wie er selbst handeln will. Aber da der Staat das wahre Selbst des Individuums ist, ist das, was ein Mensch will — sogar wenn er es selbst nicht weiß — das, was der Staat will. Freiheit ist daher gehorsam gegenüber den Befehlen der Regierung zu sein. Ein solcher Gehorsam garantiert wahre Freiheit für das wahre Selbst …“

Auch wenn das illusorische Selbst nach Auschwitz geschickt wird.

„Die Menschenmassen“, stellt Hegel fest, „verstehen diese Sicht nicht. Die Leute wissen daher nicht, was sie wollen. Zu wissen, was man will — und noch mehr, zu wissen, was das Absolute will, die Vernunft will — ist die Frucht der tiefen Besorgnis und Einsicht, genau die Dinge, die nicht beliebt sind.“

Daher steht Hegel, genau wie Platon, gegen die Theorie einer vom Volk gewählten repräsentativen Regierung. Stattdessen fordert er einen autoritären Staat wie die preußische Monarchie, und die Dekrete des Monarchen, so wird uns gesagt, verkörpern den wahren Willen des Volkes.

Ha!

„Und wenn die Freiheit das Attribut des richtigen Menschen ist“, sagt Mussolini, „und nicht von der Vogelscheuche, die vom individualistischen Liberalismus erfunden wurde, dann ist der Faschismus für Freiheit. Er ist für die einzige Form von Freiheit, die ernsthaft ist – die Freiheit des Staates.“

Des Staates!

„Es gibt keine Freiheit des Einzelnen“, sagt Nazi Otto Dietrich, „es gibt nur die Freiheit der Völker, der Nationen oder der Rassen; denn diese sind das einzige Material und die historischen Realitäten, durch die das Leben der Einzelnen existiert.“

„Das Führer-Reich der Menschen“, sagt Huber, „liegt in der Erkenntnis gegründet, dass der wahre Wille des Volkes nicht durch parlamentarische Abstimmungen und Volksentscheiden ausgedrückt werden kann, sondern dass der Wille des Volkes in seiner reinen und unverfälschten Form nur durch den Führer ausgedrückt werden kann.“

Ein Reich, ein Volk, ein Führer.

Und das – das – das ist wirklich, worum es bei Rassismus geht.

Es steht in völligem Gegensatz zu den amerikanischen Idealen der Rechte des Einzelnen, und dem Schutz dieser Rechte, durch einen geschriebenen Verfassungsvertrag zwischen der Regierung und den Bundesstaaten, und einem weiteren geschriebenen Vertrag zwischen den Bundesstaaten und den Menschen, um die Individualität und das Recht darauf eines jeden einzelnen Bürgers, und die Anbetung am Altar seiner Wahl, und dies alles zu tun oder zu sagen, was man wünscht, so lange man nicht das Recht anderer damit verletzt, oder der Person oder dem Eigentum eines anderen Bürgers schadet.

Gute Nacht. Gott segne euch alle. Und Gott schütze diese Republik.

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3 Antworten zu William Cooper – HOTT – Unheilvolle Parallelen #2

  1. haunebu7 schreibt:

    Hat dies auf Haunebu7's Blog rebloggt.

  2. Xhej schreibt:

    Ist das Informativ reich! Wann werden die nächsten übersetzt?

    Danke

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